Beschreibung
Schubert, Johann Andreas
Titel: Hans Dampf
Reych: Nr. 172 Castrum Plaviense (Plauen)
Geb.: 19.03.1808 in Wernesgrün
Gest.: 06.10.1870 in Dresden
Volltext
deutscher Eisenbahnpionier Der Erbauer der ersten brauchbaren deutschen Dampflokomotive, Hochschullehrer und Polytechniker wurde in ärmsten Verhältnissen am 19.03.1808 im vogtländischen Wernesgrün geboren. Durch eine Adoption wurde ihm in Leipzig, Königstein und Dresden eine schulische Ausbildung und Förderung seiner Talente ermöglicht, die ihn schließlich an die Königliche Kunstakademie führte. Schubert studierte Architektur und absolvierte 1827 die Bauschule. 1828 wurde er Lehrer der Dresdner Technischen Bildungsanstalt, wo er 1832 zum Professor für Technische Mathematik und Maschinenbaukunde ernannt wurde. Begeistert war Schubert von Dampfmaschinen und folglich von dem englischen Zugverkehrswesen und unternahm eine Studienfahrt nach England. Diese Erkenntnisse führten zur Gründung der Elbe- Dampfschiffahrts-Gesellschaft. Am 30.06.1837 fuhr der erste Schaufelraddampfer dieses Werks, die „Königin Maria“. Für die Ferneisenbahn von Leipzig nach Dresden baute Schubert eine Lokomotive, die „Saxonia“, doch das Konsortium zum Bau der Bahn entschied sich für eine englische Lok. 1841 ging sein Unternehmen in Konkurs, Schubert konzentrierte sich auf Lehre und Forschung. Der Siegeszug der Eisenbahn war aber bald nicht mehr aufzuhalten. Schubert lieferte die Grundlagen für den Bau der Göltzsch- und Elstertalbrücke auf der Strecke Leipzig-Hof, der weltweit längsten Ziegelstein-Rundbogen-Eisenbahnbrücke. Bereits 1859 waren alle europäischen Strecken durch Eisenbahnnetze verbunden, ein Verdienst Schuberts, der hierfür die Voraussetzungen geschaffen hatte. Kurz nach Beginn seines Ruhestandes verstarb Schubert am 06.10.1870 in Dresden.
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt