Beschreibung
Macke, August
Titel: Farbenrausch
Reych: Nr. 193 Castrum Bonnense (Bonn)
Geb.: 03.01.1887 in Meschede
Gest.: 26.09.1914 bei Perthes-les-Hurlus
Volltext
deutscher Maler In seinem nur 27 Jahre kurzem Leben avancierte Macke zum wohl bedeutendsten Vertreter des deutschen Expressionismus und Mitbegründer der Künstlergruppe „Der blaue Reiter“. Nur rund 10 Jahre dauerte seine Schaffensperiode, in der mehr als 500 Gemälde, ebenso viele Aquarelle und Tausende von Zeichnungen entstanden. Im Sauerland geboren, im Rheinland aufgewachsen besuchte er von 1904 bis 1906 die Akademie und Kunstgewerbeschule in Düsseldorf und arbeitete am dortigen Schauspielhaus als Bühnenbildner. Viele Reisen, vor allem das damalige Malereizentrum Paris, brachten ihm Stile und Arbeitsweisen der Impressionisten nahe. 1907 und 08 studierte er bei Lovis Corinth in Berlin. 1909 heiratete Macke und ließ sich am Tegernsee nieder. Dort traf er sich auch mit seinem Freund Franz Marc zu einem regen künstlerischen Austausch. 1911 begründete Macke mit Wassily Kandinsky „Der Blaue Reiter“, ein jährliches Almanach, mit eigenen Publikationen. Bei einer ersten Ausstellung fühlte sich Macke unterrepräsentiert, die fortwährende Dominanz Kandinskys führte dazu, dass sich Macke alsbald wieder von der Gruppe Beeinflusst vom Fauvrismus und Kubismus folgte eine besonders kreative Schaffenszeit. Vom Tegernsee zog es Macke zurück nach Bonn, wo er 1913 maßgeblich an der Ausstellung Rheinischer Expressionisten beteiligt war. 1913 traf Macke in seinem neuen Wohnort Hilterfingen am Thuner See mit Paul Macke zusammen. In dieser Zeit entstanden seine bedeutendsten Werke. Mit Klee und Louis Moillet unternahm Macke 1914 die Tunesienreise, bei der 38 lichtdurchflutete Aquarelle entstanden. Sein letztes Werk, „Der Abschied“, bildet einen starken, düsteren Kontrast zu diesen Bildern und sollte unvollendet bleiben. 1914 wurde Macke zum Kriegsdienst eingezogen und fiel nur 7 Wochen später in Frankreich. (Text: Rt. Koi (247) )
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt