Beschreibung
Presley, Elvis Aron
Titel: Bröselmeier, der mit der Schmalzlocke
Reych: Nr. 363 Im Zillertal (Fügen)
Geb.: 08.01.1935 in Tupelo
Gest.: 16.08.1977 in Memphis
Volltext
amerikanischer Sänger Der erfolgreichste Vertreter der Rock ́n ́ Roll Bewegung kam eigentlich aus einer ganz anderen Musikrichtung, dem Gospel, den er im Kirchenchor sang und der seiner tiefen Religiosität eher entsprach. So lehnte er auch die Bezeichnung „King“ für sich ab, nur Jesus sei der König und, da er selbst ärmlichsten Verhältnissen entstammte, verschenkte er großzügig Teile seines dadurch nicht wesentlich geringer werdenden Vermögens an Freunde. Ein lebenslanges Trauma sollte für ihn die Totgeburt seines Zwillingsbruders Jesse Garon werden. Seine sehr enge Bindung zu seiner Mutter führte dazu, dass er von dem Geld, dass er als Lastwagenfahrer verdiente seine erste Schallplatte „My Happiness“ für sie besang. Die Musikindustrie wurde auf ihn aufmerksam und schon bald folgten über 160 Konzerte im Jahr, sehr zum Unmut der Honorationen, die Elvis ́ lasziven Tanzstil und die „unanständigen“ Texte ablehnten. Doch dies konnte seinen Erfolg bei der Jugend nicht verhindern. 1956 erhält Elvis seine erste Goldene Schallplatte für „Heartbreak Hotel“. Auch der Film entdeckte Elvis für sich, in den kommenden Jahren entstanden 33 Spielfilme, wie „Jailhouse Rock“, „King Creole“ oder der Dokumentation „Elvis - that ́s the way it is“. Auf dem Gipfel seines Ruhmes 1957 konnte Elvis sich und seiner Familie, zu der jetzt auch sein Manager „Colonel“ Tom Parker zählte, das Anwesen „Graceland“ bei Memphis erwerben. Doch nur ein Jahr später stirbt seine Mutter, zur gleichen Zeit wurde Elvis zum Wehrdienst eingezogen. Einen Teil seiner Dienstzeit verbrachte er in Deutschland, wohnhaft in Bad Nauheim, stationiert in Friedberg. In dieser Zeit lernte er auch seine spätere Frau Priscilla kennen. Nach seiner Militärzeit wurde Elvis begeistert in Amerika empfangen, Elvis Image hatte sich vom „Rebellen“ zum etablierten Künstler gewandelt. Seine Konzerte fanden hauptsächlich in Las Vegas statt, Elvis war eine lebende Legende geworden. Dennoch wurde es ruhiger um ihn, zahlreiche Comeback-Shows folgten aneinander, sein Konzert „Aloha from Hawaii“ haben 1973 rund eine Milliarde Menschen am TV verfolgt. Zu diesem Zeitpunkt waren jedoch schon gesundheitliche Probleme erkennbar. 1977 starb Elvis an Herzversagen, verursacht durch Fettsucht, Drogen- und Tablettenmissbrauch sowie seine Depressionen. Seine Villa „Graceland“ ist heute längst Pilgerstätte für Millionen Fans dieses Künstlers, und auch in Deutschland wird in den Städten Bad Nauheim und Friedberg mit dem „European Elvis Festival“ an die Zeit, in der Elvis dort stationiert war, erinnert. (Text: Rt. Koi (247))
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt