Beschreibung
Rosegger, Peter
Titel: Waldschulmeister
Reych: Nr. 378 Graez an der Mur (Graz)
Geb.: 31.07.1843 in Alpl
Gest.: 26.06.1918 in Krieglach
Volltext
Schriftsteller und Dichter Weiland Sasse des H.R. Grazia Peter Rosegger pilgerte das erstemal am 9.11.1889 (a. U. 30) anlässch des XVI. Stiftungsfestes in der Grazia. Im damaligen Schmierbuch der Grazia, in das sich nur profane Gäste und eingerittene Sassen auswärtiger Reyche eintragen durften, findet sich Roseggers Namenszug und ein kurzes Gedicht aus seiner Hand: Treu unser Herz Deutsch unser Lied Wahr unser Wort Gott (uhu!) unser Hort. Unter dem Eindruck dieser Sippung schrieb Peter Rosegger schon am nächsten Tag einen Brief an seinen Freund Hans von Reininghaus, den damaligen Oberschlaraffen Rt. Senna-H, in dem er diesen bat, seine Aufnahme in die Grazia zu befürworten. Das Original dieses Schreibens befindet sich im Archiv der Grazia. Noch im gleichen Jahr wurde Rosegger als Knappe 193 aufgenommen, am 25.10. a.U. 31 zum Junker Peter erhoben und am 11.4. a. U. 32 zum Ritter Heimgarten der Burggeist geschlagen. Als Schlaraffe sagt er von sich selbst: „Ich bin im Laufe der Jahrzehnte Erbschlaraffe und Reychsfreiherr des Reyches Grazia geworden und Ehrenritter vieler Reyche, besonders der Allmutter Praga. Obschon ich in diesem höheren Kreise weniger geleistet als genossen habe." Die nachfolgende, am 12.3. a.U. 51 verfasste Fechsung „An das Reych" konnte das Reich Grazia retten. Sie befindet sich noch heute als wertvolles Erinnerungsstück in der Kapaunburg. Ach ich hab' die milden Ketten wohlbefestigt an dem Knauf. Eurer Satzung übertreten - Hängt mich auf! oft in meinem Lebenslauf Dann wär' ich der Auserwählte, - Hängt mich auf! der bei keiner Sippung fehlte. Glaubt mir, es ist mein Verlangen, Häng' ich doch in unserm Reych stets in Uhus Reych zu prangen und häng' an Euch!" Rosegger, ein Bauernsohn aus Alpl bei Krieglach (Steiermark), erlernte zunächst das Schneiderhandwerk, bevor er im 22. Lebensjahr nach Graz ging, um die Akademie für Handel und Industrie zu besuchen. Er bereiste Deutschland, Holland, die Schweiz und Italien. Während dieser Zeit entwickelte er sich zu einem geachteten Journalisten und Schriftsteller. 1876 gründete er die volkstümliche Monatsschrift „Heimgarten“. Seinen in steirischer Mundart verfassten ernsten und humorvollen Gedichten „Zither und Hackbrett" folgten die Schilderungen „Volksleben in Steiermark" sowie seine Erlebnisbücher aus der Jugendzeit „Waldheimat" und „Als ich noch ein Bauernbub war". Er hat mit seinen Werken viele Freunde gewonnen. (Text: N.N. / Das Blaue Buch)
Quelle: Mediathek Schlaraffia Arnstadt