Terra Firma

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 402 — Terra Firma. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

402 Terra Firma
Ansätze zum Bau eines Uhunestes in Caracas gab es mehrere Male. Um a.U. 100 kam es zu einem
Stammtisch, der die dritte Jahrung nicht überlebte. Ende a.U. 123 inspirierte Rt Exo(329) ein Treffen
des späteren Rt Gordofix mit Rt Gucki(348), woraus ein Stammtisch im Restaurant „Tarzilandia”
entstand, in dem später auch die Avilaburg errichtet wurde,die bis heute besteht.
Mitte a.U. 125 wurde das Feldlager „Tierra Firme” gebildet, so genannt nach dem Ruf des ausgu-
ckenden Matrosen auf dem Mast des Kolumbus-Schiffes „Santa Maria”, als er nach langer Fahrt
Festland erblickte.
Die Coloniegründung erfolgte am 21.6. a.U. 126 durch Rt Aesculupulus unseres Mutterreyches No-
vum Regnum Granadense (348). Am 8.11. a.U. 127 wurde die Colonie als (latinisiert) „Terra Firma
- 402” mit 22 Sassen durch Rt Knurrhahn(275) sanktioniert.
Beide Ereignisse fanden in würdiger Festlichkeit statt, so dass alle Herzen höher schlugen und
die Grünschnäbel bleibend beeindruckt wurden. Terra Firma ist weitgehend auf sich allein gestellt,
denn das nächste Reych, unsere Mutter, ist 1.024 km Luftlinie entfernt. So freuen wir uns ganz
besonders über die Einritte einzelner Ritter oder ganzer Fähnlein. Man berichtete über uns: „Ein
lustig Völkchen, diese Terra Firma Sassen, Gästen freundlich zugetan, immer guter und bisweilen
abenteuerlicher Einfälle, um den Gästen den Aufenthalt so interessant wie möglich zu machen. Und
gute Freunde allerwegen.”
Wirtschaftliche und politische Umstände veranlassten viele , Venezuela zu verlassen, andererseits
kommen nur wenige Deutschsprechende neu ins Land, so dass unser Wachstum in den ersten 22
Jahrungen trotz des grossen werbenden Einsatzes unserer Sassen leider nur verhalten war. Vor
diesem Hintergrund schufen wir zusammen mit der Newarka(105) die „Brückensippungen der
nord- und südamerikanischen Reyche”, die zu einer Institution geworden sind und a.U. 148 zum
12. Male stattfanden.
Um mit unseren zahlreichen Fahrenden immer wieder zu sippen, fanden jährlich „Freudentränen-
sippungen” in jeweils einem anderen europäischen Gastreych statt, wodurch sich die Zahl der en-
geren Freunde trotz der Entfernungen ständig mehrt. Unsere Beschränkungen haben uns zu hohen
Leistungen angespornt. Wir trugen eine Reychsfehde gegen die Perla Andina (396) bei der Novum
Regnum Granadense aus, eine weitere gewannen wir gegen die Moguntia (45) bei der Haidelberga
(53).
Jährlich halten wir das identitätsstiftende Turney um die Humboldtkette zu Ehren unseres ES Cos-
mos unter reger Beteiligung leider nur der heimischen Sassen ab. Nach 22 Jahrungen fröhlichen
Sippens während derer die Anzahl unserer Erzschlaraffen naturgemäß immer geringer wurde, hat
nun auch unser hochverdienter Pionier und unermüdlicher Impulsgeber die Gemarkungen der Ter-
ra Firma verlassen. Rt Gucki der Uhu-ni-Vers-ale ist gen Carolsuhu gefahren, aber wir sind sicher,
er wird uns weiterhin in unserem schlaraffischen Dasein fürsorgend mit Witz und Geist begleiten,
ganz im Sinne von „In vita schlaraffiae voluptas!”
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
403 Am Stillen Meer
Als Rt Hoff‘mas (349) seinen Wohnsitz nach Del Mar in Kalifornien verlegte, trug er sich von Anfang
an mit dem Gedanken, ein Schlaraffenreych in San Diego zu gründen. Er nahm mit der h. Losan-
gela California Kontakt auf und erfuhr, dass der dort sesshafte Rt Witzstift in Fallbrook wohnte, das
wesentlich näher an San Diego liegt als an Los Angeles. Der Bruder von Rt Witzstift, Rt Don Paolo,
hatte sich in der h. Confluentia fahrend gemeldet und hatte mehrere Wohnsitze: er lebte mal in
Mexico City, mal in Koblenz und auch in San Diego, wo sein Sohn wohnte.
Rt Hoff‘mas wurde in der h. Losangela sesshaft und diskutierte seine Idee mit den Sassen der
Losangela. Diese erklärten sich bereit, die Betreuung zu übernehmen, und so machten sich die
drei Gründungsritter auf, weitere interessierte Mitglieder im Deutschen Klub in El Cajon und im
Deutschen Haus in Balboa Park zu finden. Mit Unterstützung der zukünftigen Mutter traf man sich
oft in verschiedenen Heimburgen der profanen Mitgründer zum Stammtisch. Es gelang bald, ein
Feldlager mit 20 begeisterten Mitgliedern anzumelden.
Schließlich wurde dieses Feldlager am 17.5. a.U. 127 zur Colonie erhoben, und das h. Reych Losan-
gela California wurde zum Mutterreych der neuen Colonie. Am 21.11. a.U. 128 wurde die Colonie mit
24 Gründungsmitgliedern sanktioniert und wurde zum Reych Nr. 403, „Am Stillen Meer”.
Die Reychsfarben dieses neuen Reyches wurden Silber und Grün. Inzwischen hat sich an der Mit-
gliedszahl des Reyches nur wenig geändert, denn der langsame Zuwachs von neuen Schlaraffen
wird durch Wegzug oder Ahallaritt des einen oder anderen Sassen ausgeglichen. Ein besonderes
Problem ist es, jüngere Pilger zu finden, denn die Hälfte der Sassenschaft ist über 80 Jahre alt. Das
wirft natürlich einen düsteren Schatten über das Weiterbestehen unseres allzeit fröhlichen Reyches.
Aber wir sippen regelmäßig in der Winterung mit einer Kerngruppe von etwa 14 Sassen und freuen
uns über die vielen Einritte!
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Quelle: Chronik Band IV, S. 487-488