Ob der Isar

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 384 — Ob der Isar. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

384 Ob der Isar
Nachdem das Reych a.U. 125 sein 10. Stiftungsfest gefeiert hatte, wurden in den folgenden Jahrun-
gen viele Sassen mit dem Ursippen- und GU-Orden ausgezeichnet, wobei wir die Verleihung des
Großkristalls zum GU-Orden mit Brillanten an Rt Chordial der gregorianische Tastenquetscher in
der Jahrung a. U. 141 als herausragendes Ereignis feiern durften.
Es verging die Zeit mit schönen Sippungen, aber auch manchen schweren Stunden, wo wir um
Freunde trauern mussten wie z.B unser Ez und ErbO Rt Arlecchino bel quanto; der singende
Ceremonienmeister Rt Frey-sing von See-weg und Rt Narr-ratio de Navratil der Verserker unser
Reychsbarde.
So kam die Jahrung a.U. 139 profan 1998 mit einem besonderen Ereignis. Wir konnten unser 25.
Stiftungsfest feiern. Es ritten über 500 Sassen mit Burgfrauen und Tross aus ca. 60 Reychen ein. Es
war ein fröhliches Fest, was allen Freunden noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Am Thron fungierten abwechselnd die Rt Chordial, Balachso-laut und anstelle des schwer erkrank-
ten Rt Ferenz, der Rt Levadus. In seiner Funktion als ASR sprach Rt Inkasso die Glückwünsche
aus. Großfürst wld Rt Chordial schrieb als Epilog u. a. in die Festschrift hinein: „Verrauscht ist
das Fest! Dank Dir, großer Uhu für Dein Geleit! Du hast uns, die wir doch nur das Schönste und
Beste wollten, in Deiner großmütigen Art durch das Fest, ja durch 25 Jahrungen geführt”.Eine neue
Ära - aber wohl doch nur äußerlich - begann, als das Reych a.U. 141, profan im Jahre 2000, aus der
heimeligen, jedoch viel zu klein gewordenen Liebfrauenburg am Prinzregentenplatz, wo wir so viele
schöne Sippungen erleben durften, in die neue Burg „Am Nockherberg”, die sich eigentlich aber im
Nockherberg befindet, einziehen konnte.
Das war aber nur möglich, weil viele Sassen des Reyches - auch gegen manche baulichen Wider-
stände - aus den ehemaligen Klosterkatakomben, die im 2. Weltkrieg als Bunker genutzt wurden,
unter der tatkräftigen Leitung des Ritters Balachso-laut monatelang tonnenweise altes Baumaterial
geschlagen, geschaufelt und heraus gefahren hatten. Es ist eine prächtige Burg geworden, in der
das Reych am 10.1. a.U. 147, profan das Jahr 2006, die 1.000 Sippung celebrieren konnte. Wir alle
waren bis Ende a.U. 148 stolz auf unsere Liebfrauen-Burg im Nockherberg, Oho hat jedoch gefügt,
dass wir unser geliebtes Uhunest verlassen mussten. Die Winterung a.U. 149/150 war geprägt von
der Suche nach einer neuen Burg. Unsere Sippungen dürfen wir in der Zwischenzeit auf Burg Mont-
salvatsch abhalten, wofür wir dem h.R. Monachia unendlich dankbar sind. Auch wenn die Suche
nach einer neuen Burg unser Denken und Tun beherrscht, schauen wir hoffnungsvoll und mit gro-
ßer Zuversicht in die Zukunft.
Das Reych Ob der Isar hat die hohe Ehre und die große Freude, am 17.4. a.U. 151, profan 2010, den
21. deutschen Schlaraffentag in München auszurichten. Möge diesem Schlaraffentag, im Geiste
schlaraffischer Freundschaft und beschirmt vom weisen Uhu, viel Erfolg beschieden sein.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
385 Lulutetia Parisiorum
Nichts seit a. U. 125 traf die Lulutetia Parisiorum so wie der Ahallaritt des Rt Marco Polo am 27.5.
a.U. 134. Ihm verdankt sie ihre Entstehung, sein markantes Wesen hatte sie geprägt; noch a.U. 130
hatte seine Großursippenfeier gut 300 Einreiter aus dem weiten Uhuversum angezogen.
