209 Mimegarda
„Die uns kennen, kommen gerne wieder” heißt es in dem schwungvollen Willkommensklang un-
seres stets fröhlichen Reyches, den Rt Timpani gefechst und unser ER Don Allegrotto in Noten
gesetzt hat.
Zahlreiche schlaraffische Aktivitäten gehen im Reych von der Sassenschaft aus: ein Klangbuch der
Mimegarda wird verteilt, eine Fanfare mit kunstvoll bestickter Flagge gestiftet, eine wertvolle Rit-
terrüstung zur Zierde der Burg aufgestellt. ER Minero übergibt dem Reych ein wohltemperiertes
Clavicimbel als Ersatz für das alte, meist verstimmte. Rt Spree-Igel gibt nach jeder Winterung eine
inhaltsreiche Broschüre heraus mit den nichtamtlichen Protokollen, herausragenden Fechsungen
und Ritterarbeiten, die er „Fundgrube” nennt.
Die jeweilige Sommerherrlichkeit erstellt ein Programm mit Veranstaltungen, unter denen sich die
Pättkesfahrt per Fahrrad durchs Münsterland besonderer Beliebtheit erfreut. Großen Einsatz al-
ler Sassen erforderte der Umzug der Burg a.U. 127 vom Dachgeschoss des Studentenheims ins
Erdgeschoss in Bahnhofsnähe. Bis zum Spezialdimmer für den Uhu und den Thron wird vieles in
Eigenarbeit erstellt. Das geräumige Souterrain bewährt sich hinfort bei nahrhaften Festlichkeiten.
Während der Jahrungen, über die zu berichten ist, erfreut sich die Sassenschaft an einem stets gut
besetzten, strahlend erleuchteten Thron. Immer gut gelaunt, immer schlagfertig fungiert Rt Negligé
25 Jahre lang zur Freude aller.
Rt Binokio wird als Nachfolger des unvergessenen Rt Tantalos ein beliebter, für Fröhlichkeit sorgen-
der Oberschlaraffe. Dazu kommt für viele Jahrungen Rt Spottfroh als OK mit seiner besonderen
Fähigkeit, dem Reych in speziellen Sippungen die schlaraffischen Geistesheroen nahe zu bringen.
Die Tradition von C Rt Pinkus, jeden Gast zum Einritt mit Gesang zu begrüßen, setzt Rt Jokos mit
geblitzten Vierzeilern fort.
Als humorvoller Meisterfechser trägt Rt Stups zum Gelingen vieler Sippungen bei. Immer wieder
animieren die Junkermeister ihre Junkertafel zu außerordentlichen Leistungen. Emsig wie eine Bie-
ne schwebt die von allen verehrte Styxin Renate durch die Burg.
Ein Glanzlicht schlaffischen Lebens ist das 75. Stiftungsfest in der Stadthalle von Hiltrup mit über
300 Gästen aus 56 Reychen. Schon der Einritt aller Würdenträger des Reyches mit den Symbolen
ihrer Würde bringt Jubel in die Festburg. Ein weiterer Höhepunkt ist die gemeinsame Festsippung
mit dem Mutterreych Ossenbrugga zur 350. Wiederkehr des westfälischen Friedens.
Unvergesslich bleibt auch die Sippung zum 100. Wiegenfest von Rt Pittorius, der sich mit launigen
Worten frei sprechend für die Ehrungen bedankt. Die Ostereiersippungen der benachbarten Don-
nerstagsreyche führen jedes Mal zu ausgelassenen Zusammenkünften in jeweils bis auf den letzten
Platz gefüllten Burgen.
Mit einer gut besetzten Junkertafel, einem stets erleuchteten Thron und einer relativ jungen Sas-
senschaft geht die Mimegarda fröhlich und mutig gefasst der Zukunft mit einer neuen, eigenen
Burg entgegen und hält sich dabei an den historischen Leitspruch „Ehr is Dwang gnog” aus dem
Krameramtshaus unserer Stadt.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
211 Scardinga
Nun sind schon 89 Jahrungen vergangen, seit unser schönes Reych von unseren Altvordern ge-
gründet wurde. Mit Ablauf der Winterung a.U. 150 wurde in Scardinga nun schon 2.338 mal fröhlich
gesippt und davon seit 44 Jahrungen 1.232 Sippungen im tiefen Saal.
Seit erscheinen der letzten Chronik Allschlaraffias vor 25 Jahrungen, hat unser Reych wie schon
immer, durch große Reychspersönlichkeiten im Uhuversum, auf sich aufmerksam gemacht. Der
Chronist kann nicht alle nennen, aber einige seien hier besonders erwähnt, so denken wir an die
Herrlichkeit Rt Gustibus, Rt. Technikas, Rt Baß-Bild und nicht zuletzt an Rt Ali Pram, der 34 Jahrun-
gen den Thron Scardingas zierte und das Reych wesentlich geprägt hat.
Er war einer der bekanntesten Sassen unseres Reyches im Uhuversum und konnte 13 Ehrenhelme
zählen. Als direkt nach ihm sein profaner Sohn Rt Ali Bua auf den Thron gewählt wurde und 10
Jahrungen dem Reyche diente, kam am Ende wiederum die Zahl 44 heraus. Das Reych glänzte also
44 Jahrungen ununterbrochen, mit zwei Herrlichkeiten aus der „Ali-Sippe”.
Von den Reychsbeamten und Wahlwürdenträgern seien noch einige Sassen besonders erwähnt, die
sich durch ihre langjährige, weit über die Erb-Würde hinaus gehende hervorragende Arbeit um das
Reych verdient gemacht haben. Es sind dies Rt Kublai Khanderl als Schatzmeister, Rt Ali Vier als
Marschall, Rt Bauxiterl als Kantzler, Rt Ka(r)Lyrik als Ceremonienmeister und Junkermeister, Rt. Ali
Ende als Rkll, Rkch und Kanzler, Rt. Don Ledro als Junkermeister und OI, Rt Schimann-ski als OK
und schließlich Rt Styxo als OÄ.
Natürlich erlebt ein Reych in 25 Jahrungen so manchen Höhepunkt, so auch a.U. 132, als der J Rt
Don Ledro im profanen Sopron, das hohe Reych Auf der Heide (369) zum Junkertafelturney um den
Firlefanzhumpen forderte. Das Turney wurde a.U. 134 im hohen Reych Welfia zue Buchhorn (387)
ausgetragen und die Jugend unseres Reyches siegte bravourös und wurde zur besten Junkertafel
des Uhuversums erkürt. Ein Ereignis, das unvergessen ist und deshalb seinen Platz in der Chronik
des Reyches hat.
Eine besondere Epoche durften wir ab der Jahrung 133 mit unserem Generalzinkenmeister Rt C-
Durio erfahren, der Dank seines Paten ErbO Rt Baß-Bild, Scardinga wieder zu einem musikalischen
Reych gemacht hat. Die Musikalität wurde a.U. 138 nochmals gestärkt, als unser Fanfarenchor ge-
gründet wurde.
Auch Ehrenritter haben schon immer zur Geschichte eines Reyches beigetragen, das zeigt sich im
Besonderen bei unserem Ehrenritter Peppone, Sasse des hohen Reyches Castra Batava, der fast 55
Jahrungen, jeden Mittwoch zu uns reitet und über 1.400 Einritte zu verzeichnen hat. Wahrschein-
lich eine nicht mehr zu überbietende Zahl im Uhuversum. Scardinga wird auch in den nächsten
25 Jahrungen ein lebendiges Reych sein und immer wieder seinen Nachwuchs finden, das walte
auch in Zukunft der Uhu. Das Reych zählt derzeit 38 Sassen, 13 Ehrenritter tragen den Ehrenhelm
Scardingas.
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