Dornbirna

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 168 — Dornbirna. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

168 Dornbirna
Am 5.5. a.U. 125 konnte die Dornbirna das 75. Stiftungsfest in festlichem Rahmen des Kulturhauses
zu Dornbirn feiern. Nebst illustren Gästen wie dem ASR-Vorsitzenden Rt Florett (11), dem späteren
Vorsitzenden Rt Raetus (153) und ASR Rt Amourl (207) konnte das Reych mit vielen Freunden ein
familiäres Fest feiern. In den folgenden Jahren wurde der Ruf eines gastfreundlichen, herzlichen und
unkomplizierten Reyches weiter verfestigt. Freundschaftliche Beziehungen zu verschiedenen Rey-
chen, besonders rund um den Bodensee, wurden über Jahre gepflegt. Die Schulden des Gleisburg-
Baues konnten getilgt werden. Eine Auflage, für die kostenlos von Rt Holzfex (114) zur Verfügung
gestellte Garderobe in der neuen Gleisburg, wurde nicht eingehalten. Für eine Winterung sollte zu
jedem Sippungsabend der Veltcuria zumindest ein Dornbirna-Sasse einreiten und eine Fechsung
halten. Als Pfand wurden die „Cazzesen” (Dornbirna-Sassen mit Wohnsitz im profanen Götzis –
ad cazzeses) als Leibeigene der Veltcuria rekrutiert. Ein Lehensherr aus der Gallia Helvetica sollte
diese vor Übergriffen bewahren (Rt Tempa, nun ER Raetus). Es ergab sich ein konfliktfreies und
beflügelndes Spiel zwischen in Dornbirn wohnhaften Sassen und eben diesen „Cazzesen”. Legen-
däre Cazzesenfeste auf der Neuburg bei Koblach und unzählige Krystallinen führten im Reych zu
einer seltenen Einmütigkeit und Vertrautheit. Es gelang immer wieder, Nachwuchs zu finden und
das Reych konnte stets eine stolze Anzahl an Einritten verzeichnen. Ein Sippungsabend in der Win-
terung 140/141 gab dann dem Reychsgeschehen eine gewaltige Wende. Der LV Austria war auf der
Suche nach dem Concilsort a.U. 150. Der Thron trug dies vor, worauf sich das damalige Gewissen
des Reyches, Rt Columbus, zu Wort meldete: „Auch wenn es ein Traum bleibt, man sollte es versu-
chen”. Darauf wurden mit der Tante „Veltcuria” und der Tochter „Castrum Brigantium” Verbündete
gesucht und gefunden! Beim Schlaraffentag in Klagenfurt (12.5. a.U. 142) konnte mit der Vorstellung
des Konzeptes eine überwältigende Mehrheit erzielt werden. Eine zweite Bewerbung aus Südafrika
machte die Sache spannend, doch beim XXIII. Concil zu Lulucerna a.U. 145 entschieden die Legaten
endgültig für Vorarlberg. Das Reych Dornbirna, das beim XXI. Concil zu Vindobona unentschuldigt
fehlte, sollte nun zu den Organisatoren zählen, welch Aufstieg! Zu den rührigen CazzesenKrystal-
linen wurde ein Stammtisch im Kreuz in Dornbirn installiert, der sich toll entwickelte. Mit dem
„Samstagscafé” in einer alten Malerwerkstätte in Götzis (eigentlich der Geburtsort des Concilsge-
dankens) ist ein dreifaches Treffen der Freunde wöchentlich möglich. Die Kantzlertagung des LVA
in der Winterung 147/148 wurde mit großer Begeisterung durchgeführt. Im Eismond 149 stand die
2.500 Sippung des Reyches mit dem Thema „Was schätze ich an der Dornbirna” an. Dann galt es
das 100. Stiftungsfest vorzubereiten, das zwei Tage vor Redaktionsschluss dieser Chronik stattfand
(29.3. a.U. 149). Mit Burgfrauen, Gästen und 220 Sassen aus 44 Reychen konnten wir eine viel
gelobte Festsippung celebrieren, an die sich mancher gerne erinnern wird. Sicher eine Sternstunde
unseres Reyches. So durften wir die ehemaligen Vorsitzenden des ASR Rt Humanist (122) und Rt
Schilf (153), wie auch den amtierenden Rt Ton DIN (126) nebst zahlreichen Räten des ASR und der
Landesverbände LVA, LVD und LVH begrüßen. Mit vielen Ideen und unbändigem Einsatz durften
wir die strahlenden Augen fast aller Besucher als Dank entgegen nehmen. Ein unbändiger Wille
der Sassenschaft, viele Ehrenritter und Freunde waren uns behilflich. Unser Reych mit aktuellen
43 Sassen, davon 12 an der Junkertafel, dazu 20 Ehrenritter, wollte und konnte beweisen, dass
das Motto „Concil mit Herz” keine leere Versprechung ist. Dieses große Vorhaben soll der Verein
