53 Haidelberga
Tausend Luftballons schwebten auf mehr als 700 Gäste aus fast 100 Reychen in der Heidelberger
Stadthalle nieder, als unser Reych am 8.10. a.U. 124 das 100. Stiftungsfest und die Gründung unse-
rer 2. Tochter „Am Odinwald” (395) feierte. In diesen traditionsreichen Räumen fanden bereits das
Allschlaraffische Sommerfest a.U. 43 und auch das X. Concil a.U. 65 statt.
In den folgenden Winterungen erlebte unser Reych gemeinsam mit unseren Schlaraffenbrüdern aus
den Weiten des Uhuversums viele glanzvolle Höhepunkte. Am 14.5. a.U. 129 trugen die h. Colonia
Agrippina (8) und die h. Turicensis (19) ihre Reychsfede ebenfalls in der Stadthalle aus.
Es kamen aus 112 Reychen mehr als tausend Sassen und Gäste, um Zeuge zu sein, wie die musisch
fröhliche Colonia Agrippina und die stets „fürnähme” Turicensis ihren Streit in einem gar gewal-
tigen Waffengang austrugen. Am 15.9.142 fand ein ebenso schrecklicher Kampf zwischen der h.
Moguntia (45) und der h. Terra Firma (402) in unserer Gemarkung statt.
Auch unsere Junkertafel ward kampfeswillig und forderte im Hornung a.U. 147 die h. Perla Palatina
(163) zu einer „Animalische Junkertafelfehde”, die in der Maninheimbia (40) erfolgreich ausgetra-
gen wurde.
Ein ganz besonderes Ereignis war die 50. Wiederkehr der Maientagung auf der Wachenburg ober-
halb von Weinheim, die a.U. 90 vom Deutschen Schlaraffenrat initiiert und gemeinsam mit der h.
Carolsuhu (49), der Haidelberga und der h. Tarimundis (121) ausgerichtet wurde; sie markierte das
Wiedererstehen der Schlaraffenreyche in Westdeutschland nach der Uhufinsternis. Nun wurde an
gleicher Stelle am 22.5. a.U 140 eine festliche Gedenksippung zelebriert, an der 250 Sassen aus über
80 Reychen teilnahmen.
In der Sommerung a.U. 144 hatten wir bei der Renovierung des Throngestühls in der Gaudeamus-
burg die Urkunde der Stiftung des Throns und der Rostra in einem Versteck gefunden und am 4.1.
a.U. 145 die 100. Wiederkehr dieser Stiftung mit einem Neujahrsempfang gefeiert.
Zu diesem Anlass konnten wir auch das Reychsschwert unserer Mutter Nordhusia zeigen: Die
Stadtverwaltung Nordhausens hatte es kurz zuvor von einem amerikanischen Soldaten, der es in
den Kriegswirren erbeutet hatte, erworben. Dort hat es eine Delegation der Haidelberga feierlich
entliehen. Heute befindet es sich mit seiner auf 1598 verweisenden Inschrift in einem städtischen
Museum Nordhausens.
Am 12.10.a.U. 148 gestaltete die Haidelberga zusammen mit ihrer Schwester Lubeca (57) eine Ge-
denksippung anlässlich des 130. Wiegenfestes ihrer Mutter Nordhusia (6) in Nordhausen, bei der
Sassen aus vielen Reychen und zahlreiche Besucher der Stadt unvergessliche Stunden der Rückbe-
sinnung erlebten.
Auf Anregung der Haidelberga und nach Genehmigung durch den Deutschen Schlaraffenrat wurde
a.U. 145 der „Deutsche Freundschaftsorden” geschaffen, der für den Einritt in alle in deutschen
Gemarkungen liegenden Reyche und Colonien vergeben wird. Die vierte Verleihung findet als einer
der Höhepunkte im Rahmen der 125-JahrFeier der Haidelberga am 25.10.a.U. 149 statt.
Mit großer Vorfreude blicken wir nun auf das 125. Wiegenfest der Haidelberga und in eine gute Zu-
kunft: Auf dass unser Gaudeamusreych immerfort blühe und gedeihe. Dies walte UHU.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s