Beschreibung
Liholm, Carl Arthur
Titel: AHA-Dur der Meisterfinger
Reych: Nr. 350 Holmia (Stockholm, erk. 28.10.154)
Geb.: 17.05.1888 in Mainz
Gest.: 18.09.1966 in Stockholm
Volltext
schwedisch-deutscher Gründungsritter des Reyches Holmia weiland Sasse des h.R. Monachia und Holmia Geboren wurde AHA-Dur in Mainz als schwedischer Staatsangehöriger. Der Vater Michael war ein jüdischer Weinhändler, der mit seinem Bruder Adolf eine erfolgreiche Firma unterhielt. Diesen Bruder Adolf zog es nach Stockholm. Michael blieb in Mainz und unternahm viele Reisen durch Europa, besonders aber ins zaristische Russland. AHA-Dur war ein begeisterter Anhänger des deutschen Kaiserreiches und wollte, bei Ausbruch des 1. Weltkrieges, 26 Jahre alt, in den Krieg ziehen. Es bat deshalb seinen Vater darum die christliche Religion und die deutsche Staatsangehörigkeit annehmen zu dürfen. Während der Vater sich dem nicht widersetzte, konnte der in Schweden lebende Adolf, der ein religiöser Fanatiker war, dies nicht akzeptieren – mit dem Resultat: Es führte zu einer Spaltung innerhalb der Familie, und diese Spaltung besteht auch heute noch! Nach Kriegsende zog er nach München und heiratete die Baronin Elfriede von Eschwege, eine deutsche Golfpreisträgerin. Mit ihr bekam er zwei Söhne. Durch Rt Mars la Weintour (8) kam AHA-Dur mit Schlaraffia in Verbindung und wurde in der Monachia a.U. 67 als Kn 241 aufgenommen. Bereits zwei Monate später ist er der Junker Arthur und am 13. Hornung a. U. 68 wird er zum Ritter geschlagen. In der Depression verlor er seine Firma und zog wohl um 1930 mit seiner Familie nach Berlin. Hier versuchte er zwei Jahre ohne feste Anstellung, sich als Komponist und Kapellmeister über Wasser zu halten. Er war, wie sein Vetter sich ausdrückte, „ein Musikgenie“, der das Clavicimbel und das Akkordeon meisterhaft beherrschte. Sein Glanzstück war das Vorspiel von Wagners „Meistersinger“, welches er auf dem Akkordeon in fantastischer Weise darbrachte. Schließlich fand er eine feste Anstellung bei einer großen Versicherungsgesellschaft, bei der er sehr erfolgreich tätig war, bis er 1936/1937 als Nichtarier entlassen wurde. Er erinnerte sich seiner früheren schwedischen Staatsangehörigkeit und nahm diese in Berlin wieder an und beschloss nach Schweden umzuziehen, und da seine Frau nicht mitgehen wollte, kam es zur Scheidung, doch willigte sie ein, dass die Söhne mit dem Vater Deutschland verlassen konnten. Rt AHA-Dur entschloss sich, in Stockholm ein Schlaraffenreych zu gründen. Er nahm Kontakte auf zu deutschsprachigen Immigranten, die früher Schlaraffen gewesen waren bzw. noch zu Reychen auf dem Kontinent gehörten; diese ersten Kontakte begannen bereits 1956, wenn nicht sogar früher. Am 7. Heumond a. U. 102 erfolgte durch Aha-Durs Beziehungen die Sanktionsfeyer im Stadshuset zu Stockholm, worauf er sehr stolz war und es sein konnte; man konnte immer wieder feststellen, dass Schlaraffen, die daran teilgenommen hatten, richtig ins Schwärmen kamen. Rt AHA-Dur verstarb an den Folgen eines Autounfalls. Seine letzte Ruhestätte fand er an der Seite seines Sohnes Peter, der als Kriegsfreiwilliger auf finnischer Seite im Alter von nur 21 Jahren gefallen war, auf Norra begravningsplatsen in Solna. (Text (gekürzt): Rt. Franco-Vadius (350))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt