405 Porta Pasconia
Die Rtt Menue und Credenz der h. Floridana hatten den Wunsch, einen Stammtisch zu gründen.
In Newport Richey, 65 km nördlich von St. Petersburg, fand in der Heimburg des Rt Credenz mit 5
Sassen des Mutterreyches a.U. 121 die erste Versammlung statt. Danach traf man sich jeden Monat
in verschiedenen Heimburgen.
Der schlaraffische Gastgeber stiftete Atzung und Labung; der Brückenzoll ging in die Kasse. Es
kamen Schlaraffen aus anderen Reychen, die sich anschlossen, und die Pilgerzahl stieg bald auf
11. A.U. 126 wurde ein Feldlager gegründet. Rt Stich, ein sehr begeisterter und in vielem sehr talen-
tierter Schlaraffe, erschaffte unsere erste Burg. Die Doppelgarage in seiner Heimburg wurde um-
gebaut, und die Wände wurden holzverschallt. Mit Hilfe eines Pilgers wurden Thron, Schreibtische
und die Rostra gezimmert. Durch den unerwarteten Ahallaritt des Rt Menue entstand große Trauer
im Feldlager. Es dauerte lange, bis das Schlaraffenleben weiterging. Am 15.11. a.U. 127 fand im Ho-
tel Sheraton in feierlicher Weise die Coloniegründung statt, celebriert vom OS Rt Longulus der h.
Floridana. Über 100 Schlaraffen aus 29 Reychen waren anwesend, und 11 Sassen wurden zu Rittern
erhoben. Rt Bieberle des Reyches Floridana war Gründungsritter und der erste Oberschlaraffe.
Rt Mobilant entdeckte unsere heutige Burg. Der Reychsschatz wurde durch Bausteine und Spen-
den erhöht. Das Gelände und die neue Burg wurden erworben. Mit Begeisterung wurde das neue
Uhunest ausgebaut, wobei ein rechtes Zusammengehörigkeitsgefühl enstand.
Rt Longulus spendierte eine neue Kücheneinrichtung und die Bar für die Vorburg. Auf Grund der
vielen, großen schlaraffischen Leistungen des Rt Stich nannte man die Burg „Stichburg”.
Am 5.11. a.U. 129 fand die Sanktion unseres Reyches statt: wir wurden das Reych „Porta Pasconia”.
Ritter aus vielen Gemarkungen, auch aus Übersee, nahmen an dieser Festlichkeit teil. Die Rtt Esta-
tus, Kickebein und Pastorius waren die Oberschlaraffen. In späteren Jahren erlebte unser Reych eine
Reihe von Ahallaritten, und einige Sassen traten anderen Reychen bei. Eine Zeit lang hielt Rt Pikant
– als einzige Herrlichkeit – das Reych mit noch 11 Sassen zusammen. Zum 10. Gründungsfest hatte
das Reych sich wieder etwas erholt, und man konnte ein glanzvolles Fest celebrieren. Leider blieb
danach der Nachwuchs aus, und die Gruppe der Sassen blieb klein.
Als Rt Patsch-Nass seine Tätigkeit im ASR beendet hatte und von New Jersey nach Florida umzog,
wurde er Sasse der Porta Pasconia und kurz danach Oberschlaraffe des Reyches. Seine Organisati-
onstalente brachten neues Leben in unsere Sippungen. Durch Sassen der Reyche Newarka, Portus
Betsiae und Filadelfia, die nach Florida umsiedelten, kam wieder Zuwachs in unser Reych. Die
Sippungen wurden wieder anprechender. Eine gesunde Ergänzung zwischen den älteren Sassen der
Porta Pasconia und den neuen zugezogenen Schlaraffen aus dem Norden trug mit dazu bei, eine
fröhliche Junkertafel zu gestalten.
Die alten sanitären Einrichtungen der Burg hatten die Größe wie in einem Flugzeug und waren auch
anderweitig ungünstig. Durch Spenden der Rtt Edelweiß und Patentulus konnten neue Einrichtun-
gen erbaut werden.
Ein besonderes Schmuckstück in unserer Burg ist ein Wandgemälde, gemalt von Rt Signorelli der h.
Nova Yorkia. Unser Reychsschwert und Zepter sind vor 125 Jahren in Prag geschmiedet worden.
