Reych Nr. 226

Schwind, Moritz von

Unbekannt ·S-U

Beschreibung

Schwind, Moritz von Prof.
Titel: Falkensteiner
Reych: Nr. 226 Hala Bavarica (Bad Reichenhall)
Geb.: 21.01.1804 in Wien
Gest.: 08.02.1871 in Niederpöcking

Volltext

österreichischer Maler Nach Philosophie- und Kunststudium in seiner Geburtsstadt Wien lebte er die meiste Zeit in München, wo er sich zunächst an den Freskenmalereien in den neuen Prachtbauten beteiligte. 1839 ging er zwischenzeitlich nach Karlsruhe, wo er das sogenannte akademische Gebäude mit seinen Malereien ausschmückte und gleichzeitig treffliche Ölbilder und Cartons schuf. 1847 wurde er Professor an der Münchner Akademie und wirkte an den „Fliegenden Blättern" und am „Münchner Bilderbogen" mit. Weitgehend Autodidakt und zu einem literarisch-musikalischen Freundeskreis gehörend, gewann er eine besondere Bedeutung für die Kunst der süddeutschen Spätromantik. Einerseits bevorzugte er Motive aus der Geschichte, der Bibel, aus Sage und Dichtung, vor allem für die Fresken in der Münchner Residenz, der Karlsruher Kunsthalle, der Wiener Hofoper und der restaurierten Wartburg, die er seit 1854 mit Wandgemälden aus der Geschichte der Landgräfin Elisabeth ausschmückte. Andererseits malte er auch größere Staffeleibilder von fröhlich-beschwingter und märchenhaft poetischer Art sowie biedermeierliche Szenen aus der Kleinbürger-Idylle. Um nur einige seiner Werke Der Ritt des Falkensteiners, Der Sängerkrieg auf der Wartburg, Der Hochzeitsmorgen, Die Hochzeitsreise, Der Einsiedler an der Tränke, Der Graf von Gleichen, Der Besuch, Rübezahl, Die sieben Raben, Die schöne Melusine u.a. Später schuf Schwind noch Entwürfe für Glasfenster im Münster von Glasgow, Wandgemälde der Reichenhaller Pfarrkirche und der Londoner Michaelskirche. Als Schwind von seiner ersten Italienreise zurückkam, fragten ihn seine Kollegen, wie viel Bilder er während seines dortigen Aufenthaltes gemacht habe. „Gar keine", antwortete er, ich hab's zwar mehrere Male probiert, aber es ist unmöglich, morgens Raffael und Michelangelo zu sehen und nachmittags einen Schwind zu malen". Mit seinen zwei Brüdern August und Franz wurde er im Juni 1855 in den Ritterstand des österreichischen Kaiserreiches erhoben. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt