Reych Nr. 8

Offenbach, Jaques

Unbekannt ·M-O

Beschreibung

Offenbach, Jaques
Titel: Can-Can
Reych: Nr. 8 Colonia Agrippina (Köln)
Geb.: 20.06.1819 in Köln
Gest.: 05.10.1880 in Paris

Volltext

deutsch-französischer Komponist Der Sohn des jüdischen Kantors Isaak Offenbach aus Offenbach ging schon mit 14 Jahren nach Paris, studierte dort kurze Zeit am Konservatorium, war dann Schüler von Halévy und fand eine erste Anstellung als Cellist der Komischen Oper. Seit 1849 war er Leiter der Schauspielmusik in der „Comédie francaise" und gründete 1855 ein eigenes Theater, die „Bouffes Pansiens", in dem er selbstkomponierte Einakter aufführte. Bald schrieb er auch abendfüllende komische Opern, darunter „Orpheus in der Unterwelt", „Die schöne Helena", „Blaubart“, „Pariser Leben", „Die Großherzogin von Gerolstein" und „Die Banditen", mit denen er berühmt wurde. Offenbach schrieb 102 größere und kleinere Bühnenwerke. Sein höchster Ehrgeiz galt jedoch der ernsten Oper. Nach längerem Suchen fand er den geeigneten Stoff für „Hoffmanns Erzählungen", die er allerdings nur im Klavierauszug vollenden konnte. Ernest Giraud hat nach Hinweisen des Meisters mit rühmenswerter Einfühlung, Takt und Geschmack, die Instrumentation geschaffen. Die Aufführung dieses Meisterwerkes hat er nicht mehr erlebt. Mit ihm starb eines der bedeutendsten melodischen Genies des 19. Jahrhunderts. Offenbach hat eine selbstbiographische Studie aus dem Jahre 1864 und über seine Amerikareise „Notes d'un musicien en voyage" (1877) mit biographischem Vorwort von A. Wolff hinterlassen. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt