Reych Nr. 217

Morre, Karl

Unbekannt ·M-O

Beschreibung

Morre, Karl (auch Morré, Carl)
Titel: Schneck der Familiäre
Reych: Nr. 217 An der Pruggen (Bruck / Mur)
Geb.: 08.11.1832 in Klagenfurt
Gest.: 21.02.1897 in Graz

Volltext

österreichischer Beamter und Volksschriftsteller Weiland Sasse des HR Grazia Ritter Schneck der Familiäre wurde am 31. Lenzmond a.U. 23 als Knappe 110 in das Reych Grazia aufgenommen. Zwischen seinen Zeiten als „Fahrender“ gen Wildon (a.U. 24/25) und gen Leibnitz (a.U. 26-30) war er in der Grazia Junkermeister und Schulrat, danach a.U. 31-33 und a.U. 36-38 Oberschlaraffe. Außerdem war er noch zum 11. Allschlaraffischen Concil zu Prag a.U. 24 „Legatus Heute ist er Ehrenschlaraffe unter gleichem Namen der Reyche Grazia und An der Pruggen. In der Steirischen Landesbibliothek befindet sich ein Buch von Karl Kubischek: „Carl Morre, der Dichter und Volksfreund", dem auch das Bild „Morre als Ober-Schlaraffe", ein Gemälde von Richter Eugen (1932) entnommen ist. Zu seinen nahen Freunden zählten Peter Rosegger, Josef Gauby und der Bildhauer Hans Brandstetter, dem späteren Schöpfer des Morre-Denkmals im Grazer Volksgarten. Am Sockel des Denkmals befindet sich rechts unten eine Schnecke als Symbol für den Ritter Die Stadt Graz hat in einer Artikelreihe „Profile prägen eine Stadt" das Leben und Wirken des Volksstückautors und Volksfreundes Carl Morre gewürdigt. Als Sohn eines Kaufmanns in Klagenfurt geboren, trat er 1855 in Graz in den Staatsdienst ein, fungierte in seiner zwischenzeitlichen Pensionierung als Verwalter der Hammerwerke bei Turau und lernte dort das Bauernvolk und seine Nöte besser kennen. 1886 in den Steiermärkischen Landtag gewählt, war es sein politisches Anliegen, stets für soziale Gerechtigkeit einzutreten. Nach seinem größten Erfolg, dem im Herbst 1886 in Graz uraufgeführten „'s Nullerl", hat Morre nicht weniger als ein Dutzend von volkstümlichen Stücken geschrieben, seine für den Brucker Männergesangverein und andere Chorvereinigungen verfassten Singspiele nicht eingerechnet. Die bekanntesten Bühnenstücke sind „Ein Regimentsarzt", „Die Familie Schneck", die Einakter „A Räuscherl" und „Vorm Suppenessen" sowie sein letztes Opus „Für's Buckelkraxentragen". (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt