51 Chasalla
Am 7.10. a.U. 124 eröffnete OS Rt Nordweh, flankiert von Rt Mentor und Rt Palindrotto die 2.461
Sippung und führte die Chasalla in das zweite Jahrhundert ihres Bestehens.
Dem Reych zu Diensten war u.a. als Kantzler Rt Don Aegal-do. ErbO Rt Nordweh zierte 10 Jahre den
Thron, wechselte gen Schweden und wurde Sasse der Holmia. In seiner Festrede ehrte er besonders
Rt de jure, den Verfasser der Chronik „100 Jahrungen Chasalla”. ErbO Rt Mentor glänzte nicht nur
18 Jahre auf dem Thron, bis zu seinem Ahallaritt war er auch Chef der Oppo. Als schlaraffisches
Edelgestein muss ErbO Rt Palindrotto, vormals Hofnarr, Junkermeister, Ceremonienmeister und
zwanzig Jahre Thronsasse, verkreidet werden. Sein Titul „Pönissimus” spricht für einen Fungieren-
den Bände.
Viele Worte könnte man über ErbK Rt Don Aegal-do verlieren. Er, der 29 Jahre in meisterlicher Weise
oft dem Thron und bisweilen auch der Sassenschaft die Marschroute vorgab, war im Uhuversum
weithin bekannt. Dank der Kontinuität, die wir in unserer denkmalgeschützten Löwenburg verbrin-
gen durften, können wir auf eine geordnete, ruhige Sippungszeit zurückblicken. Die Burg wurde
a.U. 147 von Grund auf saniert sowie Fassade und Umgebung neu gestaltet. Auch die Innenräume
strahlen in frischem Glanz und erfreuen nicht nur uns Chasallen. Die Löwenburg lud schon immer
ein, große Feste zu celebrieren.
Da wurde dem Rt Katjamo sowie Rt Taktylus, noch heute, 95-jährig, unser vielbewunderter Zinken-
meister und Rt Modest der Großkristall zum GU verliehen; dem ErbO und ErbZ Rt Ton Juan a.U.
137, 99-jährig, und Rt Romantikus, der nun 102-jährige „Reychspoet”, a.U. 145 sogar der Lorbeer
zum GU. Zahlreiche Brillantenträger wie u.a. die Rtt Tiefklang, Schnobs, Links, Prätor, Corno weilen
schon in Ahalla.
Große Freude erlebten wir auch beim Erküren unserer Ehrenritter De Gool, Shin-Shu, Roi-n-Schmäh,
Anglophilos und Kerndl. Das Reych konnte am 07.12. a.U. 142 seine 3.000 Sippung feiern. Nicht
vergessen seien weitere Höhepunkte im Sippungsgeschehen wie das beeindruckende Frühlingsfest
a.U. 127 in der Stadthalle und das 120. Wiegenfest in der historischen Löwenburg im Bergpark
Wilhelmshöhe.
Das Reych verzeichnete in diesen 25 Jahren 27 Reychseinritte und 35 Reychsausritte. Wir erinnern
uns gern an die Kreuzfahrten mit Rt Wellerichs „Chasalla” auf der Fulda, die Reychsfehde mit un-
serer Enkeltochter Am Eschenwege a.U. 135 auf Burg Ludwigstein und das 75. Stiftungsfest unserer
Tochter Athenae Gottingenses a.U. 140.
Wenn uns auch seit a.U. 124 mehr als 40 Recken viel zu früh verlassen mussten, so kann das Reych
auf seinen Nachwuchs stolz sein. Die Sippungsfreude der jetzt 52 Sassen ist weiterhin ungebro-
chen. Die Chasalla wird sich an ihr 125. Stiftungsfest am 27.9. a.U. 149 im traditionsreichen Blauen
Saal der Stadthalle zu Kassel gern erinnern.
