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Unsere Edelweißburg war 58 Jahrungen im Hotel „Schwarzer Adler” in Bruck/Mur untergebracht,
bis durch einen Umbau der Auszug notwendig wurde. Für eine Jahrung wurde im „Bahnhofshotel”
eine Notburg eingerichtet, bis unser Burgfinder Rt Wickler im Gasthof „Zur Post” fündig wurde.
Unter Mithilfe zahlreicher Helfer erfolgte der Umzug, die Burgvögte reparierten das Inventar und
brachten es auf Hochglanz. Am 9.11. a.U. 129 erfolgte die Burgweihe. Das 72. Stiftungsfest war
Anlass, unserem Reych ein lückenloses Reychsmatrikel, beginnend mit Coloniegründung bis zum
heutigen Tage zu überreichen, gefechst von Unser Rt Perron. Eine schlaraffische Tat, die neben viel
Zeit, Arbeit auch Mammon gekostet und sich als unerlässlich für unser Reych erwiesen hat! Ein
würdiger Meilenstein unserer Reychsgeschichte wurde mit dem 75. Stiftungsfest am 2.3. a.U. 137
gesetzt. Der Ladung folgten 109 Recken befreundeter Reyche, ihr Kommen wurde mit der Überrei-
chung einer Reychschronik, gefechst von Rt Kornmess und einer fulminanten Festsippung bedankt.
Das Sippungsgeschehen unseres Reyches wurde durch das Turney „Der Weisheit letzter Zahn”
bereichert. Anlässlich der Verleihung der Brillanten zum GU-Orden am 28.10. a.U. 139 überreichte
Unser Rt Architest dem Reych den Stiftungsbrief mit der Bestimmung, dem Turneysieger den Titul
„Her´ zog das letzte Weisheitszahn´derl” zu verleihen.
Freundschaften werden nicht nur in unserer Edelweißburg gepflegt, Kontakte zu befreundeten Rey-
chen werden durch die große Ausrittfreudigkeit der Pruggen Sassen gelebt. Dies spiegelt sich auch
in den von wld Unser Rt Schultheiß seit a.U. 106 durchgeführten Herbstritten wider. Im Berichts-
zeitraum erfolgten Großritte in 74 germanische und helvetische Reyche, für die teilnehmenden
Sassen fechste a.U. 130 der damalige Kantzler unserer Tochter Castellum Cellense, ER Rauch, den
Herbst-Reiter-Orden. Seit a.U. 143/144 befindet sich die Durchführung der Herbstritte in jüngeren
Händen, Rt Kornmess hat in dankenswerter Weise und Gedenken an seinen Paten Rt Schultheiß die
Weiterführung übernommen und in der Winterung a.U. 149/150 zum 32. Herbstritt geladen! Diese
Ausrittfreudigkeit war im weiten Uhuversum auch von unserem wld Seine Exzellenz Unser Herzbua
Rt Architest von der Hochstilblüte bekannt. Mit Hilfe seiner „Pruggen”-Kutscher und „Gardisten
konnte” unser schlaraffisches Urgestein 199 Ausritte mit dem „Großkristall zum GU-Orden mit
Brillanten” durchführen. Oho lenkte jedoch seinen geplanten 200. Ausritt am 9.3. a.U. 149, in der
99. Lebensjahrung stehend, an die große Rittertafel und verwehrte die geplante Überreichung der
Lorbeeren zum GU-Orden. Diese hohe Auszeichnung konnte bereits a.U. 138 an wld Unser Rt
Aquaticus der Hochwässerige verliehen werden, er war bis zu seinem 102. Lebensjahr unser treuer
und ältester Sasse des Reyches! In dieser Berichtsperiode mussten wir noch den Verlust vieler lie-
ber Freunde beklagen. Wir gedenken ihrer bei unserer jährlichen Ahallafeier, insbesonders an wld
Seine Exz. Unser Großfürst Rt Meridian die Schurlblüte, ein leuchtendes Beispiel für 66 Jahrungen
schlaraffischer Treue und geistiger Vater zahlreicher „Sprüche um Die Blaue Kerze”. Am 13.2. a.U.
146 betrauerten wir den Ahallaritt unseres lieben Freundes, wld Großfürst Unser Rt Schultheiß der
Fisküsler von der Räuberburg. In den 45 Jahrungen war es sein Verdienst, Ruf und Ruhm unseres
Reyches in unvergleichlicher Weise in das weite Uhuversum hinaus zu tragen. Zu Winterungsbe-
ginn a.U. 148 präsentiert sich unser Reych unter „www.pruggen.at” auch im weiten Uhunetz, für
deren Präsentation sich Rt Waldsepp und Rt Kornmess sehr bemühen.
Voll Zuversicht und mit Hilfe des weisen Uhu wird unser Reych in rund 10 Jahrungen sein 100.
Stiftungsfest feiern. Unser Bestreben wird sein, Freunde für unser Spiel zu gewinnen, um auch wei-
terhin unser fröhliches Sippen in der profanen Stadt Bruck/Mur zu ermöglichen. Dies walte Uhu!
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Im Auf und Ab jeden Reyches, endet oder beginnt manches, gibt es Glanz- und Lichtpunkte im
schlaraffischen Geschehen. So endete a.U. 129 die Reihe der Banditen-Sippungen (nach ER Rt Ban-
dit-nie-Ruh, Brunsviga), die mit dem gemeinsamen Storchenritt begonnen hatten.
A.U. 133 waren es die berühmten Eisenwurzensippungen, die zur Belebung der Einritte in die Nach-
barreyche im Wechsel ausgerichtet wurden; der Orden „Ritter von der Eisenwurzen” war und ist
die Belohnung. Die Anregung zu diesem Orden kam u.a. von Rt Bohriton, dessen Vorfahren aus
dem Sensen-Schmiede-Gewerbe kamen, die faktisch die ersten „Fließband-Erzeuger” waren; diese
geschichtliche Erinnerung lag ihm sehr am Herzen.
Vielleicht ist es auch ein besonderes Zeichen der Kontinuität eines abseits liegendes Reyches, wenn
es a.U. 135 elf Sassen beherbergte, die unserem Bund 40 Jahrungen und a.U. 143 drei Sassen (Rt
Flötele, Rt Baut´s und Rt Schau-Schau) 50 Jahrungen die Treue hielten.
Ein fulminantes Fest war a.U. 137 das 75. Stiftungsfest als Freundschaftssippung mit über 200 Ein-
ritten.
Und was wäre eine Chronik, wenn nicht auf Sassen hingewiesen würde, die im laufenden Gesche-
hen unseres Reyches formgebend, betonend, inspirierend wirken oder gewirkt haben: z.B. Rt Bully,
der „Ausgleich des Reyches”, war 33 Jahrungen am Thron; oder Rt Arrigo, 24 Jahrungen Oberschla-
raffe und zuvor 8 Jahrungen Junkermeister, der als Fungierender stets freisprechend den güldenen
Ball zu werfen verstand; oder Rt Baut´s als Künstler, Karrikateur und Titelfinder; oder Rt Du-red
als begnadeter Maler und Wirt in der „Oismühle”, wo über 25 Jahrungen lang die berüchtigten
Blunzensippungen celebriert wurde; oder Rt Schau-Schau, der 38 Jahrungen als Kantzler und Cere-
monienmeister für das Reych tätig war und unter anderem den Titul „G´wissenswurm” erhielt; oder
Rt Flötele, zur Zeit mit 55 Schlaraffenjahren unser Ältester (sicherlich ein Unikum, der mit über 50
Jahrungen den Dienst als Herold versah).
Die Beziehungen zu den Nachbarreychen, Styria, Linzia, Gamundia, Medelike, Castra Montana,
Castellum Erolatium, Hippolytana und Castellum Cellense sind nach wie vor sehr herzlich. Die Frei-
singerburg wurde durch die Hilfe zahlreicher Hände (Burgbaumeister Rt Arrigo) erweitert, sodass
für alle mehr Platz geschaffen wurde.
Ein großer Sprung über den Teich wurde zum 50. Stiftungsfest des HR Rio Carioca gemacht; ein
ehemaliger Sasse unseres Reyches, Rt Facado de Corcovado war Gründungsritter, und unser Reych
war „Ziehmutter”. Um diese alten Bande wieder aufzufrischen, ritten OÄ Rt Bastl und K Rt Rigl zu
diesem gewaltigen Fest!
Schlussendlich hat unser kleines – abseits der „Heerstraße” liegendes – „Kleinstadt-Reych” seine
Sassenzahl um die fünfzig gehalten, ein hoffnungsvoller Ausblick in die Zukunft!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s