Heute zählt unser Reych 28 Sassen. In den Sippungen sind im Durchschnitt 20 bis 23 Sassen an-
wesend. Mit immer 6 bis 7 Einritten an jedem Abend celebrieren wir echt schlaraffische Sippungen
und haben viel Freude dabei. Wir hoffen auf weiteren Nachwuchs und wollen das Banner der Porta
Pasconia frohen Herzens in die Zukunft tragen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
406 Am Silbersee
Nachdem einige Jahre zuvor das h. Reych Fort Okanagan (387) sanktioniert worden war, kreiste a.U.
126 der Uhu wieder über dem Okanagan-See in der kanadischen Provinz British Columbia. Sechzig
Kilometer weiter nördlich, in der profanen Stadt Vernon, fand er geeignetes Material, um mit einer
Neugründung zu beginnen. Die Rtt Lyr-A-Lux, Huck-im-Busch, Turno, Zick-Zack und Schlimskie,
durchweg EZ der h. Fort Okanagan sowie Rt Pfuideifi trafen sich den Räumen der Handelskammer
in Vernon im Hornung a.U. 126.
Sie alle wohnten im profanen Vernon, und man wusste nur zu gut, wie schwierig es oft war, in den
Wintermonaten bei Eis, Schnee und Nebel die Strecke nach Kelowna zum Reych Fort Okanagan
zu bewältigen. Schon in der Winterung a.U. 126/127 zählte der Stammtisch bereits 6 Ritter und 10
Edle. Im Wonnemond a.U. 126 erteilte der ASR die Bewilligung zum Feldlager. Der erste Schritt war
getan.
Von Anfang an bestand eine gewisse Begeisterung für ES Old Shatterhand und den wilden Westen,
und auf Anregung von wld Rt Kow Boy (337), einem späteren Ehrenritter des Reyches, beschlossen
die Freunde, falls es dazu kommen sollte, ihr Reych „Am Silbersee” zu nennen, denn Vernon liegt ja
direkt an dem herrlichen See, der wie Silber glänzt.
Das Reych Fort Okanagan nahm natürlich mit „Freuden und sofort” die Mutterschaft an, und so
konnte es nun richtig vorwärts gehen. Im Herbstmond a.U. 127 erteilte der ASR die Gründungsbe-
willigung, und die Gründungsfeier wurde am 9. V. a.U. 128 durchgeführt. Die junge Colonie erhielt
die Reychsnummer 406.
Während der Sommerung waren alle Mitglieder voll ausgelastet, denn man hatte beschlossen, sich
eine eigene Burg zu schaffen. Zu diesem Zwecke wurde ein großer Wohnwagen gekauft, der auf
einem gepachteten Grundstück mit direktem Blick auf den „Silbersee” stand. Nun hieß es diesen
Wohnwagen in eine Burg umzuwandeln, was den Freunden bestens gelang.
Der feierliche Festakt der Sanktion wurde von ASR Jan Maat am 1.10. a.U. 130 vollzogen. Die Fest-
burg war mit Sassen und Burgfrauen gefüllt; alle 5 Landesverbände waren vertreten. Von nun an
wurde „Am Silbersee” fröhlich gesippt, die Einritte waren zahlreich und die Sassenschaft sah zuver-
sichtlich der Zukunft entgegen.
Doch im Laufe der Jahre kamen leider dunkle Wolken auf. Das Grundstück, auf dem die Burg stand,
wurde verkauft, und der neue Besitzer bestand darauf, dass der Wohnwagen, also die Burg, entfernt
werden musste. Man zog die Burg kurzerhand etwa 50 km gen Norden an den Shuswap-See. Leider
war das keine gute Lösung, denn nun lag die Burg für viele Sassen zu weit entfernt, zumal in dieser
Gegend ein weiteres Reych, die h. Kamlupsia, im Entstehen begriffen war. Der Sippungsbesuch
ließ nach. Man zog die Burg wieder zurück gen Süden, aber es war schon zu spät. Durch Ahalla-
ritte, Überalterung und Unstimmigkeiten unter der Sassenschaft litt das Reych schwer. Zu allem
Überfluss noch hob ein Wirbelsturm die Burg von den Fundamenten, so dass viel Arbeit geleistet
werden musste, um sie wieder herzurichten. Die noch aktiven Freunde gaben sich große Mühe um
Nachwuchs zu finden; es war schwierig und letzten Endes nicht möglich.
Im Windmond a.U. 148 trafen sich die Sassen ein letztes Mal und man beschloss, das Reych frei-
willig aufzulösen. So endet leider die Chronik des einst so vielversprechenden Reyches „Am Silber-
see”.
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