Reych Nr. 181

Resl, Franz

Unbekannt ·P-R

Beschreibung

Resl, Franz (auch Kritiken wie der „General-Anzeiger" in Würzburg oder aus Ludwigshafen, oder die „Tagespost" in)
Titel: Mei Liaba
Reych: Nr. 181 Castellum Cornoviae (Korneuburg)
Geb.: 03.05.1883 in Linz
Gest.: 06.01.1954 ebenda

Volltext

österreichischer Heimatdichter Weiland Sasse des H.R. Linzia Als in Österreich ein umfassender Beamtenabbau vorgenommen wurde, verließ auch der Bahnbeamte Franz Resl seinen Posten. Er, der im Privatleben und im Dienst schon immer durch seinen urwüchsigen Humor aufgefallen war, verlor auch jetzt nicht den Mut und erklärte plötzlich, dass er als ein Humorist auftreten werde. Diesen Plan führte er alsbald durch und gehörte in kürzester Zeit zu den beliebtesten Humoristen Österreichs. Eine stattliche Reihe der ulkigen Geschichten, die er zu erzählen wusste, hat er unter dem Titel „Da is amal . . ." niedergeschrieben. Davon eine Kostprobe: „Da is amal da Kondukteur die Waggon durchgangen und hat g'ruaf'n: „Bitte, hat sich da ein Herr eine Kart'n nach Innsbruck g'löst bis Schwarzach-St. Veit Schnellzug?" Erst im fünften Wag'n meld't sich ei Herr. „Gehn's“, sagt der Kondukteur, „Sie soll'n nochamal aussteigen und zur Kassa kumma, bei Ihrer Kart'n is a Irrtum g'west." Der Reisende steigt aus und wurzelt sich durch das Gedränge zur Kassa hin. Sagt der Kassier: „Sind Sie der Herr, der sich a Kart'n nach Innsbruck g'löst hat, bis Schwarzach-St. Veit Schnellzug?". „Ja, der bin i'," sagt der Reisende. „Dann können's wieder einsteig'n", sagt der Kassier, „der Irrtum is a Irrtum g'west ." Kein Wunder, dass sein Volkshumor, sein Volkswitz auch in den Medien wohlwollend gelobt wurde. Nicht nur Pressestimmen aus Österreich erinnerten an den Heimatdichter oberösterreichischer Zunge, Freiburg, ja auch „Die Mühle" in Leipzig lachten über seine Geschichten genauso wie ihre Leser. Ritter Mei Liaba war selbst viele Jahre Schlaraffe im Reych Linzia, von a.U. 61- 62 der Junker Franzl der Gmoadepp und fungierte ab a.U. 62/63 als Oberschlaraffe des Inneren, bis er letztlich als Erboberschlaraffe a.U. 95 gen Ahall ritt. Ob seiner zahlreichen Verdienste erkürte ihn sein Reich zum Ehrenschlaraffen unter seinem Ritternamen. Der dahingegangene Freund wird immerdar unvergessen bleiben, auch wenn sich die profane Welt dazu anschickt . . . (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt