Castellum Butjentum

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 374 — Castellum Butjentum. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

374 Castellum Butjentum
Das Fundament für den Bau des Reyches Castellum Butjentum waren vier Säulen: Rt Piraticus
(52), Rt Kilo-Hertz(53), Rt Tertius(140)und Rt Huldreich(255). Das hohe Reych Brema(52) wurde
Mutter. Ein Denkmal setzen wir an dieser Stelle dem Rt Don Canallo (52), weil er die Pläne für den
Bau unseres Reyches ausarbeitete. Obwohl in tiefer Marsch gelegen, hat Castellum Butjentum eine
hervorragende Erziehung durch den Rt Carrasch (52) erhalten, der Woche für Woche in das profane
Nordenham mit seinen Bremer Sassen kam.
Die Amme und Ziehmutter Waterkant (256) hatte keine Milch. Sie ernährte das Kind mit Weser-
wasser, so wie es die Mutter Brema (52) tut. Dennoch wuchs das Schwesterchen vom Castellum
Visurgis(204),von der Orbaha Chattensis (279) und vom Castellum Verdense (309) prächtig.
Der Gründungstag war der 21.6. a.U. 112. Die Reychserhebung war am 13.11. a.U. 113. Das Reych
wurde groß und bekannt, es hat viele Freunde. Im Laufe der Zeit hat das Castellum Butjentum 26
Freunde zu Ehrenrittern ernannt, von denen leider schon 12 in Ahalla weilen.
A.U. 123 wurde die Butjenter Tafelrunde ins Leben gerufen, um Freunde zum künstlerischem Spiel
zusammen zu rufen.
Fleißige Ausreiter tragen höchste Auszeichnungen: Basta 1, Deutschen Freundschaftsorden, Bayri-
sches Verdienstkreuz und vieles mehr. 29 Sassen arbeiten mit Freude und Beständigkeit im Sinne
Schlaraffias. Sieben Sassen tragen stolz Ehrenhelme vieler Reyche. Mit Freude blicken wir auf unse-
re zwar kleine, doch sehr muntere Junkertafel. Der Chronist will keine Namen nennen. Jeder Sasse
des Reyches gibt sein Bestes, ob Amt, Würde oder auf dem schlaraffischen Parkett.
Doch einen Sassen muss man herausstellen: Rt Unser Lieber Graf von und zu Kerbholz, er ist seit
Anfang dabei und trägt die Brillanten zum Großursippenorden. Am 13.2. a.U. 148 erhielt er aus
der Hand des ASR Rt Don Miguel den Großkristall. Rt Kerbholz ist ein verdienter Mann! Aus ihm
spricht der Geist aller Sassen vom Castellum Butjentum.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
375 Castell am Schönen Bronnen
Mit Zuversicht sah der Chronist am Ende des ersten Jahrhunderts Allschlaraffias dem anbrechen-
den zweiten entgegen. Er hatte Recht behalten, denn in den zurückliegenden 25 Jahrungen erlebte
unser Reych einen weiteren Aufstieg.
Nachdem wir plötzlich, aber nicht unerwartet, Ende der Jahrung a.U. 124/125 unsere Greifensteyn-
burg verloren, brauchten wir nicht lange, um in Meidling die räumliche Hülle für unser neues Nest
zu finden.
Mit unserer neuen Greifensteynburg, die in nur einer Sommerung erbaut wurde, gelang uns ein
„Sprung nach oben”. Statt dumpfer Enge eines Hinterzimmers in einem Kaffeehaus beglückt die
Sassenschaft nun die Weite eines prachtvollen, unter künstlerischer Leistung weiland unseres Fürs-
ten Tausendwasser gestalteten Rittersaales, eine geräumige Vorburg mit selbst bewirtschafteter Kü-
che und einige Nebenräume. Rund 700 Sippungen sind in der neuen Greifensteynburg celebriert
worden, viele davon waren beglückende schlaraffische Ereignisse.
Gerne erinnern wir uns an unser 30. Stiftungsfest mit seinem gewaltigen Einritt und einer auserlese-
nen Vortragsfolge, musikalisch unterstützt durch den Schubertbund, welches wir mit einer großen
Zahl von Freunden gemeinsam feierten. Beeindruckend waren aber auch die feierlichen Erkürungen
von weiland unserem Rt Speer von Spiessingen (Karl Perl) zum ES „Speer” und Hermann Leopoldi
zu ES „Schnucki der Meidlinger Bua”. Der Höhepunkt unserer Sippungen war wohl die Verleihung
des Großkristalls an unseren Patriarchen wld Rt Scharff für 65 Jahre Treue zu unserem Reych. 10
verdiente Freunde wurden zu ER in unserem Reych ernannt.
Eine weitere Leistung unseres Reyches und auch wohl einmalig im weiten Uhuversum war die
Gestaltung einer Ausstellung im Bezirksmuseum Meidling, Ritterbünde in Meidling - von Schre-
ckenstein zu Schlaraffia, die sich großer profaner Beteiligung erfreute und vom Entstehen und Auf-
blühen unseres Reyches Kunde gab. Die Stiftung des Chow-Wong Freundschaftsordens und die
Ahnenstiftungen unserer Freunde Elliott, Tausendwasser, Papillon und Aqa-Fex bereicherten den
Inhalt unserer Reychsschatulle. Ein kräftiges Lebenszeichen setzte unser Reych mit der erstellung
einer Homepage und der Ausgabe der „Schönbronner Reychs-Postille” durch unseren OK Rt Lerari.
Wenn unser Reych seine 1.000 Sippung feiern konnte, so ist dies nicht von ungefähr; das Castell
„Am schönen Bronnen” hat immer auf Sassen des eigenen Reyches bauen können, die ihr kleines
Reych auf ihren starken schlaraffischen Händen trugen, die ob ihrer Verdienste in unserer Reychs-
chronik Erwähnung finden müssen.
Es sind dies die Oberschlaraffen wld Pippin, Schnurzl, wld Mirakulus, Papillon, Schiefer, Lerari die
Reychskantzler wld Elektron und Bürokratikuss, die Marschälle Chow-Wong und Mör-Tell, Junker-
meister wld Graphikus und die Ceremonienmeister wld X und Spät Ikarus, die Jahrung um Jahrung
als starke Säulen des Reyches dieses verantwortlich und selbstlos in eine gute und sichere Zukunft
getragen haben.
Es war aber nicht zu vermeiden, dass wir in diesem Vierteljahrhundert von vielen Freunden, Sassen
und ER, für immer Abschied nehmen mussten, so auch von unserem letzten Gründungsritter de
coeur (165) und vor allem von unserem Doyen des Reyches Patriarch Pippin, der unser Reych seit
unserer Übernahme in Allschlaraffia mit größter Umsicht geführt hatte.
Dadurch erfolgte in der Führung unseres Reyches ein Generationswechsel. Aufgabe dieser neuen
Würdenträger bleibt weiterhin unser Reych im Sinne unserer Altvorderen unverfälscht zu erhalten
und unserer Tradition gemäß weiterzuführen.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 459-460