Reych Nr. 181

Shakespeare, William

Unbekannt ·S-U

Beschreibung

Shakespeare, William
Titel: Schüttel den Speer
Reych: Nr. 181 Castellum Cornoviae (Korneuburg)
Geb.: 23.04.1564 in Stratford-upon-Avon
Gest.: 23.04.1616 ebenda

Volltext

englischer Schauspieler und Dichter Shakespeares Vater, der Freisasse John Shakespeare aus dem Stratford benachbarten Snitterfield stammend, war Landwirt, Gewerbetreibender, Händler, wird auch als Handschuhmacher erwähnt und kam in Stratford zu Wohlstand und Ansehen als Stadtkämmerer und Alderman. Der junge William besuchte die Stratforder Lateinschule bis zum 14. Lebensjahr und war anschließend im väterlichen Betrieb tätig. Mit 18 Jahren heiratete er die um sieben Jahre ältere Anna Hathaway, die ihm eine Tochter Susanne und die Zwillinge Hamnet und Judith gebar. Ende 1585 verließ Shakespeare Familie und Heimat und ging nach London, wo es ihn zur Bühne zog. 1592 wurde er schon als erfolgreicher Schauspieler und Bühnenschriftsteller bekannt, aber auch literarisch angegriffen. Nach etwa 14-jähriger Schauspielertätigkeit wurde er Mitbesitzer des Globetheaters in London. Seine großen Einnahmen als Darsteller, Bühnendichter und Theaterinhaber legte er in Stratford an und wurde so einer der reichsten Grundeigentümer seines Heimatortes. Etwa 1610 zog er sich für dauernd dorthin zurück. Bald darauf verkaufte er seinen Anteil am Globetheater sowie den 1608 erworbenen Mitbesitz des Blackfriars-Theaters. Anfangs des Jahres 1616 begann er zu kränkeln und unterschrieb am 25. März des gleichen Jahres sein Testament kurz vor seinem Ableben. In den Jahren 1559-1612 schuf er 37 Dramen. Als erste Historie schrieb er das dreiteilige Stück „König Heinrich VI“ (1592). In diesen Zeitabschnitt fallen auch die Lustspiele „Die Komödie der Irrungen", „Die beiden Veroneser" und „Verlorene Liebesmüh". Es folgten die beiden Versepen „Venus und Adonis" und „Lucretia" und mancherlei biographische Anspielungen in Sonetten. Den großen eigenen Historienstil hatte er um 1593 mit „König Richard III" gefunden. Danach schrieb er die Liebestragödie „Romeo und Julia", das Lustspiel „Der Widerspenstigen Zähmung" und seine psychologische Meisterleistung „König Richard II" sowie „König Johann", die Lustspiele „Der Kaufmann von Venedig" und „Ein Sommernachtstraum". Shakespeare spürte, dass das Publikum „Originale“ belachen wollte und so schuf er „Die lustigen Weiber von Windsor" mit Fallstaff, einer der genialsten humoristischen Gestalten der Weltliteratur. Auch in den Lustspielen „Viel Lärm um Nichts", „Wie es euch gefällt" und „Was ihr wollt" trug er dem Zeitgeschmack Rechnung. Auf dem Höhepunkt seines Schaffens entstanden der „Hamlet“, „Othello", „König Lear" und „Macbeth“. Die danach entstandenen Werke waren nicht mehr von so großer dichterischer Leidenschaft erfüllt. Sie schlossen mit „König Heinrich" ab. Shakespeare verstarb an einer fiebrigen Erkrankung. Der Verstorbene wurde in der Pfarrkirche von Stratford beigesetzt. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt