Reych Nr. 217

Bienenstein, Karl

Unbekannt ·A-C

Beschreibung

Bienenstein, Karl
Titel: Volker der Nibelunge
Reych: Nr. 217 An der Pruggen (Bruck / Mur)
Geb.: 01.11.1869 in Wieselburg
Gest.: 01.02.1927 in Bruck an der Mur

Volltext

österreichischer Lehrer, Dichter und Schriftsteller Weiland Sasse des H.R. An der Pruggen Ritter Volker der Nibelunge war Sasse des Reyches An der Pruggen und ist jetzt dessen Ehrenschlaraffe mit gleichem Namen. Am 1. des Lenzmondes a. U. 57 meldete er sich als Prüfling im Reych Marpurghia an, wurde am 8. Hornung a. U. 58 zum Ritter geschlagen und schon ein Jahr später zum Junkermeister und alsbald zum Oberschlaraffen erkürt. In ihm vereinigte sich begeisterte Sangesfreude, echte Nibelungentreue und Herzensgüte. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie erlosch auch das Licht Uhus in der schönen Draustadt. So kam er als Fahrender in das profane Bruck a. d. Mur, fand dort gleichgesinnte Freunde und wurde so Mitbegründer der Colonie An der Pruggen. Von da ab war er bis zu seinem Ahallaritt Oberschlaraffe. Die hohe künstlerische Begabung zeigte sich schon recht früh, doch schwankte er lange, ob seine eigentliche Berufung auf dem Gebiet der Malerei oder der Poesie gelegen sei. Er begann mit lyrischen Gedichten, Essays, Volksstücken und Novellen, bevor er sich der Epik zuwandte. In nicht weniger als 14 Romanen gestaltete er hier echte Menschen und ihre Schicksale mit seiner großen dichterischen So entstanden 1908 „Wenn die Berge wandern", 1911 „Der Einzige auf der weiten Welt", 1912 „Deutsches Sehnen und Kämpfen", 1914 „Im Schiffsmeisterhause" und „Gärender Wein". Die reifste Kunst aber zeigen seine späteren Werke „Die Eisenherren", „Heimat", „Das Lied der Höhen" und „Der Admiral der Donau". Noch in dem Jahr seines Todes erschien der herrliche Bauernroman „Der Fuchsbergerhof'. Das Reich An der Pruggen enthüllte zum 100. Geburtstag ihres Ehrenschlaraffen eine Gedenktafel an der Stätte seines Wirkens. (Text: Rt Philologus (217))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt