Reych Nr. 338

Finckh, Ludwig

Unbekannt ·D-F

Beschreibung

Finckh, Ludwig Dr.
Titel: Rosendoktor auf Achalm
Reych: Nr. 338 Trutze Achalm (Reutlingen)
Geb.: 21.03.1876 in Reutlingen
Gest.: 08.03.1964 in Gaienhofen

Volltext

deutscher Arzt und Dichter Sohn eines Apothekers, studierte Jura in Tübingen, München und Leipzig, dann Medizin in Berlin und Freiburg. Nach ärztlicher Tätigkeit in Frankfurt und Aachen ließ er sich 1905 in Gaienhofen nieder. Dort schloss er eine Freundschaft mit Hermann Hesse. Besonderen Verdienst hat er mit seinem Einsatz zur Schonung und Erhaltung des Hohenstoffeln, einem über 800 m hohen Basaltkegel im Hegau, erworben, der zur Schottergewinnung abgetragen werden sollte und durch ihn unter Naturschutz gestellt wurde. Sein erstes Gedicht in der Ausdrucksweise der Minnesänger „Fraue du, du süße" erschien im Jahre 1900. Um diese Zeit begann sein dichterisches und schriftstellerisches Schaffen. Seine Themen entstammen größtenteils seiner Liebe zur schwäbischen Landschaft und der in ihr lebenden Bevölkerung. Er setzte sich voll und ganz für Volkstum und Ahnenforschung ein, machte viele Vortragsreisen zu Auslandsdeutschen im Sudetenland, in Rumänien und Serbien, ja sogar in Nordafrika. 1936 wurde er mit dem Schwäbischen Volkspreis ausgezeichnet. Seine bekanntesten Werke sind „Der Rosendoktor" (1906), den er seinem Freund Hesse widmete, „Die Reise nach Tripstrill", „Das Schicksal zwingt – die Treue entscheidet", „Stern und Schicksal", „Herzog und Vogt", „Der göttliche Ruf', „Bricklebritt“, „Schelmereien am Bodensee" und „Die Lerche", eine Auswahl schwäbischer Dichtungen von den Anfängen bis zur Gegenwart. 1955 wurde der Ludwig-Finckh-Freundeskreis gegründet. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt