418 Brucsella
Um 580 wird im Flüsschen SENNE eine Kapelle errichtet, um die sich eine „Siedlung im Bruch”,
Brucsella, entwickelt, die bereits im 15. und 16. Jahrhundert eine hervorragende Rolle spielt. Dort,
wo heute die Zinnen der Senneburg zu erkennen sind und das grün-rote Banner stolz in der Luft
knattert, herrschte allerdings tiefe Uhufinsternis als Rt Knispel der Tüvtler aus dem h.R. Lulutetia
Parisiorum (385) seine Schritte in diese liebliche Gemarkung setzte.
Bald vermisst er jedoch das frohe schlaraffische Treiben, hält Umschau und findet schließlich ande-
re Fahrende, welche gleich ihm das Verlangen spüren, dem Uhu hier ein beständiges Nest zu bauen
In der Nähe befand sich das Reych Antwerpia, welches von 1892 bis 1924 bestand.
Zu einem ersten Treffen des schlaraffischen Stammtisches lädt Rt Knispel in seine Heimburg am
24.2. a.U. 129 den Rt Malta-sius der plata-onische Barba-rosa (nun 366), Rt Bur(r)o-Kratex der amt-
liche Streuner (275) sowie einen weiteren Sassen (Rt Protonikuss (385), der bald von der schlaraffi-
schen Bildfläche verschwindet).
Vereinbart werden regelmäßige Treffen an jedem 1. Mittwoch im Monat zunächst in den Heimbur-
gen der Ritter, später im Restaurant des 1. Schildknappen. Hier gesellt sich Rt Obotrit der Piepen-
schmöker (370) hinzu. Bald schon haben wir gar eine kleine Burg für uns. Das erste Vademecum
wird für die Winterung 129/130 erstellt, denn das schlaraffische Spiel findet nun in kleiner Beset-
zung statt.
Das h. R. Dusseldorpia (54) übernimmt die Mutterschaft. Einige ihrer Sassen unterstützen uns
sehr: Rt Fluor der Edle (+), Rt Vite Vite mit seinen Freunden. Die Bande stiller Zuneigung führen zur
Ziehmutterschaft der Aquisgranum (94). Der Stammtisch wächst auf stattliche Größe, doch Oho
schlägt fürchterlich zu: innerhalb kürzester Zeit ziehen mehrere Sassen in ferne Gefilde, und sichere
Kantonisten bleiben weg.
Zur Festigung des verbleibenden Kreises finden die Sippungen nur noch einmal monatlich statt.
Zu Beginn der Jahrung 131 werden zwei Schildknappen von der Dusseldorpia, ein Jahr später ein
weiterer Schildknappe von den Aquisgranen weiß gekugelt. Wir erfahren Verstärkung durch den
Zuzug zweier Sassen, Rt Ekmar-Son (398) und Rt Goldköpfchen (193). Die Winterungsabschluss-
sippungen sind im Uhuversum schnell bekannt. Ab a.U. 133 schließt sich der spätere Rt Lingual der
Brüsseler Zitherwolf (†) als wesentliche Stütze an.
Wir ziehen um in eine neue Notburg, es geht bergauf. Die entscheidende Wende wird a.U. 137-
138 erzielt, als unser Nachwuchs bei den Aquisgranen zum Ritter geschlagen wird (Rt Logiche, Rt
Klaus-ehé-witz, Rt O‘Wey, Rt Temerär). Die Rtt Or-Fevre (237), wld Rt Illu-Fex und Rt Bo-t‘Amicus
(77) schließen sich uns an. Im Windmond a.U. 138 findet die erste Feldlagerzusammenkunft statt,
am 27.3. a.U. 140 erfolgt die Colonieerhebung, und am 27.4. a.U. 142 die Sanktionsfeier, beide feier-
lichen Akte in den festlichen Räumen eines Historischen Theaters (im Hotel Plaza).
Doch wieder hat Oho die Brucsella in den letzten Jahrungen mit Ahallaritten und Wegzug von
Sassen heimgesucht. Die Fluktuation im profanen Brüssel ist hoch, Nachwuchs zu finden schwie-
rig, denn unser Augenmerk wird weiterhin auf Qualität des Nachwuchses gerichtet sein, auf dass
Brucsella wachse und gedeihe!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
419 Medina Mayurca
In nur sechs Jahrungen vom Stammtisch zum Reych – eine Chronologie der schlaraffischen Grün-
dung des allzeit fröhlichen Reyches „Medina Mayurca”:
Zwischen Lethe- und Windmond a.U. 139 gründen vier Schlaraffen auf der bis dahin uhufinsteren
Mittelmeerinsel Mallorca einen Stammtisch, es sind dies die Rtt Mari(n)tim (404), Optilux (45) und
Perplex (17) sowie der Jk Volker (54). Ihre Gruppe nennen sie, in Anspielung auf den mittelalterli-
chen Namen der Insel, „Medina Mayurca”.
Am Ende der ersten Winterung zählen vier Ritter, zwei Schildknappen, zwei Prüflinge und zwei
Pilger zu den ständigen Besuchern des Stammtisches. Die „Sippungsabende” finden oft in den
Heimburgen der Schlaraffen statt, verlaufen jedoch immer nach Spiegel und Ceremoniale. In dieser
Winterung kann der Stammtisch 28 Einritte aus 14 Reychen verzeichnen.
Im Hornung a.U. 141 übernimmt das h.R. Hammonia die Mutterschaft für die schlaraffische Neu-
gründung. Bereits im Lenzmond a.U. 142 findet die feierliche Erhebung zum Feldlager statt. Im
Wonnemond a.U. 144 wird die Colonie „Medina Mayurca” mit 18 Sassen (neun Ritter und neun
Profane) gegründet.
Schon im Lethemond a.U. 144 begeht die Colonie das Fest der Burgweihe und der ersten Sippung
in ihrer neuen „Alcoraia-Burg”. In nur zwei Jahrungen und mit mehr als 5.000 Stunden Muskelhy-
pothek hatten die Sassen der Colonie aus einem alten Kuhstall eine stilvolle und allen Ansprüchen
gerecht werdende Schlaraffenburg gemacht. Freunde in aller Welt hatten das Vorhaben großzügig
unterstützt.
Illustre Gäste aus dem Uhuversum geben der Burgweihe und ersten Sippung in der Alcoraia Burg
ein festliches Gepräge; viele von ihnen sind eigens zu diesem Ereignis auf die Sonneninsel gereist.
Mit besonderem Jubel werden die Würdenträger des Mutterreyches Hammonia empfangen, die an
diesem Uhutag zum ersten Male das vollendete Werk der Tochter in Augenschein nehmen und mit
Lob und Anerkennung nicht sparen. Der OI der Hammonia lässt es sich nicht nehmen, in die Funk-
tion einzutreten und die vom Ordenskapitel seines Reyches verliehenen Tituln für hervorragende
schlaraffische Verdienste an Sassen der Medina Mayurca zu verleihen. Schließlich und endlich gibt
es auch in der Schmuspause eine gelungene Premiere zu vermelden: Atzung und Labung durch
eine eigene Styxin.
Nur drei Winterungen sind ins Land gezogen, da kann, am 7.5. a.U. 146, der ASR-Vorsitzende Rt
Ton DIN, in Anwesenheit der Schlaraffenräte Rtt Bon Charmin (SRA), Van der Goschen (ASR), Don
Miguel (ASR), Salomon (ASR) sowie weiterer 350 Gäste aus insgesamt 80 Reychen die feierliche
Sanktion des Reyches Schlaraffia Medina Mayurca celebrieren. Als Präsent übergibt SRA Ton DIN
dem jungen Reych die prächtige, auf echtem Kalbfell handgefechste Gründungsbulle. Ihm gehören
an diesem Tage 23 Sassen – neun Gründungsritter, elf Profane und drei Knappen - an.
Die weitere Entwicklung des Reyches Medina Mayurca verläuft in ruhigen Bahnen. A.U. 146 wird ein
eigenes Hausgesetz verabschiedet. Es schreibt u.a. die Neuwahl des Thrones alle drei Jahrungen
vor.
Als Oberschlaraffen der Medina Mayurca fungierten ab Gründung der Colonie die Rtt Spottbrett,
Peer-Cassy und Campesino (a.U. 144/145), die Rtt Heidiwitzka und Peer-Cassy (a.U. 145/146), die
Rtt Heidiwitzka und Renn-Gold (a.U. 146/147/148) sowie die Rtt Renn-Gold und Pasanada (a.U.
148/149).
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