Costa Aurea

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 388 — Costa Aurea. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

388 Costa Aurea
Das junge Reych Costa Aurea wuchs zu einem soliden Kreis munterer Recken, in der Winterung
126/127 sippten schon 26 Sassen in der Columbusburg, meist mit vielen Einritten sogenannter
Schneevögel, die im Winter dem rauhen Wetter des Nordens Ahamerikas und Europas entflohen,
und von denen mancher auch sesshaft wurde. Als a.U. 127 das 10. Stiftungsfest gefeiert wurde,
hatte das Reych seinen Höhepunkt, denn kurz darauf wurde das Columbus Hotel im Miami ab-
gerissen, a.U. 128 mussten wir die Burg räumen und in ein neues, etwas unbehagliches Quar-
tier im Howard Johnson Hotel in Miami Beach ziehen. Trotz des einnehmenden Wesens unseres
langjährigen Sch Rt Philomed, großzügiger Spenden und einer Erbschaft von Rt Arco Iris hatte
es nie zu einer eigenen Burg gereicht. Von nun an sank die Zahl der Sassen stetig, sei es durch
Ahalla-Ritte, Fahrendmeldungen oder Austritte. Nur wenige Ritter anderer Reyche siedelten sich
in unseren Gemarkungen an, lediglich 4 im Reyche aufgezogene Junker wurden zwischen 128 und
141 zu Rittern geschlagen. Obwohl das Reych schmerzhafte Verluste erlitt, durfte es doch einige
Höhepunkte erleben. Im Eismond a.U. 128 feierte unser Großfürst Astral, ein Gründungsritter, sein
95. Wiegenfest im Kreise seiner jubelnden Schlaraffenbrüder. Anlässlich der XIII. Reychstagung des
LVNA a.U. 129 entbrannte mit der h. Floridana eine Reychsfehde, die a.U. 130 in den Gemarkun-
gen der h. Tenochtitlan in Mexiko im Rahmen einer Fiesta-Sippung ausgefochten wurde. Natürlich
errangen wir, obwohl nur vier Kämpen, eindeutig den Sieg. Großfürst Tollerasmus, ErbK Rt Haase
und Rt Maximillion, assistiert von Rt Energus standen furchtlos einer Floridanatruppe von mehr
als 20 Recken gegenüber. Die Versöhnung mit unserer Ziehmutter war herzlich und dauerhaft, so-
dass auf Vorschlag unseres Rt Tollerasmus zusammen mit ihr und der hohen Porta Pasconia a.U.
133 der gemeinsame Maskoki-Orden gestiftet werden konnte. Dieser bescherte den drei Reychen
wegen seiner grossen Begehrtheit bald viele zusätzliche Einritte. Im Windmond a.U. 133 meldete
sich unser Gründungsritter Rt Fanfarlon fahrend; ein gewaltiger Verlust für die sesshaften Ritter. Am
2.2.145 konnten wir mit ihm anlässlich des traditionellen Großeinritts des h.R. Nova Orleana und
der Florida-Nachbarreyche seine GU-Feier celebrieren. In rascher Folge erlitt das Reych a.U. 135-142
15 Ahallaritte seiner Sassen. Einen letzten Aufwind erlebten wir, als Rt Degenfest zu uns stieß und
bald den Thron eroberte, aber a.U. 144 schon wieder fahrend wurde. In diese Zeit fällt das große 25.
Stiftungsfest am 29.1.143 unter dem Motto „25 Jahre Schlaraffenspiel, Costa Aureas Zukunft unser
Ziel”. Prächtig ausgestattet und von Rt Degenfest und ER Ge-h-heim routiniert vorbereitet, war es
ein fulminantes Fest mit Einritten aus dem gesamten Uhuversum. Rt Tollerasmus verfasste ein gan-
zes Schauspiel zur Erhebung des spanischen Conquistadors Ponce de Leon zum ES Jungbrunnen.
