403 Am Stillen Meer
Als Rt Hoff‘mas (349) seinen Wohnsitz nach Del Mar in Kalifornien verlegte, trug er sich von Anfang
an mit dem Gedanken, ein Schlaraffenreych in San Diego zu gründen. Er nahm mit der h. Losan-
gela California Kontakt auf und erfuhr, dass der dort sesshafte Rt Witzstift in Fallbrook wohnte, das
wesentlich näher an San Diego liegt als an Los Angeles. Der Bruder von Rt Witzstift, Rt Don Paolo,
hatte sich in der h. Confluentia fahrend gemeldet und hatte mehrere Wohnsitze: er lebte mal in
Mexico City, mal in Koblenz und auch in San Diego, wo sein Sohn wohnte.
Rt Hoff‘mas wurde in der h. Losangela sesshaft und diskutierte seine Idee mit den Sassen der
Losangela. Diese erklärten sich bereit, die Betreuung zu übernehmen, und so machten sich die
drei Gründungsritter auf, weitere interessierte Mitglieder im Deutschen Klub in El Cajon und im
Deutschen Haus in Balboa Park zu finden. Mit Unterstützung der zukünftigen Mutter traf man sich
oft in verschiedenen Heimburgen der profanen Mitgründer zum Stammtisch. Es gelang bald, ein
Feldlager mit 20 begeisterten Mitgliedern anzumelden.
Schließlich wurde dieses Feldlager am 17.5. a.U. 127 zur Colonie erhoben, und das h. Reych Losan-
gela California wurde zum Mutterreych der neuen Colonie. Am 21.11. a.U. 128 wurde die Colonie mit
24 Gründungsmitgliedern sanktioniert und wurde zum Reych Nr. 403, „Am Stillen Meer”.
Die Reychsfarben dieses neuen Reyches wurden Silber und Grün. Inzwischen hat sich an der Mit-
gliedszahl des Reyches nur wenig geändert, denn der langsame Zuwachs von neuen Schlaraffen
wird durch Wegzug oder Ahallaritt des einen oder anderen Sassen ausgeglichen. Ein besonderes
Problem ist es, jüngere Pilger zu finden, denn die Hälfte der Sassenschaft ist über 80 Jahre alt. Das
wirft natürlich einen düsteren Schatten über das Weiterbestehen unseres allzeit fröhlichen Reyches.
Aber wir sippen regelmäßig in der Winterung mit einer Kerngruppe von etwa 14 Sassen und freuen
uns über die vielen Einritte!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
404 Am Elbgestade
Es war a.U. 122, als sich in Stade, der über tausendjährigen ehemaligen Hansestadt und Schweden-
Veste am Westufer der Niederelbe, ein neues Uhunest regte. Initiatoren waren der fahrende Rt
Lulu-Lauterich (45) sowie der Hammonia-Sasse Rt Ohne mich (undenkbar). Sie und die fahrenden
Rtt Carramore (309) und Riese (57) wurden die Gründungsritter, zu denen in der Folge die späteren
Erzschlaraffen Rtt Korsar (275), King-Lütt (36), Mädi-Ami-Kuß (209) sowie 15 weitere profane Her-
ren stießen; kurz nach Coloniegründung auch Rt Hannes im Uhuglück (25).
Die erste Burg des Uhustammtisches „Terra antiqua” hatte Rt Lulu-Lauterich in seiner Grünendei-
cher Heimburg im Alten Land errichtet. Dort sippte man eine Winterung, zog dann platzbedingt in
ein Gasthaus nach Stade-Bützfleth um. Die Ernennung zum Feldlager „Am Elbgestade” erfolgte am
12.4. a.U.125. Sie durfte Rt Ohne-mich (undenkbar) noch erleben, ehe er Wochen später, 73-jährig,
unerwartet den Ritt gen Ahalla antreten musste.
A.U. 125 wurde in Stades Altstadt die heutige Schwinge-Burg gefunden: ein Kreuzgewölbe-Keller aus
dem 14. Jahrhundert, der sich nach zweijähriger Eigenarbeit, unter Leitung des ErbB Rt Strichelan-
gelo, als zauberhaftes Kleinod zeigt. Pünktlich zur Colonie-Gründung, am 25.10. a.U. 127, konnte
die Burg eingeweiht werden. Reychsfarben, Rüstung, Wappen und visuelles Erscheinungsbild des
neuen Uhunestes waren schon zur Feldlagerzeit festgelegt und von wld Rt Illu-Fex (418), einem
profanen Bruder Rt Lulu-Lauterich’s, wunderbar umgesetzt worden.
Die Reychserhebung folgte am 27.11. a.U. 129, in Anwesenheit von Gästen aus 42 Reychen/Colo-
nien. Den ersten Thron bildeten (seit Coloniegründung) die Rtt Lulu-Lauterich (OÄ), Karutje (OI)
und Carminus (OK). Später waren es u. a. die Rtt ErbW Ro-lex, Mari(n)-tim (nun 419), Felsenfest,
Kehr-wieder und vor allen ErbO Rt Likedeeler, die Spiel und Reych prägten; nicht zu vergessen die
Rtt Spürsinn (heute 389) und ErbK Rt Karutje als K, die Rtt ErbW King-Lütt und ErbJ Carminus als
J, die Rtt ErbA/ErbM Wagen-(F)ix bzw. Phoebus als M, sowie ErbSch Rt Wirbelwind und ErbMd/
ErbRkll Rt Bohr-Duhn.
Prägend für das Reych „Am Elbgestade” sind
a)
die besonderen Bande zur Holmia, symbolisierend die 70jährige schwedische Geschichte
von Stadt und Landkreis,
b)
das alle drei Jahre zur Kirsch- und Apfelblüte im Alten Land stattfindende „Baumblütenfest
mit Minneturney”,
c)
engste freundschaftliche Kontakte zu den Nachbarreychen Ante Portas Mundi, Auf der
Heide, Im Sachsenwald und Mutter Hammonia, sowie
d)
unsere Schwinge-Burg.
Sie ist klein, aber von unnachahmlichem Zauber, der jeden Profanen und Gastrecken sofort in Bann
schlägt; ein „Pfund”, mit dem wir wuchern. In Erinnerung bleibt die a.U.137 erfolgreich ausgefoch-
tene Reychsfehde gegen Schwester Ante Portas Mundi zu Brema.
Heute, a.U. 148/149, verzeichnet die Reychsmatrikel 37 Sassen, sind es die Rtt Phoebus (OÄ), ErbW
Plateau (OI), Macht-Wort (OK), ErbW Mosjöh (K), die Rtt Limes(M), Knallfrosch (J), Quelltön(n)
chen (C) sowie Nordwind (Sch), die des Reyches Geschicke lenken; in eine hoffentlich weiterhin
beglückende, erfolgreiche Schlaraffenzeit.
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