330 An den Quellen
Uhu sei Dank, das Reych blieb vor größeren Erschütterungen bewahrt. Wir konnten stets fröhlich
in unserer eigenen Rákócziburg kürzlich nun schon zum 1.500 Male sippen. Doch blieben wir auch
von Ohos Tücke nicht verschont. Durch Ahallaritte verloren wir u.a. die für unser Reych prägenden
und z.T. uhuversal bekannten Freunde, wie z.B. die Rtt Basseng (Burgenbauer), Indra, Polymus,
Filiafex, Don Chiro, El Toro. Sie werden uns im Gedächtnis bleiben.
Trotzdem gelang es uns durch intensive Mitgliederwerbung, unsere Sassenzahl über die Jahre bei
etwa 50 Sassen konstant zu halten. Zu unseren Sippungen konnten wir stets zahlreiche Freunde aus
nah und fern, insbesondere von den Nachbarreychen, begrüßen. Die Freundschaftsbande wurden
auch durch häufige Ausritte unsererseits gefestigt. Hieran hat unser „Ausrittskönig”, Rt Sinfonicus,
mit über 1.100 Ausritten, erheblichen Anteil. Zusätzlich wurden ab a.U. 145 die Bande zu besonders
lieben Freunden noch dadurch enger geknüpft, dass der Stand der „Reychspraefecten” neu geschaf-
fen wurde. Mit unserem Reych sind so nicht nur 12 Ehrenritter, sondern auch 6 Reychspraefecte
eng verbunden. Zu einer allseits beliebten Tradition haben sich unsere regelmäßigen Rákóczifeste
entwickelt. Dabei tritt Fürst Rákóczi persönlich auf und zeichnet seine Getreuen aus. A.U.150 feiern
wir nun schon das 36. Rákóczifest.
Die Wiedervereinigung Deutschlands war das Signal, die Schlaraffenreyche, die lange Zeit verboten
waren, wieder zu erwecken oder neu zu gründen. Sassen unseres Reyches, welches ja nicht weit
von Thüringen entfernt ist, nahmen die Anregung auf und suchten in Meiningen nach Spuren des
ehemaligen Reyches „Meinungia”.
Es war unser Rt Filiafex, der in mühevoller Kleinarbeit mit Briefen, Zeitungsartikeln und persönli-
chen Besuchen, Kontakte zu Meininger Bürgern herstellte. In unserer 1049. Sippung konnte er stolz
vermelden dass es dort einen Stammtisch gibt. Am 23.04. a.U. 133 wurde die Colonie „Meinung’a”
gegründet und am 1.5. a.U. 138 erfolgte die Sanktionsfeier. Damit hatte unser Reych nach dem „Cas-
trum Locarnense” nun eine zweite Tochter.
Ein Höhepunkt in der Geschichte unseres Reyches war die Feier des „3er- Wiegenfestes” a.U.146. Die
gefeierten 100 Jahrungen setzten sich zusammen aus 50 Jahrungen der Mutter„An den Quellen”,
40 Jahrungen der 1. Tochter „Castrum Locarnense” und 10 Jahrungen der 2. Tochter „Meinung’a”.
Das fulminante Fest fand in der einzigartigen Wandel- und Brunnenhalle der profanen Kurstadt Bad
Kissingen statt. Unserem Namen entsprechend sippten wir dort unmittelbar „An den Quellen”. Für
unsere Tochter Meinung’a hatte der Tag noch eine ganz besondere Bedeutung: Aus der Hand des
ASR Rt Van der Goschen, erhielt das Reych nach 10-jährigem Bestehen, den AHA-Orden, den die
Oberschlaraffen mit großem Stolz annahmen.
Der traditionelle Frühschoppen fand hoch über den Saaleauen, auf der teilweise wieder hergestell-
ten Burgruine Trimburg, statt. Hier konnten Ritter und Burgfrauen standesgemäß und in histori-
scher Umgebung nach Herzenslust atzen und laben. Musik und Bardengesang erklang in den alten
Mauern und sorgte für eine fröhliche Stimmung.
Dabei wurde die Idee geboren, jährlich im Wechsel mit der Rákóczisippung, die Winterung mit einer
Trimburgsippung zu beginnen. Diese wird erstmals am 27.09 a.U. 149 stattfinden.
Das Reych „An den Quellen” blickt mit froher Zuversicht auf die vor uns liegenden Jahrungen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
331 Rio Carioca
A.U. 125 zählte die Rio Carioca 43 Sassen, davon 7 Fahrende. Man konnte unmittelbar den Einritt
des ASR und der „Raudi-Gruppe” verzeichnen. A.U. 128 beging das Reych sein 30. Stiftungsfest
mit Einritten aus befreundeten Reychen. A.U. 129 gab es eine Reychsfehde mit der Paulista in den
Gemarkungen der hohen Belominensis, bei der die Rio Carioca und a.U. 130 eine weitere Fehde
mit der Bonaerensis zu Porta Alegrensis, bei der das argentinische Reych als Sieger hervorging. Im
Heumond a.U. 129 feierte man die 1.000 Sippung mit vielen Einritten.
Die Besuche aus Übersee rissen nicht mehr ab. A.U. 131 erfolgte der erste Brückenritt mit einem
Fähnlein nordamerikanischer Schlaraffen und zum letzten Male besuchte uns die Raudi-Gruppe.
A.U. 132 wurde die Tagung des SR des LVLA unter Vorsitz von ASR Rt Babbelfex zu Rio Carioca
abgehalten.
Zum 35. Gründungsfest hatte das Reych viele Besuche und zur 1.186 Sippung einen starken Einritt
aus der h. Landeshuota, mit der Erhebung des Rt Leone in den ER-Stand. A.U. 136 vermeldete der
zu Curitiba fahrende Rio Carioca Rt Tamosis, die Gründung eines Feldlagers.
Schon eine Jahrung später konnte das Mutterreych Rio Carioca eine starke Abordnung zur Colonie-
gründung gen Curitibana entsenden. A.U. 138 wurde der ehemalige Rio Carioca - und nunmehrige
Landeshuota-Ritter Koa Herr in den ER-Stand erhoben. A.U. tagte der SR des LVLA zu Rio Carioca
und erwählte SR ErbO Grafex zum ASR und für die nächste Amtsperiode auch zum Vorsitzenden
des LVLA.
Die Landeshuota erkürte die Rio Carioca zum „Du-Du-Reych”. A.U. 141 wurde dem Senior des Rey-
ches, Rt Benteví,der Großkristall zum GU-Orden verliehen. Zum 9. Brückenritt von 69 Sassen aus
39 Reychen erlebte die Rio Carioca einen Höhepunkt in ihrem Bestehen, mit gleichzeitiger 93. Mit-
gliederversammlung des ASR.
A.U. 149 wurde eine Reychsfehde mit der Landeshuota zu Paulista ausgetragen, bei der den Bayern
der Sieg zugesprochen wurde. Rt Moravist erhielt für 50-jährige Zugehörigkeit den GU-Orden. Man
feierte die 1.500 Sippung und einen 5-fachen Ritterschlag. Einen weiteren Höhepunkt erlebte das
Reych bei einem festlichen Konzert des ASO, das mit 94 Personen Brasilien bereiste.
A.U. 146 begab sich eine starke Gruppe gen Porta Alegrensis, um der Reychsfehde Curitibana –
Paulista beizuwohnen. Im Rahmen einer gut besuchten Festsippung wurde dem Rt Benteví der
Lorbeer zum GU und dem Rt Grafex der GU-Orden verliehen.
Im Erntemond beging man eine harmonische Gemeinschaftssippung mit dem Mutterreych Paulis-
ta in Penedo. Am 24. im Herbstmond fand das 50. Stiftungsfest der Rio Carioca statt, zu dem 45
Sassen aus verschiedenen Reychen des Uhuversums und der ASR mit seinem Vorsitzenden Rt Ton
DIN einritten, um in den Gemarkungen des Reyches seine Mitgliederversammlung abzuhalten. Bei
dieser Gelegenheit wurde die von Rt Grafex in langjähriger Arbeit zusammengestellte - 50 Jahrun-
gen umfassende - Chronik des Reyches der Öffentlichkeit übergeben. Die Anzahl der Sassen aller
Kategorien ist in der Zeitspanne von 50 Jahrungen mit 42 Sassen, davon 8 Fahrende, fast konstant
geblieben.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s