64 Ulma
Liest man auf Seite 277 im 3. Band der Chronik Allschlaraffias die ersten 4 Zeilen, wundert sich der
Leser über die große Auswahl der OS in der Ulma. Man muss wissen, dass schon vor langer Zeit
der Beschluss gefasst wurde, einen OS jeweils nur für maximal 3 Jahrungen zu wählen. Das hat sich
bewährt, der Thron der Ulma bürgt für Abwechslung.
Die Jahrung a.U. 125 begann für die Ulma mit dem größten Fest seit der Reychsgründung a.U. 25.
Zum 100. Stiftungsfest ertönten die Fanfaren der Mutter Augusta Vindelicorum im historischen
Kornhaus der Stadt Ulm zum Einritt von 225 Rittern aus 48 Reychen, mit Burgfrauen und Tross
über 800 Gäste.
In den letzten 20 Jahrungen haben verschiedene OS für einen spiegelgerechten Ablauf der Sippun-
gen gesorgt und darüber hinaus für ein Sommerprogramm, das im Uhuversum seinesgleichen
sucht. Hier haben sich insbesondere die Rtt Pampel und Wai-daag große Verdienste erworben.
So sei nicht nur erinnert an „Pampels Ritterreisen” mit meist kunsthistorischem Charakter, die
„Schwabenritte” des Rt Wai- daag, die z.B. a.U. 146 bis nach Amerika führten.
Auch eine grandiose Geburtstagsfeier des ErbO Fürst Trias auf einem gemieteten Rheinschiff mit
200 Kabinen a.U. 129 bleibt unvergessen. Diese Vielfalt mag wohl mit dazu beigetragen haben, dass
man in der Ulma in den letzten Jahren 37 neue Sassen einkleiden konnte, von denen zwischenzeit-
lich 8 Würdenträger sind oder waren. Nach 36 glücklichen Jahrungen in der Keller-Burg des Bundes-
bahnhotel Ulm musste a.U. 131 eine Ersatzburg gesucht werden, und man gab sich notgedrungen
zufrieden mit der als Übergangslösung gedachten Gartenbaracke im Hof des Hotel „Stadt Lindau”,
erstmalig auf bayrischem Boden in Neu-Ulm.
Dieser Zustand währte 7 Jahre, und es gelang nicht, wieder in Ulm Fuß zu fassen. A.U. 138 wurde
im 2. Stock eines Neu-Ulmer Wohnhauses eine geräumige Bleibe gefunden, so dass auch die vor-
weihnachtlich traditionelle Sippung mit Burgfrauen „Bratäpfel und Springerle”, die Nikolausiade für
die Kinder und die Sylvester-Krystalline in fröhlich-schlaraffischer Stimmung durchgeführt werden
konnten.
Nachteile, wie z.B. der 2. Stock und mangelnde Parkplätze zwangen, weiter zu suchen und man
wurde fündig. Allerdings wieder auf bayrischem Boden in Neu-Ulm. Zur Winterung a.U. 143/144
konnte man nach aufwändigem Umbau in ein stadteigenes Gebäude umziehen. Erdgeschoss, Platz
für 70 Sassen, gut eingerichtete Küche, Nebenräume, Vorburg, beste sanitäre Einrichtung, unbe-
grenzte Parkmöglichkeit.
Unserem seit Jahren bewährten Küchenmeister Rt Baunz mit seiner Burgfrau können wir nicht
genug Anerkennung zollen. Ob es nun die schöne Burg, die jeweils Fungierenden, die Fechser, die
gute Atzung und Labung oder gar die vielen Parkplätze sind, die Einritte haben beträchtlich zuge-
nommen. Der Ritterschlag und der so beliebte „Schneeball” mit Burgfrauen werden nach wie vor in
wechselnden Festburgen veranstaltet.
A.U. 147 zählt die Ulma 60 Sassen, wobei bemerkenswert bleibt, dass im viel zitierten Schwaben-
reych nur 19 Sassen schwäbischer Herkunft sind. Rt Mackie hat a.U. 143 die 144 Seiten umfassende
„Chronik des Reyches ULMA” verfasst, die interessierten Freunden gerne zur Verfügung steht.
150 Jahre Schlaraffia bedeutet 125 Jahre Ulma. Ein grandioses, echt schlaraffisches Fest steht bevor!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
67 Milwaukia
Unser 100. Stiftungsfest a.U. 125 im Pfister Hotel war eine große Feier mit unzähligen Einritten aus
dem ganzen Uhuversum. Sogar der damalige Präsident Reagan übersandte ein Glückwunschtele-
gramm.
A.U. 127 mussten wir aber unsere vertraute, alte Dachsburg, in der wir seit 65 Jahrungen gesippt
hatten, verkaufen und zogen in eine Notburg. Doch schon ein Jahr später fanden wir in Süd Milwau-
kee die jetzige Burg, ebenfalls als „Dachsburg” bekannt. Es war viel Arbeit (besonders von den Rtt
von Porta und von Rosenberg), doch dann war sie fast so schön wie die alte Burg.
Es war das ehemalige Vereinshaus der „Martha Washington, Pythian Sisters, Temple No. 67” (das
ist die Frauen-Organisation der „Knights of Pythias”). Die „Knights” sind eine Organisation im
amerikanischen Sinne, die 1864 in Washington gegründet wurde und auch die drei Stände Knappe,
Junker und Ritter aufweist. Mit unserer Reychsnummer 67 wussten wir sofort, dass es die Burg für
uns war.
Unter der Leitung der Rtt von Rosenberg und von Porta wurde die Halle der Pythian Sisters in
eine „Traumburg” der Milwaukia verwandelt. Und so feierten wir am 24.-25.10. a.U. 128 mit einem
großem Feste die Burgweihe.
Wie in der alten Burg, befindet sich über dem Thron das große Pragabild mit der Überschrift
„Heil Praga dir, du stolze Burg” (wld Rt Wippchen ), und das herrliche Bild der Allmutter neben
der Burgpforte unserer lieben Dachsburg ist unsere ständige Inspiration und verleiht Ansporn und
Begeisterung zum schlaraffischen Spiel.
In den folgenden Jahren wurde unser Reych immer kleiner; freilich hat OHO zu viele der großen
Recken nach Ahalla geholt, ohne dass es bis heute gelungen ist, einen entsprechenden Ersatz zu
finden. Unter den Rittern, von denen wir Abschied nehmen mussten, befanden sich auch jene, die
in unserer neuen Burg das Meiste geleistet haben. An Nachwuchs fehlte es leider, denn die Auswan-
derung der Deutschen war wegen der guten Wirtschaft in Deutschland zum Stillstand gekommen.
Im Jahre A. U. 144 feierten wir das 100. Wiegenfest unseres Rt Gern-Da-Bei vom Holstentor. Es
war eine sehr schöne Feier mit vielen Einritten, sogar unser Ehrenritter Vite-Vite der hohen Dussel
dorpia hat es nicht versäumt, bei dem Fest dabei zu sein.
A.U. 145 feierten wir sein 101., a.U.146 das 102. usw. und a.U. 149 sehen wir seinem 105. Wiegenfest
entgegen. Leider kann unser lieber Rt Gern-Da-Bei seit dem 103. Wiegenfest nicht mehr anwesend
sein, doch ein Fähnlein unseres Reyches wird die Glückwünsche überbringen.
Mit der Hilfe des Goethe-Hauses bekamen wir einige neue Prüflinge, von denen drei inzwischen
zum Junkerstand erhoben wurden, und so sehen wir einer besseren Zukunft entgegen.
A.U. 148 wies unsere Stammrolle 20 Sassen auf, darunter 3 Fahrende. Die sesshaften Sassen um-
fassten einen Großursippen mit Lorbeer, einen Großursippen, sieben Ursippen, und zwei Erb-
schlaraffen; an der Junkertafel hatten wir drei wackere Junker und zwei Knappen. Wir sind weiterhin
bestrebt, in unseren Sippungen das uns überlieferte Niveau zu wahren.
A. U. 150 winkt uns Sassen der Milwaukia, dem zweitältesten Reych in Nordamerika, das 125. Stif-
tungsfest!
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