Auf der Mauer

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 296 — Auf der Mauer. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

296 Auf der Mauer
Die Chronik des Reyches berichtet über die Jahre a.U 124-149 von einer schlaraffisch blühenden Zeit
des hohen Reyches Auf der Mauer. Profan blieb das Reych aber von Unbill nicht verschont.
Schon a.U.125 musste die geliebte Engelsburg in Wien-Mauer aus bautechnischen Gründen aufge-
geben werden. Es war eine wahre Burg gewesen - inmitten der weinbergreichen Vorstadt Mauer ge-
legen, mit wunderbaren Fresken von wld Rt Dohle an den Wänden geschmückt, einer prachtvollen
Holzdecke – einfach unvergleichlich.
Zwei Jahre mussten überbrückt werden, bis wir am 6.3. a.U.127 unsere neue Burg in Wien 14, Lin-
zerstraße 34, gar feierlich eröffnen konnten. Der besondere Dank gebührt an dieser Stelle allen
jenen Schlaraffenbrüdern, die sich selbstlos und unermüdlich um die Suche nach einer geeigneten
neuen Engelsburg und auch um deren Ausgestaltung bemüht haben. Insunders sei hier der Einsatz
unseres Ehrenrats des SRA GF Rt Ol Clear hervorgehoben.
Nicht weniger dankbar sind wir unserem Schwesterreych der hohen Vindobona, deren Gastfreund-
schaft wir während der Herbergsuche genießen durften und in deren ehrwürdigem Gemäuer, der
schönen Veste Höllenstein, wir unsere Maurer Sippungen abhalten konnten.
Wenn wir jetzt auch fast inmitten der Großstadt logieren - unser schlaraffisches Leben ist unver-
ändert vom allzeit weinberg-fröhlichen Maurer Geist geprägt. Unsere schlaraffischen Feste wie das
60. und 70. Stiftungsfest mit über 400 Gästen aus nah und fern sprechen für sich und das profan-
schlaraffische 80. Geburtstagsfest unseres GF Ol Clear mit über 1.000 Gästen im Zelt des Österrei-
chischen Nationalcircus Knie in Graz, im Eismond 149, wird wohl nicht mehr zu überbieten sein.
Die schon von Anfang an herausragenden Merkmale des Reyches, die besondere Pflege der Kunst
– insunders deren musischer Seite – und des Humors wurden über die Jahrzehnte stets mit Fein-
sinnigkeit und Freude weitergetragen. Von derzeit 84 Sassen sind allein 18 Freunde vocal oder in-
strumental aktiv und tragen so den Ruf unseres Reyches weit über unsere Grenzen hinaus ins
Uhuversum.
Auch auf diese Weise werden immer wieder viele neue Freunde gewonnen, die unsere Sippungen
und krystallinischen Veranstaltungen besonders schätzen und gerne besuchen. So macht bis heute
der Maurer Geist das hohe Reych Auf der Mauer zu einem leuchtenden Brillanten im Diadem schla-
raffischer Reyche. Dass dies auch in alle Zukunft so bleiben möge – das walte Uhu.
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298 Am Werdenfels
Schon bald nachdem wir uns in unserer neuen Burg heimisch fühlten nahte ein Jubiläum. In der
Winterung 123/124 sollte der 50. Geburtstag unseres Reyches gefeiert werden. Es war die Aufgabe
für unseren Rt Spätzle. Seine Amtsbrüder Machi- a- no und Platonerl waren eher Bremser, so sehr
hatte die Vorbereitung Rt Spätzle mitgerissen. Spätzle fungierte von der ersten bis zur letzten Mi-
nute. Benachbarte Reyche bis hin zur Ingoldia trugen zum Gelingen bei. Es war ein großes Fest im
Lenzmond a.U. 124.
Nicht viel später erzürnte Rt Spätzle das Ziehmutterreych Oenipontana so sehr, dass es zur Reychs-
fehde kam. Diese wurde mit geistreichen Waffen im hohen Reych Castrum Majense ausgetragen.
Wir wurden ehrenvoller zweiter Sieger. Die Versöhnungssippung fand Jahre später im hohen Reych
Wilhaim statt. Seitdem versuchen sich die Werdenfelser in jeder Winterung bei dem von den Oeni-
pontanen veranstalteten Wettkampf „Giganten der Loipe” schadlos zu halten.
Nun kamen ruhige Zeiten für unser Reych. Am Thron folgten dem tachyglotten Rt Machiano die Rtt
Articus, Till Ule, Luja-fex, Autsch und Tertraphil. Spätzle wurde von Kortum und später Grischperl
abgelöst. Dazwischen fungierten Frohmund und Platonerl am Werdenfelser Thron.
Große Ereignisse sind für unser Reych in jeder Jahrung das Uhubaumfest , das wir im zweijährigen
Wechsel mit dem hohen Reych Oenipontana feiern, sowie unsere jährliche Sonnwendsippung.
Durch unsere touristisch günstige Lage reiten Freunde aus dem ganzen Uhuversum bei uns ein und
tragen zum Gelingen unseres Spiels bei. Unser Reych wurde von vielen Ahallaritten betroffen, so
dass wir froh sind, derzeit wieder eine stark besetzte Junkertafel zu haben.
Unter den Werdenfelser Sassen herrscht Harmonie und Freundschaft. Wir blicken froh in die Zu-
kunft.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 385-386