408 Porta Pacifica
Acht Jahre „Schwangerschaft” vergingen zwischen der Gründung eines Stammtisches zu Vancou-
ver und der Erhebung zur Colonie „Porta Pacifica”. Rt Oceanus des h. R. Fort Okanagan war nach
Vancouver gezogen und rief dort zusammen mit den fahrenden Rtt Flurschütz und Massagero
(Prima Canadensis) den Stammtisch im Eismond a.U. 121 ins Leben. Es folgten Rt Cusimus (Prima
Canadensis) sowie zwei Pilger, und zwar die heutigen Rtt Bärenfang und Naviga-Tor.
Die erste Unterstützung erhielten wir von dem „nächstgelegenen” („nur” 400 km entfernt) Reych
Fort Okanagan, und zu unserer 25. Sippung erfolgte dann der erste größere Einritt von 15 Rittern,
zumeist von der Rocky Mountania (975 km entfernt).
Neue Pilger kamen und gingen; es war ein Auf und Ab wie im profanen Leben. In der Winterung a.U.
123/124 waren wir 5 Ritter, 3 Edle und 7 Pilger. Ab Eismond a.U. 124 konnten wir auf wöchentliche
Zusammenkünfte übergehen, und im Ostermond a.U. 124 erfolgte die Erhebung zum Feldlager.
In den folgenden Jahren wurde das Feldlager im Uhuversum bekannter, auch lockte Vancouver als
Reiseziel an der pazifischen Küste, sodass wir jedes Jahr größere Einritte von Reisegruppen aus eu-
ropäischen und amerikanischen Gemarkungen hatten. Unsere 200 Zusammenkünfte als Stamm-
tisch und Feldlager war die Generalprobe für die Colonie-Erhebung. Diese lange „Vorlaufzeit” zeigt
die Schwierigkeiten auf, mit denen wir bis zur Coloniegründung am 27. 2. a.U. 129 zu kämpfen
hatten.
Die feierliche Sanktion im Herbstmond a.U. 130 brachte uns erneut große Einritte sowie eine
schwungvolle Reychsfehde zwischen der Rocky Mountania und dem Reyche Am Silbersee.
Allmählich musste das Reych die ersten Verluste durch Ahallaritte hinnehmen, aber die Lücken
konnten stets mit neuen Sassen geschlossen werden, so dass wir weiterhin um die 25 Sassen sind.
Mit dem AHA-Orden wurden wir großjährig. Im Laufe der Jahre wurden einige Sassen zu Ursippen,
Großursippen und Erbwürdenträgern. Wir freuen uns auch darauf, demnächst das 50. Schlaraffen-
jubiläum unseres Rt Totila zu feiern.
Auch sehen wir Mutterfreuden entgegen, denn auf der Vancouver-Insel haben einige unserer Sas-
sen den Stammtisch zu Victoria gegründet. Dass dieser blühe und gedeihe, das walte Uhu!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
409 Hohenschramberg
Die Entstehung des Reyches Hohenschramberg ist das Verdienst von Rt Cor-eau-col der Comenta-
tore (Paeffgen), damals Sasse der hohen Offenburgia Badensis. Durch seine profane Tätigkeit als
Journalist an die Fünftälerstadt Schramberg gebunden, wurde ihm der Ritt durch das winterliche
Kinzigtal zu den Sippungen zunehmend beschwerlich.
Dieser Umstand weckte den Gedanken, Uhu eine neue Heimstatt im Schwarzwald zu stiften. Mit
der ihm eigenen Beharrlichkeit suchte er Gleichgesinnte und gewann die fahren-den Ritter Chassis-
Bon Conte d’amour, (52, Call) und Enzio mit dem Tiefgang (232, Pfannenschmidt) für seinen Plan.
Ihnen schlossen sich die Rtt Papaquello (271), Rudimann (21), Technofex (355) und Wotan (173)
an. Unermüdlich warb man Interessenten für den Uhubund, und im Windmond a. U. 126 traf sich
erstmals ein schlaraffischer Stammtisch im Parkhotel. Von Anfang an legten die gestandenen Schla-
raffen Wert auf spiegelgerechtes Verhalten, was natürlich nicht immer gelang. Oft ertönte Rt Cor-
eau-cols „Moment mal !“, wenn etwas nicht seinen Vorstellungen entsprach.
Die erfahrenen Schlaraffen mussten manchen Beweis ihrer Geduld erbringen, um die ungestümen
„Kornette“ zu zügeln. Häufige Einritte aus dem Mutter- und Großmutterreych (271 und 21) und
anderen umliegenden Reychen, wo man auf das Uhunest neugierig wurde, sowie mutige Gegenaus-
ritte, brachten allmählich die nötige Selbstsicherheit. A. U. 129 zum Feldlager erhoben, feierte man
eine Jahrung später mit zahlreichen Freunden aus allen Windrichtungen die Coloniegründung im
festlichen Rahmen. Insgesamt 23 stolze, präsumtive Ritter und künftige Erzschlaraffen ließen sich
in ihren schmucken rot-schwarzen Rüstungen bejubeln.
Hinter ihnen prangte das von Rt Scribole geschaffene Wappen des zukünftigen Reyches 409. Im
Ostermond a. U. 132 erfolgte schließlich die langersehnte, feierliche Sanktion. Bei dieser strahlen-
den Festsippung fungierten erstmals als stolze Oberschlaraffen die Ritter Cicero, Gutedel und
Vestito, unterstützt von Rt Dengele (C), Rt Technofex (K) und Rt Sven Hedin (M). Als schlaraffischer
„Urknall“ des Abends darf die Forderung zu einer Reychsfehde gelten, die von rauflustigen Teutsch-
herren (399) zur Sanktion überbracht wurde.
Während man zunächst weiter im Parkhotel sippte, wurde während der Sommerung a. U. 129 in
gemeinsamer Anstrengung der gewölbte Keller des vormaligen Gasthauses „Zum Paradies“ aus-
gebaut. Diese Aufgabe stärkte den Zusammenhalt und das Selbstbewusstsein der Sassenschaft in
besonderer Weise. So entstand im Schatten der drei trutzigen Burgruinen eine weitere ritterliche
Heim-statt im Talkessel, die „Paradiesburg“ der Schlaraffen. Sie hat in der Zwischenzeit viele fröhli-
che und denkwürdige Sippungen mit Freunden aus dem weiten Uhuversum gesehen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s