Beschreibung
Rist, Johann
Titel: Elbschwan
Reych: Nr. 339 Ante Portas Mundi (Pinneberg)
Geb.: 08.03.1607 in Ottensen
Gest.: 31.08.1667 in Wedel
Volltext
deutscher Pfarrer, Arzt und Dichter Johann Rists Wirken ist uns noch durch Hunderte Gedichte, über 650 Kirchenlieder und 30 Schauspiele erhalten. Seine Bedeutung erkannte schon Kaiser Ferdinand III., der ihn als "Comes Palatinus Caesareus" in den Adelsstand erhob. Als Sohn eines Pastors studierte Rist Theologie und wurde Pastor in Wedel. Neben Paul Gerhardt gilt Rist als bedeutendster Dichter von Kirchenliedern im 17. Jahrhundert (z.B. „Brich an, du schönes Morgenlicht“, „Hilf, Herr Jesu, lass gelingen“ und „Werde munter, mein Gemüte“), die noch heute im Evangelischen Gesangbuch zu finden sind. Über die geistigen Künste hinaus trat Rist in den Bereichen Mathematik, Heilkunde, Botanik und Chemie hervor und darf als Universalgenie bezeichnet werden. Auch aus der damaligen Zugehörigkeit seiner Heimat zu Dänemark galt sein besonderes Augenmerk der Pflege der deutschen Sprache. Hieraus erwuchs die Gründung des „Elbschwanordens“, dessen Mitglieder auf Deutsch Gedichte schreiben sollte. Wie auch bei den Schlaraffen konnten nur Männer Mitglied des Ordens werden, Freundschaft untereinander war Gebot und ein blaues Seidenbandelier, auf dem neben dem Ordensname ein goldener Schwan prangte, war Kennzeichen der Ordensbrüder, die untereinander mit „Hand, Mund und Feder“ beistehen sollten. (Text: Rt. Koi (247) )
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt