204 Castellum Visurgis
Die Gemarkung des Castellum Visurgis litt in den letzten zwei Jahrzehnten unter dem profanen
wirtschaftlichen Rückschritt. Werften und andere größere und in ihrem Gefolge auch kleinere Betrie-
be mussten schließen. Die Bevölkerung änderte teilweise ihre soziale Zusammensetzung.
Das erschwerte, die gen Ahalla gerittenen Sassen über die Junkertafel mit neuem Blut und neuem
Geist zu ersetzen. So verringerte sich die Sassenzahl des Reyches auf durchschnittlich 25 Recken.
Dennoch erlebten wir gut besuchte Sippungen dank unseres aufgeschlossenen, toleranten Thrones
in wechselnder Besetzung, aber auch dank des Ansehens, das inzwischen hoch bejahrte Sassen
unseres Reyches durch ihr Wirken und Reisen im Uhuversum in der Vergangenheit begründeten.
Die Rtt Eheti-eht und Rasmus halfen, das Reych Malmöhus zu gründen. Rt Eheti-eht ist als Clavi-
cimbel-Meister in den Sprengeln wohlbekannt. Rt Pe-Pe und Premje ritten durch unzählige Reyche
im gesamten Uhuversum. Rt Premje leitete 34 Storchenritte, bevor er diese Aufgabe einem Nach-
folger übergab.
Unsere kleinere Sassenzahl setzt sich aus sehr unterschiedlichem Temperament und Geist zusam-
men, so dass Fechsungen und Vorträge jede Sippung abwechslungsreich gestalten: Auch das ist
ein Grund für die vielen Einritte, für die wir unseren Freunden aus den benachbarten und fernen
Reychen sehr dankbar sind. Natürlich unterstützten schlaraffische Feste das Interesse der auswär-
tigen Schlaraffen an unserem Reych:
Mehrere Herings-Turneyen im Abstand von etwa drei Jahrungen erfreuten Burgfrauen und Schla-
raffen, Visurgis’ Sassen und viele Gäste; am 6.11. a.U. 145 trafen sich die nordischen Reyche zur
Sprengelsitzung und zur anschließend fröhlichen Sippung in der Festburg im profanen Farge an der
Unterweser; an gleicher Stelle erregte am 28.4. a.U. 148 das 5. Nordschlaraffische Musikfest unter
der Leitung des Rt Tassatur (389) mit vielen Sängern und Instrumentalisten, dirigiert von Rt Dudice-
lli (369) bei den zahlreichen Gästen, deren Tross und allen Visurgen größte Begeisterung.
Am 21.1. a.U. 149 ehrten die Visurgen, deren Thron, viele eingerittene Freunde und der Sprengel-
fürst Rt Don Miguel (52) mit nicht enden wollenden Gratu-Lulu und den Orden für 50-jährige Treue
zu Schlaraffia zwei sehr verdiente Sassen: Rt Premje und Rt Rasmus.
Ihr Beispiel und das ihrer Generation soll uns – etwas – jüngeren Sassen Ansporn sein, auch in den
nächsten Jahrzehnten den Idealen Pragas unter den schirmenden Fittichen des Uhu zum Gedeihen
und zur Freude unseres Bundes nachzustreben.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
205 Gamundia
35 Jahrungen lang konnte die Gamundia im 1. Stock des „Goldenen Schiff„ direkt am Gmundner
Rathausplatz sippen. Da der damalige Pächter in den wohlverdienten Ruhestand ging, verlor unser
Reych sein Domizil und es begannen unruhige Zeiten für die Gamundia.
erster Zufluchtsort war der Yachtclub an der Esplanade, doch die Freude währte nur eine kurze
Jahrung. Auf Empfehlung unseres GF Rt Sensibus öffnete sich für uns der Festsaal im GH „Golde-
ner Hirsch”, wo wir 3 Jahrungen frohe und festliche Sippungen abhalten konnten – in die Zeit fiel
auch eine öffentliche Präsentation auf dem Rathausplatz in Gmunden, zusammen mit 33 anderen
Vereinen unserer Stadt.
Als unser Pächter, Herr Mair, sein Gasthaus aufgeben musste, verlor die Gamundia wieder ihre
Burg. J Rt Schlern und seine Bgfr Monika klopften an mehr als 30 Türen in und um die Traunsee-
stadt, drei Objekte blieben letztendlich in der engeren Wahl und in der Jahrung a.U. 147/148 öffnete
uns das Keramikhotel „Goldener Brunnen” seine Pforten und die Gamundia konnte ihre Sippungen
wieder geregelt aufnehmen.
In diesen Jahrungen rief die erstarkte Junkertafel zur „Revolution – Musketiere an die Macht”, Jk
Günther – der spätere J Rt Schelmikus – Jk Franz und Kn 151 zückten die Degen und proklamierten
eine Palastrevolte in Gamundia.
Herr Josef Kabesch zimmerte einen neuen, flexiblen und leicht transportablen Thron, der auf Bedarf
problemlos in den Festsaal des Erdgeschosses transportiert werden kann und OI Rt Rom-Ram
konnte im Lethemond a.U. 147 die neue Burg im Brahmssaal des „Goldenen Brunnen” in einer
festlichen Eröffnungsschlaraffiade einweihen.
OI Rt Rom-Ram hat die Tradition einer Reychspostille wieder aufgenommen und zu diversen
Großveranstaltungen erschienen 9 Ausgaben des „Thron-Wanz-Becker-Botens„, in denen sich das
Reychsgeschehen widerspiegelt.
A.U. 147 stieg im Festsaal eine Festsippung anlässlich der Erb-O-Feier für OI Rt Rom-Ram, am 31.1.
a.U. 148 lud die Junkertafel unter J Rt Schlern zur Welturaufführung der „Drei-Goschen-Oper”.
Seit dem Herbst a.U. 148 präsentiert sich die Gamundia auch im Uhunetz und der Netzmeister
ErbO Rt Rom-Ram betreut diese und sorgt für ständige Aktualität bei allen Berichten. Im Wind-
mond a.U. 148 fand eine gar gewaltige Brillantenfeier zum GU für unseren GF Rt Nitiritiades statt
und auch die traditionelle „Ostermontags-Sippung mit Burgfrauen”, die sich einer uhuversumswei-
ten Einmaligkeit rühmen darf, hat mit knapp 75 Festgästen ihre Beliebtheit bei Freunden aus nah
und fern kräftig unter Beweis gestellt. Auch auf schlaraffischen Nachwuchs darf die Gamundia in
dieser Jahrung hoffen.
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