Beschreibung
Mosenthal, Salomon Hermann Ritter von
Titel: Pietro
Reych: Nr. 53 Haidelberga (Heidelberg)
Geb.: 14.01.1821 in Kassel
Gest.: 17.02.1877 in Wien
Volltext
österreichischer Beamter und Dichter Mosenthal studierte in Marburg, ging anschließend nach Wien als Erzieher, wurde 1850 Beamter am Unterrichtsministerium und alsbald Archivar im österreichischen Kultusministerium (1851). Mosenthals Ruf als Schriftsteller gründete sich auf die wirkungsvollen, oft rührseligen Volksschauspiele. Mit „Deborah“ trat er 1850 an die Öffentlichkeit und hatte Erfolg. Es folgten „Ein deutsches Dichterleben", das Versdrama „Cäcilie von Atano" (1851), „Der Dorflehrer" (1852), „Die deutschen Komödianten" (1863), die Tragödie in fünf Aufzügen „Pietra“, die 1865 in Prag aufgeführt wurde, „Isabella Orsini" (1870), das historische Stück „Maryna“ (1871) und das Lustspiel „Die Sirene". Zwischendurch hat er auch lyrische „Gedichte“ (1845) und „Gesammelte Gedichte" (1866) herausgegeben. er schrieb aber auch einige Opernbücher, wie z. B. für „Die lustigen Weiber von Windsor" von Nicolai, für das „Goldene Kreuz" von Brüll und für die „Königin von Saba" von Goldmark 1878 erschienen seine „Gesammelten Werke" in 6 Bänden im Verlag von Eduard Hallberger (Stuttgart und Leipzig). 1871 wurde er durch die Verleihung des Ordens der Eisernen Krone in den österreichischen Adelsstand erhoben. Mosenthal war als Ritter Tristan von der Weilburg Mitglied des Wiener Ritterbundes „Die grüne Insel" ab 1859. Dieser Ritterbund hatte große Ähnlichkeit mit Schlaraffia. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt