Reych Nr. 318

Zand, Herbert

Unbekannt ·V-Z

Beschreibung

Zand, Herbert
Titel: Herbert der Eingekesselte
Reych: Nr. 318 Aquae Salis (Bad Aussee)
Geb.: 14.11.1923 in Knoppen
Gest.: 14.07.1970 in Wien

Volltext

österreichischer Schriftsteller Herbert Zand stammt aus einer Bergbauernfamilie in Koppen, einem Dörfchen nahe Bad Aussee im Steirischen Salzkammergut. Er arbeitet auf dem Hof seiner Eltern; finanzielle Gründe machen einen höheren Bildungsweg unmöglich. Er wird zum Autodidakten, der sein Selbststudium in ungeheuren Arbeitsleistungen bewältigt. 1942-45 ist er Nachrichtensoldat an der Ostfront, wird dort zweimal schwer verwundet. Die Folgen dieser Verletzungen bestimmen von da an ein schmerzvolles, nur durch Dialyse erhaltenes Leben. Er arbeitet als freier Schriftsteller und Vertragslektor und ist Mitglied des PEN-Clubs. In seinem Werk setzt er sich mit den Schrecken des Krieges und mit gesellschaftskritischen Themen auseinander; wie er selbst durch das schmerzvolle Feuer der Verwandlungen gehen musste, ist sein Hauptanliegen die Suche nach den Formen eines neuen Lebens. Sein schlaraffischer Ehrenname „der Eingekesselte" soll an sein Werk „Letzte Ausfahrt. Roman der Eingekesselten" erinnern: H. Zand war - seelisch und körperlich - sein Leben lang „eingekesselt“. Der Oberschulrat i.R. Karl Kegler (GU Knopperl der Aquae Salis) war Lehrer, Mentor, Vertrauter und Bewunderer des Dichters. Seine wichtigsten Werke: Die Glaskugel (Gedichte), Die Sonnenstadt (Roman), Letzte Ausfahrt (Roman), Erben des Feuers (Roman), Demosthenes spricht gegen die Brandung (Erzählungen), Träume im Spiegel (Essays), Aus zerschossenem Sonnengeflecht (Gedichte), Der Weg nach Hassi el emel (Erzählungen), Kerne des paradiesischen Apfels (Aufzeichnungen). Sie verhalfen ihm zu verschiedenen öffentlichen Ehrungen: Förderungspreis zum Österreichischen Staatspreis für Literatur (1952), Anerkennungspreis des Trakl-Preises (1954), Peter Rosegger-Preis (1957), Förderungspreis der Stadt Wien (1957), Preis der Theodor Körner-Stiftung (1961), Anton Wildgans-Preis (1966), Gerhard Fritsch-Stipendium (1970). Die Aquae Salis hat in der Ostermond-Schlaraffiade a.U. 129 Herbert Zand einstimmig zu ihrem ES Herbert der Eingekesselte erkürt. (Text: Rt Notenschreck (318))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt