Hammonia

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 36 — Hammonia. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

36 Hammonia
Zu den Töchtern Marpurgia Chattensis (Marburg) a.U. 92, Ante Portas Mundi (Pinneberg) a.U.
99, Bi de hoge Brüch (Rendsburg) a.U. 99 kam a.U. 127 die Gründung des Reyches Am Elbgestade
(Stade) und a.U. 144 die der Medina Mayurca (Mallorca) hinzu. Mit letzterer zeugte die Mutter
erstmalig eine Tochter in außergermanischen Gauen.
Die Sassenschaft war in den letzten 50 Jahren von 120 auf 75 zusammengeschmolzen. Das setzte
sich leider auch nach a.U. 125 bis auf eine Sassenzahl von etwa 50 fort, die nun seit 10 bis 15 Jahren
mehr oder weniger konstant geblieben ist. Dafür gibt es viele Gründe. Hauptursache ist jedoch,
dass die ringsum entstandenen Reyche ihre Sassenschaft zum Teil auch aus dem Einzugsgebiet der
Hammonia rekrutieren. Dazu hatte die Schlaraffia Hammonia sehr viele, besonders schmerzvolle
Ahalla-Ritte, die das Reych in jeder Hinsicht schwächten, und von denen sie sich bis heute noch
nicht ganz erholt hat.
Die letzten 25 Jahre der Hammonia wurden bis zur Winterung 141/142 durch die Herrlichkeiten
K´ing-Buttje (OI), Rosenrot (OK), Schaljapini (OÄ) und Spirrlifix (OK) geprägt. Besonders ist hier
das glanzvolle 9. Turney um die „Blaue Blume der Romantik” im Atlantik-Hotel a.U. 135 zu erwäh-
nen, ebenso die Töchtersippung a.U. 136 im großen Mozartsaal.
Der Generationswechsel auf dem Thron durch Allotria, Advokator, Pharmakant und Wort-Schatz
änderte das Gesicht der Hammonia und ließ das Sippungsgeschehen etwas lockerer erscheinen.
Mit einer Thronfehde, die neu und bis heute einmalig war und zwischen den Reychen „Auf der
Heide”und „Hammonia”, durch die „Lubeca” ausgerichtet wurde, sorgte der neue Thron gleich zu
Beginn seiner Herrschaft in einer tobenden Schlacht für Aufregung und Beachtung in Schlaraffia.
Eine umfassende Burgrenovierung gab auch rein äußerlich der altehrwürdigen Schlaraffia Hammo-
nia ein neues, jüngeres Aussehen.
Höhepunkt war die 125-Jahr-Feier a.U. 147 im neuen Hotel „Grand Elysée” mit weit über 800 Gäs-
ten, die unter dem besonderen Schutz des Praga-Banners stand. „125 Jahre Hammonia mit einem
Schuss Hamburg – oder auch umgekehrt!” war das erfolgreiche Motto dieser Jubiläumsveranstal-
tung, die weit über Hammonias Gemarkungen hinaus Lob und Anerkennung fand, zumal gleichzei-
tig die Sassen vieler Reyche am 10. Turney um die Blaue Blume der Romantik teilnahmen.
Dieses Turney ist „Markenzeichen” der Hammonia seit a.U. 104 unter den Augen des lebendig
geworden Novalis. Erstmalig bewerteten drei unabhängige Gremien aus drei Reychen neutral und
anonym die Einsendungen, um die fünf besten Wortfechser zu finden, die mit dem Titul „Ritter der
Blauen Blume” ausgezeichnet wurden.
Hammonia hol di stief un Schlaraffia ook!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
39 Wormatia
Im Band III der Chronik Allschlaraffia endet die Reychsgeschichte der Wormatia mit dem Hinweis,
„.... dass sich dem Reych derzeit (a.U. 125) die Frage nach dem Schicksal seiner Burg stellt”. Nur
bis zum Ende der Winterung a.U. 126/127 konnte die Wormatia ihre a.U. 90 (1949) geweihte Burg
nutzen.
Der Neubau einer eigenen Burg im Vorort Worms-Leiselheim war somit auch das bedeutendste
Ereignis seit 1984. Aus dem Leiselheimer Kindergarten entstand der Nibelungenhort. Viele Sassen,
auch Burgfrauen und Freunde aus benachbarten Reychen, haben mit Tatkraft und Spenden den
Umbau in wenigen Monaten besorgt. Stellvertretend sei der weiland Rt. Voll-Ton mit der Spende
der Apsis und der unvergleichlich kunstvollen Ausmalung hervorgehoben. So entstand eine der
beeindruckendsten Burgen des Uhuversums - ein Kommentar, den wir von erstmalig einreitenden
Schlaraffen immer wieder hören.
Junker und Knappen der hohen Tarimundis entführten den holzgeschnitzten Pegasus unserer Jun-
kertafel a.U.124. Dies löste eine blutige Reychsfehde aus: Die Freunde aus der Tarimundis trugen
den Sieg davon, die Wormaten gewannen dafür den Pegasus zurück.
Für eine Junkersippung a.U. 146 inszenierte die Junkertafel die Siegfriedsage neu. Nicht Lindenblatt
und Speer, sondern ein vergiftetes „Lewwerworschtbrot” führte hier zum Tod Siegfrieds.
Seit nunmehr 10 Jahren ist die Burg für „Kultur an Sonntagnachmittagen” offen: So finden an-
spruchsvolle Veranstaltungen für Burgfrauen und Freunde der Wormatia einen würdigen Rahmen:
Literatur, Musik, Schattentheater, „Jugend musiziert”, alles das und noch mehr gab’s in 30 Veran-
staltungen.
Eine großartige Festsippung zur 125-JahrFeier a.U. 147 war ein Höhepunkt der Reychsgeschichte.
270 Recken aus 57 Reychen waren angereist, um im Wormser Festhaus die persiflierende schlaraf-
fische Fassung des „Rosengartenliedes” mitzuerleben. Das mittelalterliche Epos aus Worms wurde
mit schlaraffischen Inhalten unterlegt. Eine Spieltruppe aus der Wormatia und Freunden aus Nach-
barreychen begeisterten die 600 Zuschauer, eine mittelalterliche Musikantenschar sorgte für die
Professionalität. Das Ereignis wurde in den Medien gebührend beachtet, sogar die Probenarbeit
war dem Fernsehteam des SWR3 eine Sendung wert.
In der Festschrift zu diesem Anlass ist eine erweiterte, ausführliche und reich bebilderte Reychs-
chronik unserer Wormatia gedruckt worden. In dieser wurde auch in besonderer Weise 5 jüdischer
Wormaten gedacht.
Die Wormatia zählt heute 56 Sassen mit einem Durchschnittsalter von 66 Jahren. Eine jugendliche
Junkertafel mit derzeit 4 Sassen lässt eine hoffnungsvolle Zukunft erwarten.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Quelle: Chronik Band IV, S. 261-262