Aurelia Aquensis

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 86 — Aurelia Aquensis. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

86 Aurelia Aquensis
Der vorige Bericht endet mit dem Ausblick auf das 100. Stiftungsfest, das am 19. 04. a. U. 127 als
größtes Fest in der jüngeren Geschichte Aurelias stattfand.
Glücklicherweise standen dem Festausschuss nach wie vor die unersetzliche Erfahrung, der Ideen-
reichtum und die Tatkraft des damals 85-jährigen Vaters des Reyches und Sprengels Rt LaBgfroh zur
Verfügung, der durch seine perfekte Planung Garant für ein bis heute unvergessliches Ereignis war.
In dem mit mehr als 700 Recken aus dem ganzen Uhuversum, liebreizenden Damen und Tross voll
besetzten großen Saal des Kurhauses Baden-Baden fand mit der Unterstützung eines von Rt Cor-
netto zusammengestellten und geleiteten Schlaraffenorchesters unter der Funktion von Rt Fanta
und im zweiten Teil Rt Min-Asyl mit Spitzenbeiträgen in Wort und Ton von Freunden der Aurelia die
denkwürdige Festsippung statt.
Bald darauf gab es wieder ein seltenes Fest zu feiern: Rt Unser LaBgfroh erhielt den Großkristall
zum Großursippenorden für 65 Jahre (!) Zugehörigkeit zu unserem Bund und wenig später durften
wir seinen 90. Geburtstag feiern. Leider musste der von ihm selbst erwählte Nachfolger ErbO Rt
Fanta nur wenige Wochen später an seinem Sarg dem wichtigsten Sassen der Aurelia der vergan-
genen 50 Jahre den Nachruf halten. Seine vorausschauende Arbeit, die von seinen Nachfolgern
weitergeführt wurde, trägt bis heute ihre Früchte.
A.U 132 wurde dann erstmals Fantas Idee von einer jährlich erscheinenden spielfördernden „Zei-
tung” der Aurelia mit Hilfe einsatzbereiter Freunde verwirklicht. Die erste Ausgabe der „Hofnach-
richten der Schönen Aurelia” wurde begeistert im ganzen Uhuversum aufgenommen, und der wei-
tere Erfolg war nicht geringer, so dass nach dieser Winterung die 18. Ausgabe erscheinen wird.
Auch Fantas Idee, besondere Freunde zu „Rittern der Schönen Aurelia” zu erküren, erwies sich als
zukunftweisend, ebenso seine Erfindung der „Flotte der Schönen Aurelia” mit ihren ansteigenden,
durch Sippungsbeiträge zu erlangenden Ränge, die wie erwartet die Einrittfreudigkeit von Knappen
und Junkern gefördert hat und heute, einschließlich des alle zwei Jahre stattfindenden „Admirals-
dinners”, eine unersetzliche Spielkomponente der Aurelia geworden ist.
Ein besonderer Lichtblick für die Aurelia war aber ein mehr profaner Vorgang, nämlich eine große
Spende des wld Rt Aviaticus und der glückliche Umstand, dass es mit diesem Grundstock möglich
war, die Oosburg zu erwerben. In den fünf Monaten der Sommerung a.U. 137 gelang es, die Burg in
Eigenarbeit umzubauen und die seit langem fällige Total­renovierung durchzuführen.
Als ErbO Fanta nach 24 Jahren auf dem Thron ins zweite Glied zurücktrat, ein Schritt dem auch
seine langjährigen Mitstreiter ErbO Ahathos und ErbO Bibulus wenige Jahre später folgten, konn-
ten ihre Nachfolger die OS Rtt Pendragon, Federleicht und Don Bravo eine eigene Burg und ein
intaktes, spielfreudiges Reych übernehmen, das sie trotz der auf ca. 50 Sassen geschrumpften Mit-
gliederzahl mit der Unterstützung ihrer Vorgänger sicher in eine glänzende Zukunft führen werden.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
94 Aquisgranum
Die Hoffnung des Chronisten aus a.U. 123 auf ungestörtes Sippen in der Granusburg erfüllte sich.
Einige Höhepunkte in der Geschichte des Reyches unterbrachen die Ruhe, allen voran das 100.
Stiftungsfest am 23. im Wonnemond a.U. 128. Im Saalbau Geulen zu Aachen, wo sonst die Fans
einem Udo Jürgens, James Last oder Karel Gott zujubelten, fanden wir nicht nur passende Räume,
sondern auch professionelle Betreuung.
Von der Bühne, herrlich schlaraffisch gestaltet von unserem Rt Sex-o-Klecks, bot sich ein atembe-
raubender Ausblick auf über 750 Gäste. Die festlichen Roben der Damen, die bunten Rüstungen
ergaben eine jener prächtigen Kulissen, die schlaraffische Feste so unvergesslich machen.
Wenn dann noch drei vorzügliche Solisten das Lied vom schlaraffischen Wunderland vortragen,
kann sich kein Schlaraffe den bewegenden Gefühlen entziehen. Ein Programm, musikalisch durch
unsern ER Putto gestaltet, auch durch die Hilfe weiterer Freunde benachbarter Reyche aufgewertet,
brachte eine ausgewogene Mischung von Festlichkeit und guten Fechsungen, so dass die Teilneh-
mer mit einem zufriedenen Gefühl nach Hause fahren konnten.
Die kleine Ansprache des Oberbürgermeisters von Aachen, Kurt Malangré, gehörte zu den Höhe-
punkten bei den „Fechsungen”.
So hatten wir allen Grund, mit uns und dem Fest zufrieden zu sein. Ein weiterer Höhepunkt war die
3.000 Sippung am 8.4. a.U. 138, die wir in der Burg der hohen Colonia Agrippina begehen durften.
106 Sassen aus 27 Reychen wollten Zeuge sein, ob es gelingt, unseren Sippungsstil auch in den
großen Raum zu transportieren. Nicht ganz, denn wir hörten hervorragende musikalische Fechsun-
gen, mit denen wir „zuhause” nicht verwöhnt werden, die aber den Abend zu einem hinreißenden
Fest machten.
In jüngerer Zeit durften wir erneut Gast in der Rolandsburg sein, zur 3.190 Sippung am 6.11. a.U.
144. Wir begingen die 50. Wiederkehr des Datums, an welchem unser Reych unter der Funktion des
unvergesslichen Rt Juppitter der Kindergott des h.R. Castrum Bonnense nach der uhufinsteren Zeit
wieder gegründet worden war.
Das Protokoll jener denkwürdigen Sippung war noch vorhanden und konnte verlesen werden. Die
historischen Fakten hatten wir in einer Festschrift zusammengestellt. Diese Sippung war auch der
Auftakt einer neuen Tradition. Unser Rt So-Ha hatte die Idee, am ersten Dienstag im Wonnemond
eine Abschiedssippung von der Winterung zu halten, einen fröhlichen Kehraus für die unermüdli-
chen Ausreiter. In den 25 Jahren dieser Sippung hatten wir immer unter Platzproblemen zu leiden.
Seit 144 gewähren unsere Kölner Freunde Asyl in der Rolandsburg, gute Voraussetzungen für stim-
mungsvolle Zusammentreffen.
Unsere kleine Burg und die Freunde, die uns immer wieder besuchen, haben einen eigenen Sip-
pungsstil hervorgebracht, der von der Nähe der Fungierenden zu den Sassen lebt, daher können
wir uns über Einritte nicht beklagen.
Leider fehlt dem Reych der „Mittelbau”, eine ganze Generation von 40 bis 60 jährigen, die Aachen
meist wegen beruflicher Umstände verlassen mussten. Daher sind es die „Alten”, die immer noch
ranmüssen, um das Reych am Leben zu erhalten. Aber es regt sich was an der Junkertafel…
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Quelle: Chronik Band IV, S. 285-286