Beschreibung
Allmers, Hermann
Titel: Schlenderer
Reych: Nr. 256 Waterkant (Bremerhaven)
Geb.: 11.02.1821 in Rechtenfleth
Gest.: 09.03.1902 ebenda
Volltext
deutscher Schriftsteller, Landwirt, „Marschendichter“ Der Schriftsteller Allmers wurde auf dem elterlichen Bauernhof in Rechtenfleth an der Weser geboren und fühlte sich schon als junger Mensch zur Poesie hingezogen. Nach ausgedehnten Wanderungen in Deutschland und größeren Reisen in Italien, bei denen er die Kunst und das Volksleben eingehend studierte, zog er sich in sein Heimatdorf zurück, um als einziges Kind den Hof zu übernehmen. Dort begann er mit der Schriftstellerei und wurde alsbald als volkstümliches Original bekannt. Sein erstes Werk, das „Marschenbuch“ mit einer geist- und liebevollen Charakteristik der Natur und der Bewohner der Marschen an der Elbe und Weser war ein vielversprechender Anfang seiner schriftstellerischen Entfaltung. Da er auch als Mäzen landfahrender Schriftsteller galt, wurde sein Name bald in weitem Umkreis bekannt. 1869 folgten „Römische Schlendertage“, die seine interessanten Beobachtungen über das Volksleben in Italien und zahlreiche Gedichte beinhalteten. Nach seinen kleinen Dramen „Elektra“, „Herz und Politik“ und „Hauptmann Böse“ schuf er eine Vielzahl lyrischer Dichtungen epischen und religiösen Inhalts wie „Aus längst und jüngst vergangener Zeit“ und „Fromm und frei“, gewissermaßen als Ostergabe. Seine erläuternden Dichtungen zu H. von Dornbergs „Kulturgeschichtlichen Bildern aus den Nordsee-Marschen“ sollten ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. „Sämtliche Werke“ von Allmers erschienen in 6 Bänden zwischen 1891 und 1995 in Oldenburg. Allmers war oft Ehrengast der Oldenburgia und wurde a.U. 36 deren „Ehrenpilger“. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt