Reych Nr. 374

Büttner, Hans Huldreich

Unbekannt ·A-C

Beschreibung

Büttner, Hans Huldreich
Titel: Huldreich
Reych: Nr. 374 Castellum Butjentum (Nordenham)
Geb.: 29.08.1899 in Altenburg
Gest.: 08.12.1977 in Nordenham

Volltext

deutscher Dichter und Schriftsteller Weiland Sasse des HR Castellum Butjentum Ritter Huldreich der Wanderer wurde am 24. Lenzmond a. U. 101 Sasse des Reyches Guntia und war einer der recht wackeren Gründungsritter des a. U. 112 gegründeten Reyches Castellum Butjentum. Anlässlich dessen 10. Stiftungsfestes wurde er vier Jahre nach seinem Ahallaritt zum Ehrenschlaraffen Huldreich erkürt. Hans Huldreich Büttner wurde in Altenburg/Thüringen als der älteste Sohn eines Bergarbeiters Bäckerlehrling, Porzellandreherlehrling, Streckenarbeiter bei der Königlich Sächsischen Staatseisenbahn, Hohlbohrer bei der Firma Zeiss in Jena und Hilfsschlosser, 1917 Soldat. Nach Beendigung des Krieges war er Demobilmachungsschreiber und danach Angestellter im Landesarbeitsamt Sachsen-Anhalt in Magdeburg und von 1928 - 1933 stellvertretender Direktor des Arbeitsamtes in Wittenberg a. d. Elbe. Im März 1933 aufgrund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums entlassen, wurde er arbeitslos. In den danach folgenden „Wanderjahren“ entfaltete er seine schriftstellerischen Fähigkeiten und hielt seine eigenen Erlebnisse und Beobachtungen in unzähligen Gedichten und Beschreibungen, auch während des Zweiten Weltkrieges als Soldat und in der schweren Zeit danach fest. Dem ersten Buch „Über den Alltag", schon 1922 veröffentlicht, folgten „Wunderschöne weite Welt", „Lächle Freund, das Leben ist so schön", „Ein Tag verweht den anderen", „Brücken von Mensch zu Mensch" u. a. Die lyrischen Gedichte Büttners rühren uns wundersam an. Sie kommen mit leisen Worten zu uns und dringen mit feinem Wohllaut in unser Herz. Auch seine Lesungen und Vorträge ergriffen Freunde der Besinnung, Jugend und Alter gleichermaßen. Eines seiner letzten Bücher war „Huldreich lächelt" und in seiner Aufmachung seinen schlaraffischen Freunden gewidmet. In seinem 60. Lebensjahr hat er die Feder des Poeten mit dem Pinsel vertauscht. Zu seinen Bildern sagte er selbst: „Ich male, weil es mir Freude macht. Ich suche meine Motive nicht im Vordergründigen. Sie sind die Fortsetzung meines lyrischen Schaffens." Büttner zog als Lebenskünstler dreißig Jahre lang durch die deutschen Lande und las den Menschen seine Gedichte vor. „Es gibt noch Inseln der Freude. Wer sie erwandert, erwandert das Leben". Huldreich der Wanderer erwanderte beides. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt