Castra Victoria

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 376 — Castra Victoria. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

376 Castra Victoria
Die Castra Victoria als ehemaliges Urschlaraffenreych hat sich seit der Eingliederung in den allschla-
raffischen Verband a.U. 113 prächtig weiter entwickelt. Im Berichtzeitraum ist der Sassenstand von
56 auf 62 Mitglieder gestiegen.
Unsere Aufnahmepolitik möglichst junge Aspiranten aufzunehmen hat sich in den vergangenen 15
Jahrungen bewährt. Damit ist auch das Durchschnittsalter gesunken, was wiederum eine weitere
positive schlaraffische Entwicklung garantiert. Seit dem Beitritt des Reyches zu Allschlaraffia war die
Castra Victoria im neuen Umfeld immer eine Art „enfant terrible”, ein Reych, das einige Eigenheiten
aufwies, die wohl noch aus der Zeit seines Urschlaraffentums herrühren dürften.
Speziell zu besonderen Sippungen erfreut sich unser Reych regen Besuches vieler Sassen aus be-
freundeten Reychen. Zu erwähnen wären hier die Junkertafelsippungen und die jedes 2. Jahr dar-
gebrachten traditionellen Ritterspiele, die schon Tradition haben und die Sassen immer wieder mit
Ihren köstlichen Aufführungen zu Themen aus der griechischen Mythologie oder aus dem Mittel-
alter begeistern.
Von den rund 700 Sippungen der vergangenen 25 Jahrungen gab es viele Höhepunkte. Im Lethe-
mond a.U. 139 begingen wir im festlichen Rahmen das Jubiläum „75 Jahre Castra Victoria”. Hiezu
wurde von namhaften Sassen unseres Reyches eine beachtenswerte Festschrift verfasst, die u.a.
einen historisch beachtlichen Rückblick verschafft und woraus spürbar wird, dass Werte wie Kunst,
Freundschaft und Humor nicht nur beschworen sondern auch gelebt wurden. Am 18.2. a.U. 149
celebrierten wir die 1.000 Sippung seit der Eingliederung in Allschlaraffia. Nach alter Zeitrechnung
aufgemerkt seit der Gründung unseres Reyches a.U. 64, war im Windmond a.U 144 der 2.000 Sip-
pung ein besonderes Fest gewidmet.
Unser Reych ist frohen Gemütes, dass mit Freude und Elan auch in den kommenden Jahrzehnten
das schlaraffische Spiel blühen und gedeihen wird.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
377 Castellum Cellense
In der Chronik des Verbandes Allschlaraffia III. Band war in den letzten Sätzen, unser Reych betref-
fend, davon die Rede, dass unser Reych klein sei. Dem ist nichts hinzuzufügen, da ja, allein schon
von den örtlichen Gegebenheiten und der Einwohnerzahl her, kaum mehr erwartet werden kann.
Trotz alledem fühlen wir uns in unserem Kreis äußerst wohl und streben nicht danach, Klasse
durch Masse zu ersetzen.
Wie es scheint, befinden wir uns damit auf einem goldenen Mittelweg, denn, was die Einritte in un-
ser Reych anlangt, können wir davon ausgehen, dass man uns nicht nur in unserer näheren Umge-
bung, was die große, immer noch steigende Anzahl der Einritte aus unserem Mutterreych beweist,
sondern auch im weiten Uhuversum zu schätzen weiß und daher auch gerne einreitet.
Auch wir selber sind keine Stubenhocker, was durch viele Ausritte, nicht nur die der Rtt Rauch und
„i”, bewiesen wird.
Bezüglich der Einritte wäre festzuhalten, dass in den vergangenen 25 Jahrungen 4000 !!! stattge-
funden haben. Auf Grund dieser vielen Einritte, die sich natürlich besonders bei Feierlichkeiten
ergaben, war es oft notwendig, in Festburgen auszuweichen, da die Burg Hohlensteyn, in der wir
seit 1.10. a.U. 104 sippen, bestenfalls 45 Sassen fasst.
So z.B. die 22. Steirisch-Kärntnerische Freundschaftssippung (130 Einritte und 80 Burgfrauen),
dreimal die Eisenwurzensippung, siebenmal die Dreiländersippung, neunmal die Storchenreiter-
sippung sowie mehrere Festsippungen, wie beispielsweise die Festsippung am 9.3. a.U. 145 anläss-
lich „50 Jahre Wiedererweckung Castellum Cellenses” und die Festsippung am 25.1. a.U. 146 „75
Jahre Castellum Cellense”.
Unser diplomatisches Corps besteht derzeit aus 11 Ehrenrittern, 6 Botschaftern, jeweils 5 davon
aus unserem Mutterreych und 6 Konsuln. Ehrenritter aus unserer Sassenschaft wurden wld Rtt Ips
und Imho-Depp sowie die Rtt Au und Rauch, Botschafter wurden wld Rt Imho-Depp sowie die Rtt
Rauch und „i”, (2 x). Den Basta-Willkomm-Orden dritter Klasse errangen die Ritter Rauch und „i”,
den Austria-Freundschaftsorden Ritter „i”,. Mit dem Komtur zum Austria-Verdienstorden wurden
wld Rtt Ips, Ox und Imho-Depp und die Rtt Prothesius, Rauch, Au, Dietrich, „i”, Spiralikus und
Granit ausgezeichnet.
Zu guter Letzt sei noch eine kleine Episode am Rande vermerkt: Als Folge eines spontanen, zuvor
nicht abgesprochenen Reychsausrittes in das h.R. 124 Hippolytana, das just am selben Tag in das
h.R. 13 Linzia ausgeritten war, sodass elf unserer Sassen vor der verschlossenen Burgpforte stan-
den, wurde ab a.U. 129 vereinbart, jeweils abwechselnd in einem der drei Reyche die sogenannten
Dreiländersippungen abzuhalten. Diese Sippungen sind immer wieder überaus freudige Ereignisse,
auf die wir nicht mehr verzichten wollen.
Wir haben sehr viele heitere, viele denkwürdige und leider auch manch traurige Sippungen erlebt,
es gab viele Höhepunkte aber Uhu sei es geklagt, leider auch einige Tiefen.
Das Zusammengehörigkeitsgefühl hat uns diese aber meist schon nach kurzer Zeit überwinden
lassen. Darauf wollen wir auch in Zukunft bauen und sehen daher den kommenden Zeiten mit
großer Zuversicht entgegen.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 461-462