So kam bei manchem zur Trauer noch Besorgnis, das Reych selbst werde ihn verwaist kaum lange
überleben. Das Reych jedoch blieb dem Motto der Stadt Paris treu: „Fluctuat nec mergitur”
Aber auch ihm blieb leider das seit Verlust der herrlichen Seineburg II a.U. 122 ungelöste Burgpro-
blem treu. Die seither 12. „ständige” Burg verlor es a.U. 149 auch wieder. Nur a. U. 137-140 hatte es
dank Rt Josthenner II wieder eine Burg wirklich für sich, ein denkmalgeschütztes Ex-Künstleratelier
in sanftem blau und rot.
Alle anderen Burgen, in Pfarrgemeindesälen oder Gaststätten, waren für jede Sippung auf- und ab-
zurüsten. Ein a.U. 142 sehr kontrovers gefasster Plan der Errichtung einer Containerburg hinterließ
nur bedauerliche Erinnerungen.
Die nach a.U. 125 zunächst bei ca. 40 stabile Sassenzahl sank nach und nach auf 20 (bei stets viel
kleinerem vor Ort aktivem Kern), trotz 5-fachem Ritterschlag a.U. 126 und trotz bis a.U .137 20
neuen Knappen beim damaligen ErbJ Rt Asterix – dann freilich nur noch 8.
Die profan begründet in der Lulutetia Parisiorum seit jeher starke Fluktuation ergab allzu viel Ader-
lass. So sippen längst anderswo mehr Schlaraffen aus dem „Brutkasten der Lulutetia” als bei uns
selbst. Da auch manch junger „Hoffnungsträger” nicht blieb und selbst hochverdienteste Recken
wie Rt Hierunda und Rt Sosatius gegen das Alter nicht gefeit waren, war kaum noch verkraftbar der
Wegzug von Stützen wie dem Rt Knispel, später Mitgründer und OS der Brucsella, dem vorherigen
OS Rt Ben Genussi a.U. 130, a.U. 136 gar zugleich von Rt Mach zwo und OS Rt Assimil, beide bald
anderwärts in Thronwürden. Rt Ben Genussi jedoch kehrte a.U. 141 zur Lulutetia. zurück, um, ob-
schon profan weiter in Deutschland wohnhaft, wieder alle Kraft ihrem Wohl zu widmen.
Trotz Sorge um Enttäuschung mancher Freunde wie im Reych Castrum Brigantium, die ihr vor und
nach der Gründung so viel geholfen hatten, wechselte die Lulutetia Parisiorum a.U. 143 zum LV
Deutschland. Die Kontakte zum dort nächsten Sprengel 8 hatten sich auf vielen Ebenen ständig
intensiviert, was zum LV Austria hin so, wie es unser Reych mit seinen Problemen benötigte, einfach
nicht möglich war.
Undenkbar war und ist das schlaraffische Spiel gerade in Paris ohne die vielen Einritte der Freunde
aus so vielen Reychen, zu häufig kleinen aber, auch durch sie, oft feinen Sippungen genau wie zu
großen Festen, z.B. der Pariser Ringsippung der blau-roten Reyche am 12.4. a.U. 127; der Dreibur-
gensippung der Reyche Basilea, Sacrodunum und Lulutetia in Basel am 5.10. a.U. 130 (Concils-
vorabend); der gemeinsamen Sippung mit dem Reyche Barcinonensia am 22.5. a.U. 134 in der
Provence; dem 25-jährigen Stiftungsfest am 07.11. a.U. 139; zu den seit a.U. 140 von Rt Austernfix
initiierten AHAtlantischen Freundschaftssippungen, jährlich bisher auf der Insel Oléron: Also, ob
Seine oder Atlantik, immer gilt : „Fluctuat nec mergitur!”
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Quelle: Chronik Band IV, S. 469-470