Under Teck

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 333 — Under Teck. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

333 Under Teck
Als sich nach vielen Jahrungen im Park-Hotel Henzler a.U. 123/124 die Notwendigkeit ergab, Uhu
einen neuen Hort zu schaffen, sippte das Reych vier Jahrungen in Notburgen in der Gaststätte
Waldheim in Kirchheim und im Bürgerkeller in Owen. Diese Ausweichquartiere bestärkten die Sas-
senschaft in ihrem Bestreben, Uhu wieder einen dauerhaften Hort zu schaffen.
Nach langem, oft ergebnislosem Suchen fanden Sassen zwei geeignete, aber grundverschiedene
Objekte. Harte, aber faire Dispute zwischen den Befürwortern der jeweiligen Objekte führten dann
in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zu einer Abstimmung der Sassen, bei der sich
eine Mehrheit für den Gewölbekeller unterhalb der Adler­apotheke in Kirchheim entschied.
Der nun folgende Ausbau des stark vernachlässigten Kellergewölbes zu einer schmucken Burg mit
den erforderlichen Nebenräumen forderte die Sassenschaft sehr, sowohl in finanzieller Sicht als
auch in körperlichem Arbeitseinsatz. Unter der gestalterischen und organisatorischen Leitung von
Rt Wai-quiki gelang es, in einer Sommerung den Burgausbau so voran zu treiben, dass zu Beginn
der Winterung 127/128 in der neuen Sibyllenburg gesippt werden konnte.
Das gemeinsame Streben, Uhu einen schönen Hort und uns eine heimelige und stolze Burg zu
schaffen, schloss die bei der Findung einer Burg entstandenen Gräben. Die feierliche Burgweihe
fand am 26.1. a.U. 128 in Anwesenheit einer großen Anzahl eingerittener Freunde aus vielen Rey-
chen statt.
In manchen Reychsausritten in Austrias Gemarkungen und in die neuen Bundesländer lernten wir
neue Freunde kennen, auch sonst reiten unsere Sassen freudig in die umliegenden Reyche aus.
Unsere Sibyllenburg ist mittlerweile in vielen Reychen bekannt und wir können in jeder Sippung
Freunde aus Nah und Fern begrüßen.
Anlässlich eines unserer jährlich zum Ende der Sommerung stattfindenden, im weiten Uhuversum
bekannten Teck­feste fanden sich vor Jahrungen eine Anzahl unserer Sassen zu einer Theatergruppe
zusammen, die uns immer wieder mit den Aufführungen selbst verfasster Stücke erfreute. In der
Winterung 142/143 ritt diese Theatergruppe auch in den befreundeten Reychen Basilea, Turicensis
und Stutgardia ein.
In den vergangenen Jahrungen konnte das Reych die Zahl seiner Sassen halten. In den Winterungen
145/146 und 146/147 ist es der Sassenschaft in gemeinsamer Anstrengung gelungen, durch die
Aufnahme eines großen Fähnleins junger und viel versprechender Sassen die Junkertafel mit regem
Treiben zu beleben und dem Reych die Basis zu schaffen, auch in Zukunft frohmütig sippen zu
können. Zur Zeit sitzen 9 Junker und 3 Knappen an der Junkertafel.
So gestärkt konnte das Reych mit 50 Sassen wohlgemut mit den Vorbereitungen zu dem 50. Stif-
tungsfest beginnen, das am 12.5. a.U. 148 gar feierlich begangen wurde. An der Festsippung nah-
men neben 44 Sassen des eigenen Reyches 86 Sassen aus 31 Reychen teil.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
334 Castrum Solodurum
Vor über 40 Jahrungen wurde erstmals am Ende der Winterung eine gemeinsame Sippung mit dem
hohen Reych Offenburgia Badensis organisiert. Seither trafen sich die beiden befreundeten Reyche
abwechselnd jedes Jahr mit einem speziellen Rahmenprogramm. Diese Sippungen haben sich von
Anbeginn größter Beliebtheit bei den Sassen, Lilien- und Ehrenrittern erfreut. Auch Sassen unserer
Mutter, der Berna, nahmen gerne Anteil an diesen Anlässen.
Seit etlichen Jahrungen wurde auch der zweitägige Gründonnerstag-Ausritt von Solodurum-Sassen
an die Ostereiersippung des hohen Reiches Haidelberga oder an die Gründonnerstag-Sippung der
hohen Sacrodunum zur lieb gewordenen Tradition.
Es ist eine Eigenheit des stets lachenden Reyches, dass auch die Zahl 11, berühmte „heilige Zahl”
unserer profanen Stadt Solothurn, Eingang fand in die Schlaraffia. So würdigte das Reych die 1.111
Sippung in großem Rahmen in der Säulenhalle des Landhauses zu Solothurn.
Unvergessen bleiben die Stiftungsfeste anlässlich der 25. und 40. Wiegenfeste unseres Reyches in
den Jahrungen a.U. 124 und 139 im Festsaal des Landhauses. Auch für die Feier zum 50. Stiftungs-
fest des Castrum Solodurum wurde a.U. 149 in die ehrwürdigen Gemäuer des Landhauses zur
glanzvollen Festsippung geladen.
Welch tüchtige Schlaraffen dem stets lachenden Reych entsprossen sind, zeigt auch die Tatsache,
dass in der Zeit von a.U. 136 bis 139 das Castrum Solodurum unter dem damaligen Landesvater Rt
Bodoni, den Vorort des Helvetischen Landesverbandes stellte. Erwähnenswert ist ebenfalls, dass
a.U. 136 der Allschlaraffenrat in der Solodurum tagte und sippte und mit seiner Präsenz Reich und
Wengi-Burg ehrte. Ebenso zeugen in den Rtt Bodoni und O’Bolus zwei Allschlaraffenräte von der
hervorragenden Qualität der Solodurum-Sassen.
Ehrenvoll war auch der Beitrag des Castrum Solodurum zum Concil a.U. 146 in Luzern, arbeiteten
doch einzelne Sassen maßgeblich im Fähnlein der Organisatoren mit.
Nachdem das Castrum Solodurum schon in den Jahrungen 126, 132 und 137 die Ehre hatte, erhielt
das Reich auch a.U. 148 die Aufgabe, im Auftrag des helvetischen Landesverbandes die Tagsatzung
und die helvetische Freundschaftssippung auszurichten.
Die Zahl der Sassen hat sich im letzten Vierteljahrhundert auf rund 50 stabilisiert. Die Sippungen
werden durchschnittlich von 25 Sassen belebt. In Anbetracht der vielen Absenzen infolge beruflicher
Unabkömmlichkeit oder Bresthaftigkeit ist diese Anzahl erfreulich hoch. Wir können uns stets an
zahlreichen Einritten erfreuen, was nicht zuletzt auf unsere, in der Regel auf zwei Stunden begrenz-
ten, humorvollen Sippungen zurückzuführen ist. Dem güldenen Ball wird dabei eine dominierende
Rolle beigemessen. Hoffen wir, dass dies auch in den kommenden Jahrungen seine Fortsetzung
finden wird.
Eine Herausforderung für unser Reich am Ende dieses halben Jahrhunderts ist die Aufgabe, dem in
der Profanei grassierenden Vereinsüberdruss im Schlaraffenland des Geistes entgegen zu wirken.
Wir müssen uns vermehrt um guten Nachwuchs kümmern, ohne dabei die schlaraffischen Quali-
tätsansprüche an den Nachwuchs zu verwässern.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Quelle: Chronik Band IV, S. 418-419