„Schlaraffisches Concil in Vorarlberg” mit den Mitgliedern Veltcuria (114), Dornbirna (168) und
Castrum Brigantium (207) verwirklichen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
172 Castrum Plaviense
Das erste Zeichen der beginnenden Wiederbelebung des Reyches nach dem 2. Weltkrieg ist ein
Eintrag im großen Schmierbuch, dass am 30.10. a.U. 98 die 634. Sippung in der Heimburg des Rt
Sp`Literat stattfand. Die drei OS Rtt Sp`Literat, Tantalus und Höhenrauch hauchten dem Reych
nach 20 Jahren Uhufinsternis wieder Leben ein, wenn auch nur im Verborgenen – in Heimburgen. 5
weitere Ritter und ein Junker wagten den Neubeginn in Plauen im Vogtland (DDR), wenn auch bis
zur nächsten Sippung eine Jahrung vergehen sollte.
Ab a.U. 99 wird monatlich einmal gesippt. Uhu fügte es, dass ab dem 22.11. a.U. 99 der Pilger
Schönfeld, der spätere Rt Confectio, gewonnen werden konnte. Ab dem 21.4. a.U. 103 stellte dieser
seine große Wohnung als feste Burg dem Reych zu Verfügung. Dem Rt Confectio ist es zu ver-
danken, dass unser Reych überleben konnte. Ihm zur Seite stand der unvergessene Rt Hedebo,
der dänischer Staatsbürger war und seine Fronburg einmal jährlich für Freundschaftssippungen
zur Verfügung stellte, wobei nur Sassen der Ostreyche einritten, da Westkontakte ausgeschlossen
waren. Es sollten noch weitere 5 Jahrungen vergehen, bis a.U. 113 erstmals, durch die vereinbar-
ten Reiseerleichterungen, die Rt Bonjour (2)und Jur Ass(17)einreiten konnten. Ab diesem Zeitraum
bildeten die Rt Jur Ass(17), Bonjour(2), Flock(316) und Ben Confectio(11) die Kontaktpersonen für
alle Schlaraffen, die dieses im verborgenen blühende Reych besuchen wollten. Ab a.U. 118 war ein
Umzug des Rt Confectio in die Str.d.DSF (Deutsch-Sowjetische-Freundschaft) in die „Elsterburg”
erforderlich. Hier wurde bis a.U. 125 gesippt,bis der Rt Lotricht der Nestbauer den Keller seiner
Heimburg zur „Rolandsburg” ausbaute. In die Ära der Elsterburg fallen der Beginn der Vogtlandsip-
pungen. Ihnen lag der Gedanke zu Grunde, die Freunde unseres Schwesterreyches d.h. Geraha mit
unseren Freunden aus dem oberfränkischem Reych Curia Salensis zusammenzuführen. Die feierli-
che Wiederaufnahme in Allschlaraffia erfolgte a.U. 133 in der Festburg in Jößnitz. In der Rolandsburg
fand auch die 75. Sitzung des ASR am 16.10. a.U. 133 statt. In den 100 Jahren des Bestehens des
Castrum Plaviense wurde 52 Jahre lang verdeckt, getarnt mit einem reychseigenem Sicherungssys-
tem, aber immer nach Spiegel und Ceremoniale, gesippt. 10 Jahre vor der politischen Wende hatte
das Reych 15 Sassen. Im profanem Jahr 1989 war dann endlich die Mauer weg. Die Sassen unseres
Reyches besuchten spontan die Sippung am 1. Dienstag nach Grenzöffnung der Curia Salensis.
Eine Sippung, wo man sich der dort geflossenen Tränen nicht schämen musste. Seither finden auf
Vorschlag Rt Confectio jährlich im Windmond, anlässlich der Maueröffnung, Freundschaftssippun-
gen der beiden Reyche statt. Die Rolandsburg musste aufgegeben werden und man zog in das Haus
der IHK an der Friedensbrücke in Plauen. Die Brückenburg war das Domizil bis zum Beginn der
Winterung a.U. 138. Ohne Ankündigung wurde das Reych aus der Burg geworfen. Spontan stellten
uns die Freunde der Curia Salensis ihre Clausenburgk zur Verfügung und so ritten sie bei Sippungen
unseres Reyches als Gäste in ihrer eigenen Burg ein. Unser Kn 136, heute M Rt De-De-Ron, stellte
dem Reych uneigennützig Räumlichkeiten seines Hauses als Burg zur Verfügung und so sippte das
Castrum Plaviense bis zum Ende der Winterung a.U. 142/143 in Treuen i. Vogtl. in der Treuenburg.
Glückliche Umstände unter den Schwingen des Uhu ermöglichten es, das dass Reych ab Winte-
rungsbeginn a.U. 143/144 eine eigene Burg, die Spitzenburg, erbaut und finanziert in Eigenleistun-
gen, besitzt. Das Reych Castrum Plaviense hat gegenwärtig, a.U. 149, einen Sassenstand von 28
Schlaraffen mit einem Durchschnittsalter von 55,4 Jahren. Gemessen am Durchschnitt

[… Fortsetzung im Originalband]
Quelle: Chronik Band IV, S. 318-319