Im Eismond a.U. 144 musste die Burg wieder verlegt werden, diesmal in das gemütliche Hinterzim-
mer des Restaurants Old Heidelberg in Ft. Lauderdale. In der Sommerung 145 feierten wir in der
Burg das 96. Wiegenfest unseres verehrten Rt Tollerasmus. Die Zukunft der Costa Aurea aber wurde
trotz der Freude über die neue Burg und des Enthusiasmus vom Stiftungsfest immer düsterer, denn
es kamen nun nur noch drei sesshafte Ritter regelmäßig zur Sippung. So oft es ging, kamen zwei
weitere Ritter noch trotz der jetzt für sie riesigen Entfernung zur neuen Burg, und die Einritte des
ER Kiel-O-Soff, der meist ein stattliches Fähnlein zur langen Rundreise bewegen konnte, erhielten
das Reych zwar am Leben, aber eine Zukunft schien nun aussichtslos. Zu Beginn der Winterung
a.U. 145 beschlossen die sesshaften Ritter die Auflösung des Reyches und am 14.12.145 celebrierten
drei Getreue eine letzte Sippung. Großfürst Fanfarlon fand im Mutterreych Nova Orleana Aufnahme
und die übrigen Sassen wurden großzügig vom h.R. Floridana zum Beitritt eingeladen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
389 Im Sachsenwald
Das junge Reych hatte sich a.U. 123 in seiner „Notburg”, dem Karolinenhof, eingerichtet in der
festen Hoffnung, dass die geliebte „Hubertusburg” bald wieder im neuen, alten Glanz erstrahlen
möge.
Aber viele Monde gingen ins Land, und unsere Burg verfiel zur Ruine. Erst Ende a.U. 126 konnte un-
ser Burgbaumeister, Rt Astronaut, seine Mannen um sich scharen, um mit ihnen den Wiederaufbau
der Burg zu beschließen. Mit frischem Mut ging man an die Arbeit. Jedoch erst nach umfangreichen
Trocknungsarbeiten war im Wonnemond a.U. 127 an Ausbauarbeiten zu denken.
Die Burgweihe wurde voll Optimismus auf den Beginn der Winterung 127/28 festgelegt. Doch die
Realität holte uns bald auf den Boden der Tatsachen zurück: Erst im Ostermond a.U. 128 konnten
wir unsere Burg weihen. Über ein Jahr hatten die Getreuen des Burgbaumeisters gewerkelt! War
auch der Schwung des Anfangs bald dahin, so hielten sie wacker durch. Das Ergebnis der Arbeit
- oder sollen wir sagen: der Fron - hatte aber alle Mühe gelohnt. Es entstand eine Burg, um die wir
– auch heute noch – von vielen beneidet werden.
Als der J Rt Balladir in der Winterung a.U. 131/32 zehn junge Sassen um sich scharen konnte, wurde
diese quicklebendige Junkertafel gleich übermütig und griff nach den Sternen: dem „Firlefanz-Hum-
pen”! A.U. 136 war es so weit: Unsere Knappen und Junker forderten die Junkertafel des h. Reyches
Scardinga und besiegten diese im Reyche Gamundia.
Zwei Jahrungen konnten sich die Sieger im Glanze ihres Erfolges als beste Junkertafel des Uhuver-
sums sonnen bis sie den Pokal nach ehrenvollem Kampfe unter dem J Dichtator in den Gemarkun-
gen der hohen Ravensbergia an die Junkertafel der Berolina wieder abtreten mussten. Aus beiden
Turneys entstanden gar herzliche Verbindungen zu diesen Reychen, die bis heute geblieben sind.
Von den ursprünglich vier Turneys, die im Sachsenwald anfangs regelmäßig ausgetragen wurden,
haben die Turneys um den „Goldenen Keiler”, die „Goldene Bootsmannspfeife” und das Minnetur-
ney vor der kritischen Auslese der Zeit standgehalten.
Unsere Reychsbläser hatten ihren ersten Ansatz schon a.U. 127 unter der Leitung von Rt Assmus.
Beim zweiten Anlauf unter Jk Bernd (jetzt Rt BelArte) erweiterte sich die Gruppe auf fünf Bläser.
Heute hat diese Gruppe im nordischen Sprengel Klang und Namen.
Die Sassen unseres Reyches waren und sind noch immer sehr ausrittfreudig und tragen unsere
grünen Farben ins ganze Uhuversum. So liegt es nahe, dass auch viele Freunde den Weg zu uns
finden und das Spiel beleben. Der gewaltige Einritt zu unserem 25. Stiftungsfest a.U. 142 im Umfang
von mehr als dem zehnfachen der eigenen Sassenschaft hat dieses eindrucksvoll unterstrichen.
Besonders groß war bei diesem Fest die Freude darüber, dass alle drei Gründungsritter und noch
neun Erzschlaraffen an diesem Fest teilnehmen konnten.
Ein weiterer Höhepunkt war das Konzert des ASO a.U. 146 in unseren Gemarkungen. Rt Schlabba-
dabbadu war es gelungen dieses Orchester in den nordischen Sprengel zu locken.
Bei allem Wechsel in der Sassenschaft und bei allen Veränderungen, die auf ein Reych von außen
einwirken, hat sich der Sachsenwald seine Spielfreude und seine Herzlichkeit, die ihm von Anbe-
ginn zu Eigen waren, bewahrt.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Quelle: Chronik Band IV, S. 473-474