Reych Nr. 326

Reger, Max

Unbekannt ·P-R

Beschreibung

Reger, Max Prof
Titel: Fuge
Reych: Nr. 326 Am Eysenhammer (Amberg)
Geb.: 19.03.1873 in Brand
Gest.: 11.05.1916 in Leipzig

Volltext

deutscher Komponist Als Sohn eines Lehrers und einer Fabrikantentochter wurde er im bayrischen Fichtelgebirge geboren. Er wuchs in Weiden auf und hatte das Glück, in dem dortigen Organisten einen verständnisvollen Förderer zu finden. Später war er Schüler des namhaften Musiktheoretikers Hugo Riemann in Sondershausen und Wiesbaden. Um 1900 entstanden Regers frühe Orgelwerke, die sein persönliches Inneres widerspiegeln. Über München, wo er ab 1905 als Lehrer für Komposition und Orgel an der Akademie der Tonkunst wirkte, kam er 1907 als Professor für Komposition an das Leipziger Konservatorium. Von dort ging er 1911 als Hofkapellmeister der berühmten herzoglichen Kapelle nach Meinignen und wurde 1913 zum Generalmusikdirektor ernannt. Aus gesundheitlichen Gründen gab er diese Stellung 1914 wieder auf und lebte fortan in Jena nur seinem Schaffen und der Interpretation seiner Werke zugetan. Mit vielen Ehrungen und Auszeichnungen bedacht, als Komponist, Musikpädagoge, Dirigent und Pianist berühmt, starb er auf der Höhe seines künstlerischen Schaffens mit 43 Jahren. Es würde den Rahmen dieser Biographie sprengen, alle seine Werke aufzählen zu wollen, dennoch sei an sein Klavierkonzert f-moll, op. 114, (1910) und an seinen „Sinfonischen Prolog zu einer Tragödie", op. 108, (1909) erinnert. Regers erfolgreichste und noch heute viel gespielten Orchesterwerke sind Variationen und Fuge über ein Thema von J. A. Hiller, op. 100, (1907) und Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132, (1914). Das verbindende Merkmal der großen Orchesterwerke Regers ist das unvergleichliche satztechnische Können, das sich in den Variationenwerken zu romantischer Polyphonie, in den Tondichtungen programmatischer Richtung zu einem romantischen Impressionismus von harmonischer Klangfülle steigert. Er verzichtete dabei nicht darauf, eine Gelegenheit zu nutzen, den Satzbau mit einer Fuge von monumentalen Ausmaßen zu krönen. Verschmelzungen der beiden Kompositionsmethoden, der polyphonen und der impressionistischen, finden sich überall in Regers Spätwerken, zur Synthese gebracht etwa in den drei letzten Sätzen der Mozart-Variationen. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt