Die Allschlaraffische Datenzentrale und RVS

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reychsverwaltungssoftware und Allschlaraffische Datenbank

Volltext

l Kantzler (Reyche)
l Landeskantzler und Landeskantzleien
l Ratsmitglieder (ASR, SRA, DSR, HSR SRLA und SRNA)
l Chefredakteur und Landesredakteure DSZ
l Verantwortliche zu den schlaraffischen Einrichtungen (ASO, Freundschaftskasse usw.)
1.3.1 Führen der ADB
Das Führen der ADB umfasst die Programmpflege und die Bereitstellung der technischen Voraus-
setzungen für einen reibungslosen und ausfallsicheren Betrieb des Gesamtsystems.
1.3.2 Datenpflege der ADB in der Datenzentrale
Alle schlaraffischen und -soweit erforderlich- profanen Daten der Sassen werden in der Datenzentra-
le auf dem laufenden gehalten, indem die Meldungen der einzelnen Reyche, durch ihre Kantzler auf
entsprechenden Meldeblättern erstellt, in die elektronisch geführte Datenbank eingegeben werden.
1.3.3 Datenpflege der ADB über das Reychsverwaltungsprogramm
Für eine direkte Pflege der Daten im Reych durch den Kantzler stellt die DZA als Zusatzangebot
allen interessierten Reychen ein Reychsverwaltungsprogramm zur Verfügung.
1.3.4 Ausgaben aus der ADB
Aus der Allschlaraffischen Datenbank werden der amtliche Teil „Der Schlaraffia Zeyttungen“ (DSZ),
die „Allschlaraffische Stammrolle“ (ASt) und die Sippungsfolgen aller Reyche und Colonien All-
schlaraffias erstellt.
1.4 Weitere Dienstleistungen der Datenzentrale Allschlaraffia (DZA)
Die DZA bietet dem Kantzler eine Fülle von Dienstleistungen. Es beginnt mit der alljährlichen Vor-
schau auf anstehende Ehrungen und endet mit Statistiken über das Geschehen im Reych oder
dessen Struktur, über Art und Anzahl verliehener Tituln oder den Altersaufbau der Sassenschaft.
1.5 Personal der Datenzentrale Allschlaraffia
Das Team der Datenzentrale setzt sich seit dem Jahr a. U. 145 bis heute aus den Mitarbeiterinnen
Frau Lutz, Frau Schock, Frau Friedrich und Herrn Phillipeit zusammen. Die Mitarbeiterinnen (ohne
Herrn Phillipeit) haben für das Tagesgeschäft (Datenerfassung, Datenpflege, Datenverarbeitung
und Sendboten) gemeinsam ein jährliches Stundenkontingent von ca. 2760 Stunden zur Verfü-
gung. Aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens vor Drucklegung der Stammrolle werden in der Zeit
von Ostermond bis Brachmond zusätzlich ca. 300 Überstunden geleistet.
Herr Phillipeit ist für die EDV und die Gesamtkoordination der Datenzentrale inkl. der Prozessab-
läufe nebenberuflich tätig.
1.6 Ausstattung der Datenzentrale Allschlaraffia
Die Datenzentrale arbeitet mit handelsüblicher EDV-Ausstattung (PCs mit MS-Office, Microsoft
Windows-Server inkl. Exchange für E-Mail, Internetanbindung). Im Jahre a. U. 146 wurde ein zusätz-
licher Server mit entsprechenden Schutzmaßnahmen für den Betrieb direkt im Internet angeschafft.
Auf diesem System replizieren alle Nutzer des Reychsverwaltungsprogramms über geschützte Ver-
bindungen (VPN-Verbindungen) ihre Teildatenbanken.
Rudolf Phillipeit
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Reychsverwaltungssoftware
Das Reychsverwaltungsprogramm (RVP)
Preambel und Historie
Das, dem Spiegel/Ceremoniale unterliegendes schlaraffisches Spiel bedarf einer genauen Doku-
mentation, welche unter anderem die Verbindung unter den Mitgliedern dieses Bundes herstellt
und fördert.
Es gibt daher über jeden spiegelmäßigen Vorgang innerhalb eines Reyches eine Mitteilung an die
Landeskanzlei, die ihrerseits diese Daten wieder an die Datenzentrale kommuniziert, um zum einen
die gesamtschlaraffischen Druckwerke, wie Stammrollen, Sippungsfolgen etc. zu ermöglichen und
schließlich zum anderen den Werdegang jedes einzelnen Mitgliedes aufzuzeichnen.
Der Aufwand für die Kanzelare, die solches bis in die 80er Jahre mit dem „Federkiel“ erledigen
mussten, ist erheblich und ließ daher das Bedürfnis nach Arbeitserleichterung plausibel erscheinen.
So konnte und wollte sich letztlich auch eine „poesie- und humorvolle“ Ritterschaft nach rund 130
Jahren seit der Gründung unseres Bundes den heutigen modernen Kommunikationsformen nicht
entziehen.
Die elektronische Datenübermittlung via PC, zunächst noch in Form von vorgegebenen Meldeblät-
tern (M1 – M7), hielt Einzug in Schlaraffia.
Mit zunehmender Verbreitung des PC , wurde auch eine verbesserte Übertragung der Meldungen
an die Datenzentrale immer häufiger diskutiert, bis schließlich im Jahr 2002 Gespräche über die
Entwicklung eines Reychsverwaltungsprogramms (RVP) begannen.
(Rt. Abakion/Monachia).
Es war die Geburtsstunde der Reychsverwaltungs-Software (RVS), die heute bereits eine große Ak-
zeptanz in den Reychen, genießt, weil durch die direkte Vernetzung der Reyche zur Datenzentrale
ein schneller Datentransport möglich wurde.
Es zeigte sich dabei, dass das in der Datenzentrale verwendete Programm zum Verwalten der Sas-
sen in Allschlaraffia bereits wesentliche Anforderungen eines Reychsverwaltungsprogramms bein-
haltete. Nachdem ein Labormuster aus dem Extrakt des Sassenverwaltungsprogramms der DZ von
einem kleinen Kreis mit positivem Ergebnis ausprobiert wurde, stimmte der Allschlaraffenrat einem
Pilottest (Winterung 145/146) mit einem Dutzend Reychen zu. Dabei wurde das Labormuster zu ei-
ner für alle Reyche ab der Jahrung 146/147 nutzbaren Software weiterentwickelt. Die Datenzentrale
spricht den zwölf Mitgliedern für ihre aktive Teilnahme an diesem wichtigen Entwicklungsprozess
des Reychsverwaltungsprogramms. (namentlich siehe Handbuch RVP) ihren Dank aus!
Aufbau und Gliederung
Das Reychsverwaltungsprogramm (Runtime-Lizenz inkl.) erhält das teilnehmende Reych als CD-
ROM mit vorbereiteter Setup-Routine auf Anforderung von der DZ.
Der Datenaustausch, der nach der Installation zwischen der Datenzentrale und dem individuellen
PC möglich wird, geschieht „online“ über eine verschlüsselte Verbindung im Internet und wird
Replikation genannt.
Genaueres dazu ist dem Handbuch zum RVP zu entnehmen.
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Erwähnt sei auch, dass der LVA den Ankauf der Software mit einem Zuschuss fördert. Grundsätzlich
ist der Aufbau des RVP, wie er sich dem Teilnehmer präsentiert, übersichtlich und leicht verständ-
lich gestaltet. Nach Öffnen des Hauptfensters wird die klare Trennung in
Datenpflege
das ist jener Bereich, in dem alle Veränderungen im Reych und seiner
Sassen eingegeben werden
und
Druckverarbeitung das ist jener Bereich, in dem viele schlaraffisch relevante Übersichten aus
der Masterdatenbank zu „Sassen“, „Titel/Orden“ und „Sonstiges“
(Sippungsfolgen, Ettiketten, Wahlwürden und Ämter, anstehende Urkunden,
mögliche Erb, 40 Jahre, erfasste Meldungen in DSZ, Geburtstagslisten etc.)
zum Abruf bzw. Ausdruck bereitgestellt werden
sichtbar.
Dazu gibt es noch vier ergänzende Funktionen
l
Das Handbuch
l
Der Aufruf der Unterprogramme für den Datenabgleich zwischen Reych und Datenzentrale
l
Den Export diverser Adressen und die Möglichkeit zur Korrektur verliehener Titeln
l
Beendigung des Programms
Zukunftsperspektiven/Probleme
Ein eher anfängliches „Problem“ gab es in der Form, dass die meisten Kantzler im Umgang mit
einem Datenbankprogramm (Win/Access) nicht geübt waren und das RVP als einen Einschnitt in
die bis dato geübte Praxis empfanden. Da jedoch das Programm einer ständigen Weiterentwicklung
unterliegt und damit auch Verbesserungen – vor allem in der individuellen Anwendung – bringt, ist
zu erwarten, dass sich die Zahl der Teilnehmer am RVP weiter gut entwickeln wird.
Erwähnt sei auch noch, dass die frühere Form des Meldewesens für jene, die nicht teilzunehmen
wünschen, weiter bestehen bleibt.
Alles in allem ist jedoch mit dem RVP ein großer „Wurf“ an Arbeitserleichterung gelungen, wofür
dem Allschlaraffenrat von seinen Reychskantzlern „heftig“ zu danken ist.
Frei (80)
C

[… Fortsetzung im Originalband]
Quelle: Chronik Band IV, S. 100-105