Reych Nr. 330

Schmitt-Sulzthal, Rudolf

Unbekannt ·S-U

Beschreibung

Schmitt-Sulzthal, Rudolf
Titel: Tukan
Reych: Nr. 330 An den Quellen (Bad Kissingen)
Geb.: 24.08.1903 in Sulzthal
Gest.: 06.03.1971 in München

Volltext

deutscher Schriftsteller Sein Geburtsort Sulzthal, nahe Bad Kissingen, wurde seinem Namen zur Unterscheidung als Anhang beigegeben. Schon im zarten Kindesalter zog er mit seinem Vater nach München, der sich als Kunstmaler dort eine bessere Existenz erhoffte. Nach dem Studium der Volkswirtschaft, Philosophie und Kunstgeschichte in München gründete er 1930 die literarische Vereinigung „Der Tukankreis" und blieb dessen Vorsitzender bis zu seinem Tode. Der Tukankreis, der von 1936 - 1945 verboten war, gewann nach dem Kriege schnell wieder internationalen Ruf und wurde zum Sprungbrett für viele junge Talente. Mitglieder des Zirkels waren u.a. Rudolf Hagestange, Alfons von Czibulka, Hugo Hartung, Oskar Maria Graf, Karl Ude, Theodor Heuss, Luise Rinser, Erich Kästner und Eugen Roth. Rudolf Schmitt wurde als Mitarbeiter vieler Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien bekannt, erhob seine Stimme als Präsidiumsmitglied der „Internationalen Schriftstellerkongresse deutscher Sprache", engagierte sich in der „Kogge“, der Vereinigung deutscher, niederländischer und belgischer Schriftsteller, sowie als Präsident der Stiftung zur Förderung des Schrifttums, als Rundfunkrat beim Bayerischen Fernsehen. Seine Lyrik erschien in Bänden wie „Wege am Abend", „Unterm Maibaum" und „Sternenkorn ist ausgesät", die heute alle vergriffen sind. Von zahlreichen Ehrungen soll das Bundesverdienstkreuz I. Klasse und der Schwabinger Literaturpreis erwähnt sein. (Text: Rt. Don Zitato (330))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt