348 Novum Regnum Granadense
Das Reych Novum Regnum Granadense war stets bestrebt,seine Sippungen im Sinne von Spiegel
und Ceremoniale auf hohem Niveau zu halten und diese Werte seinen Tochterreychen Tenoch-
titlan (358), Perla Andina (396) und Terra Firma (402) weiterzugeben. Die wirtschaftlichen und
politischen Schwierigkeiten hatten negative Auswirkungen, da sie viele von den 35 Sassen, die unser
Reych a.U. 125 zählte, zum Fortziehen und zur Rückkehr gen Germanien veranlassten.
Einige unserer Uhubrüder haben sich in ihren neuen Reychen bewährt. Immerhin hat sich ein
Stamm von Nachfolgern erhalten, dem es gelang, das Reych durch die profanen Klippen zu steuern.
Es ging nicht ohne Unfälle. Man hatte im Komplex „Bella Suiza” die Reychsutensilien in einer Kam-
mer verwahrt, als eines Tages ein Lastwagen mit einem schwer alkoholisierten Fahrer die hintere
Wand durchstieß, in die Burg rollte und ehrerbietig vor dem Thron stehen blieb.
A.U. 128 wurde der Komplex verkauft und die Burg musste zunächst in den Schweizer Klub und
später noch zwei Mal in andere Lokale übersiedeln, bis das Reych im Restaurant „Edelweiß” viele
Einritte und schöne Sippungen erleben durfte.
Bei einer dieser Sippungen entbrannte eine Reychsfehde zwischen unseren Töchtern Terra Firma
und Perla Andina, die den wohlgemeinten Rat des Rt Gucki, den Cotopaxi mit einem Deckel zu ver-
sehen , nicht beherzigten. Diese Fehde wurde in einer Notburg ausgetragen, die Rt Sonnenuhr ein-
gerichtet hatte. Sie gab dem Reyche die Möglichkeit, an Schlaraffia interessierte Pilger einzuladen.
Selbst Sassen aus Nordahamerika regten uns zu neuem Aufbau an. Wertvolle Hilfe erhielten wir
von den Rtt Inkasso, Hajotri, Stets Frech, Quant und Saxulum.a .U. 145 verbesserte sich die Wirt-
schaftslage, es gab aber auch gute Gelegenheiten, die neuen Sassen schlaraffisch heranzubilden.
Junkermeister Viati-Kuss ließ sie Protokolle ausarbeiten, spiegelfest und ceremonialbewusst auftre-
ten. Leider musste er a.U. 146 den Ritt gen Ahalla antreten, zu unserem Bedauern gefolgt von den
Rtt Pillchen und Graphiloux.
A.U. 147 sippten wir fröhlich, mit viel Freude und begeistert vom schlaraffischen Spiel, in unserer
schönen Burg im Hotel „Lancaster”, wo wir sehr gut behandelt werden. Es gab drei Ritterschläge
und eine Festsippung in Verbindung mit der Sitzung der Lateinamerikanischen Schlaraffenräte in
den Gemarkungen unseres Reyches.
Wir zählen zur Zeit 7 Ritter und einen Junker (Peter) und versuchen, die geringe Sassenzahl durch
Qualität unserer Sippungen auszugleichen. Das Jahresende war überschattet von dem Ahallaritt
unseres langjährigen OÄ Rt Regis, eines in allen Reychen beliebten Uhubruders und verdienstvollen
Pioniers der ersten Stunde.
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349 Porta Ontariae
Unser Reych kann sich sehr glücklich schätzen, denn wir haben keinerlei Schwierigkeiten mit Nach-
wuchs und können freudig auf Pilger, Prüflinge und Knappen schauen, so dass wir heute das zah-
lenmäßig stärkste Reych im LVNA sind.
Tatsächlich liegen bereits 45 Jahrungen hinter uns, auf die wir mit Stolz zurückblicken können. Auch
wenn es hie und da stürmische Zeiten gab, wurden diese von einem stets weisen, diplomatischen
und vorausblickenden Oberschlaraffat unseres Reyches bestens bewältigt und überwunden.
Leider verloren wir in den vergangenen 25 Jahrungen 10 unserer verehrten und geschätzten Sassen,
die wir sehr vermissen, und die in unserer Erinnerung immer mit uns sind und mit uns sippen.
Seit vielen Jahren haben wir eine feste Burg, die durch Begeisterung, selbstlosen Einsatz, nimmer-
müden Fleiß und Zusammenarbeit der Sassen entstand. Durch die künstlerische Hand und das
geniale Können unseres wld Rt Amulett wurde sie zu einem wahren Schmuckstück, das von allen so
oft einreitenden Freunden aus allen Richtungen des Uhuversums bewundert wird.
Am 21.4. a.U. 148 feierten wir unser 45. Stiftungsfest, zu dem der gesamte ASR sowie der SRNA
eingeritten waren. Für die Porta Ontariae war es das zweite Mal, gastgebendes Reych für eine
außereuropäische ASR-Sitzung zu sein, denn vor 31 Jahrungen wurde die erste solche in den Ge-
markungen des seinerzeit noch sehr jungen Reyches Porta Ontariae celebriert, was damals ein
außergewöhnliches, großes Ereignis war.
Mit Recht sind wir stolz darauf, dass seit dem Bestehen der Porta Ontariae unser Reych drei unse-
rer Sassen in den Allschlaraffenrat gekürt worden sind.
Möge Uhus Gunst weiter mit uns sein, sodass wir noch viele Jahrungen in alter Tradition, Harmo-
nie, Freundschaft und in steter Fröhlichkeit, sippen können.
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