Die Kunst, die das Leben so sehr zu verschönern vemag, den Geist zu erweitern; Humor, der das
Lebensgefühl steigert und den oft grauen Alltag vergoldet, und die Freundschaft als umfangendes
Band in der Gemeinschaft des Uhuversums mögen weiterwirken.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
52 Brema
Die letzte Darstellung unserer Reychsgeschichte bis a.U.125 endete mit der hoffnungsfrohen Er-
wartung des 100.Stiftungsfestes der Brema. Dieses beging das Reych im Herbstmond a.U.124 im
Konzerthaus der Bremer Glocke mit einer glanzvollen Feier. Es waren 279 Schlaraffen eingeritten,
über 250 liebreizende Burgfrauen waren mit ihnen gekommen, zahlreiche Gäste gaben dem Fest-
saal ein festlich heiteres Gepräge.
Die blaue Kerze zündete unser 93-jähriger Rolandsritter Graf Steno aus dem versunkenen Reych
Ysenaha an. In der folgenden summarischen Darstellung werden die Namen von Sassen, die das
Reych in hervorragender Weise gefördert haben, nicht genannt, denn es haben sich alle Sassen - ein
jeder auf seine Weise - um die Brema verdient gemacht.
Nur einige wenige hervorzuheben, hieße andere zu kränken. Seit seiner 100-Jahrfeier hat das Reych
24 Sassen an Ahalla verloren. Ihre Namen und Konterfeis sind für immer im Ahallaschrein der
Hansaburg aufbewahrt, und die langen Reihen ihrer Wappenschilder an den Mauern der Burg hal-
ten sie uns gegenwärtig. Unverändert ist der Freitag unser Uhutag und nach wie vor, nämlich seit 37
Jahren, haben wir die uns vertraut gewordene Hansaburg in der Kurfürstenallee sesshaft inne. Sie
ist zwar nicht besonders groß, aber dafür steht uns im selben Hause für besondere Anlässe immer
noch der repräsentative Festsaal zur Verfügung.
Noch a.U.146 betrug das Durchschnittsalter unserer Sassen fast 65 Jahre. Uns beschlich die Sorge,
mit dem Reych werde nun auch die Sassenschaft alt. Durch den Zuwachs einer Schar erfreulich
junger Sassen an der Junkertafel, die unter strenger Zucht ihrer künftigen Ritterschaft entgegenreift,
hat sich die Situation indes zum Positiven entspannt. Gegenwärtig zählt das Reych insgesamt 51
Sassen.
Die Brema ist ein viel besuchtes Reych. Aus allen Gegenden des Uhuversums reiten regelmäßig
illustre Gäste ein. Die Vielfalt hervorragender Fechsungen ist bemerkenswert. Dabei wird entspre-
chend der nördlichen Lage des Reyches auch das Plattdeutsche und zuweilen das bremische Mis-
singsch gepflegt und für die der Mundart Unkundigen und andere „Ausländer” sorgfältig übersetzt.
Die enge freundschaftliche Verbindung mit ihren Töchterreychen: dem Castellum Visurgis, der Or-
baha Chattensis, dem Castellum Verdense und dem Castellum Butjentum dauert an und wird weiter
gefestigt.
Die Brema blüht. Sie kann zufrieden auf ihre wechselvolle Geschichte zurückblicken. „Was vergan-
gen, kehrt nicht wieder, aber ging es leuchtend nieder, leuchtet’s lange noch zurück.” (Karl Foers-
ter). Von Ohos Tücken verschont feierten Bremas Sassen frohen Herzens am 27. im Herbstmond
a.U. 149 ihr 125. Gründungsfest mit mehreren Hundertschaften reisiger Recken samt Tross.
Ein fröhliches Fest, dass noch lange in der Erinnerung der Sassen und Gäste wach bleiben wird. So
blicken wir frohen Mutes in die Zukunft, erfreuen uns an unserem schönen Spiel und wünschen
allen Brüdern im Uhuversum noch zahlreiche schöne Stunden in unserem Bund.
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