Beschreibung
Spoerl, Heinrich
Titel: Pfeiffer mit 3 Äff
Reych: Nr. 54 Dusseldorpia (Düsseldorf)
Geb.: 08.02.1887 in Düsseldorf
Gest.: 25.08.1955 in Rottach-Egern
Volltext
deutscher Schriftsteller Heinrich Spoerl ist ein Sohn Düsseldorfs, im Februar 1887 als Sohn eines aus Bayern an den Rhein gewanderten Maschinenfabrikanten geboren. Schon als Oberrealschüler gründete Heinrich Spoerl einen literarischen Zirkel, dem auch Hans Müller-Schlösser (der spätere Verfasser des Düsseldorfer Volksstücks „Schneider Wibbel“) angehörte. Nach seinem Jura-Studium arbeitete Spoerl in Düsseldorf als Rechtsanwalt und begann schon bald parallel dazu seine schriftstellerische Tätigkeit. Sein Erstlingswerk „Die Feuerzangenbowle“ erschien 1933 als Fortsetzungsroman in der Düsseldorfer Tageszeitung „Der Mittag“. 1935 folgten kleine Glossen unter dem Titel „Man kann ruhig darüber sprechen“. 1936 erschienen die Romane „Wenn wir alle Engel wären“ und „Der Maulkorb“; die beide kurz darauf verfilmt wurden. Der Film „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann folgte 1944. In Düsseldorf erinnert die Gedenktafel am Fürstenwall daran, dass sowohl Heinrich Spoerl als auch sein Sohn Alexander (ebenfalls ein erfolgreicher Schriftsteller) dort die Oberrealschule besucht hatten. Die Lehrerfiguren in der „Feuerzangenbowle“ hatten nach Augenzeugenberichten ihre Vorbilder in dieser Schule. Auch „Der Maulkorb“ zeigt in Schauplätzen und Personen unverkennbar Düsseldorfer Lokalkolorit. In einem der zahlreichen Zeitungsnachrufe auf Heinrich Spoerl stand am 29. August 1955 zu lesen: „In wohl einzigartiger Weise war Spoerl mit jenem beißenden Spott, der nicht verletzt und jenem rheinischen Witz, der frech und gütig zugleich ist, gesegnet.“ Ein Düsseldorfer Schriftsteller, der unvergängliche Werke rheinischen Humors und spöttischer Satire verfasst hat, ist für die Dusseldorpia aller schlaraffischen Ehren wert. (Text: Rt. Bavaristo (54) in DSZ 136/6)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt