Beschreibung
Silcher, Friedrich
Titel: Friedrich die schwäbische Nachtigall
Reych: Nr. 268 Am Stauffen (Göppingen)
Geb.: 27.06.1789 in Schnait im Remstal
Gest.: 26.08.1860 in Tübingen
Volltext
deutscher Komponist und Musikerzieher Vom Hohenstaufen aus sieht man hinab ins Remstal, wo vor genau 200 Jahren Philipp Friedrich Silcher das Licht der Welt erblickte. Die Vorfahren waren Bauern und Weingärtner. Erst der Vater wurde Schulmeister und Organist. Von ihm wohl hatte er seine reiche musische, musikalische und künstlerische Begabung. Gefördert wurde diese durch hervorragende Lehrmeister während seiner Ausbildung zum Lehrer. Als solcher ging er 1809 nach Ludwigsburg, wo er mit Karl Maria von Weber in Berührung kam. Dieser wurde sein musikalisches Vorbild, während ihn die durch ihre Schillerbildnisse bekannt gewordene Malerin Simanowiz immer wieder zum Malen drängte. Er selbst entschied sich für die musikalische Weiterbildung, zog als Musiklehrer nach Stuttgart und nahm selbst Unterricht bei Webers Nachfolgern am Hoftheater, bei Konradin Kreutzer und Joh. Nep. Hummel. 1817 wurde er als akad. Musikdirektor nach Tübingen berufen. Die erzieherischen Ideen Heinrich Pestalozzis machte er sich zueigen. Er schuf sich für das ganze Land beispielhafte Klangkörper mit der „Akademischen Liedertafel" und dem „Oratorienverein samt Orchester". Den überall entstandenen volkstümlichen Musikvereinigungen gab er das ihnen gemäße Musiziergut in mehrstimmigen Volksliedsätzen und wurde zu einem der bedeutendsten deutschen Volksliedsammler und -schöpfer. Er vertonte u.a. „Ännchen von Tharau", „Zu Straßburg auf der Schanz", „Ich weiß nicht, was soll es (Text: Rt Rambas (268) )
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt