67 Milwaukia
Unser 100. Stiftungsfest a.U. 125 im Pfister Hotel war eine große Feier mit unzähligen Einritten aus
dem ganzen Uhuversum. Sogar der damalige Präsident Reagan übersandte ein Glückwunschtele-
gramm.
A.U. 127 mussten wir aber unsere vertraute, alte Dachsburg, in der wir seit 65 Jahrungen gesippt
hatten, verkaufen und zogen in eine Notburg. Doch schon ein Jahr später fanden wir in Süd Milwau-
kee die jetzige Burg, ebenfalls als „Dachsburg” bekannt. Es war viel Arbeit (besonders von den Rtt
von Porta und von Rosenberg), doch dann war sie fast so schön wie die alte Burg.
Es war das ehemalige Vereinshaus der „Martha Washington, Pythian Sisters, Temple No. 67” (das
ist die Frauen-Organisation der „Knights of Pythias”). Die „Knights” sind eine Organisation im
amerikanischen Sinne, die 1864 in Washington gegründet wurde und auch die drei Stände Knappe,
Junker und Ritter aufweist. Mit unserer Reychsnummer 67 wussten wir sofort, dass es die Burg für
uns war.
Unter der Leitung der Rtt von Rosenberg und von Porta wurde die Halle der Pythian Sisters in
eine „Traumburg” der Milwaukia verwandelt. Und so feierten wir am 24.-25.10. a.U. 128 mit einem
großem Feste die Burgweihe.
Wie in der alten Burg, befindet sich über dem Thron das große Pragabild mit der Überschrift
„Heil Praga dir, du stolze Burg” (wld Rt Wippchen ), und das herrliche Bild der Allmutter neben
der Burgpforte unserer lieben Dachsburg ist unsere ständige Inspiration und verleiht Ansporn und
Begeisterung zum schlaraffischen Spiel.
In den folgenden Jahren wurde unser Reych immer kleiner; freilich hat OHO zu viele der großen
Recken nach Ahalla geholt, ohne dass es bis heute gelungen ist, einen entsprechenden Ersatz zu
finden. Unter den Rittern, von denen wir Abschied nehmen mussten, befanden sich auch jene, die
in unserer neuen Burg das Meiste geleistet haben. An Nachwuchs fehlte es leider, denn die Auswan-
derung der Deutschen war wegen der guten Wirtschaft in Deutschland zum Stillstand gekommen.
Im Jahre A. U. 144 feierten wir das 100. Wiegenfest unseres Rt Gern-Da-Bei vom Holstentor. Es
war eine sehr schöne Feier mit vielen Einritten, sogar unser Ehrenritter Vite-Vite der hohen Dussel
dorpia hat es nicht versäumt, bei dem Fest dabei zu sein.
A.U. 145 feierten wir sein 101., a.U.146 das 102. usw. und a.U. 149 sehen wir seinem 105. Wiegenfest
entgegen. Leider kann unser lieber Rt Gern-Da-Bei seit dem 103. Wiegenfest nicht mehr anwesend
sein, doch ein Fähnlein unseres Reyches wird die Glückwünsche überbringen.
Mit der Hilfe des Goethe-Hauses bekamen wir einige neue Prüflinge, von denen drei inzwischen
zum Junkerstand erhoben wurden, und so sehen wir einer besseren Zukunft entgegen.
A.U. 148 wies unsere Stammrolle 20 Sassen auf, darunter 3 Fahrende. Die sesshaften Sassen um-
fassten einen Großursippen mit Lorbeer, einen Großursippen, sieben Ursippen, und zwei Erb-
schlaraffen; an der Junkertafel hatten wir drei wackere Junker und zwei Knappen. Wir sind weiterhin
bestrebt, in unseren Sippungen das uns überlieferte Niveau zu wahren.
A. U. 150 winkt uns Sassen der Milwaukia, dem zweitältesten Reych in Nordamerika, das 125. Stif-
tungsfest!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
69 Nova YORKIA
Anno Uhui 126 celebrierte Nova Yorkia mit fast 150 Teilnehmern ein fulminantes und glorreiches
100-jähriges Gründungsfest, nicht ahnend, dass das Reych in der folgenden Jahrung ganz unerwar-
tet seine Burg verlieren und zwei Jahrungen darauf, am 31. des Wonnemonds a.U.129, seine Tore für
immer schließen würde. NOVA YORKIA - EX!
Noch heute fragt man den Berichterstatter: Warum?
Tatsachen: Von den 13 verbliebenen Sassen waren 4 fahrend, 4 standen kurz vor dem Umzug in weit
entfernte Staaten, einer konnte nur unregelmäßig an den Sippungen teilnehmen… so verblieben
effektiv 4 aktive Sassen. Entfernungen zwischen den Sassen, fruchtlose Suche nach einer neuen
Burg und nach überlebensnotwendingem Nachwuchs bildeten unüberwindbare Hürden. NOVA
YORKIA - EX!
Und trotzdem: NOVA YORKIA LEBT WEITER! - Nicht nur in den Erinnerungen unzähliger Freunde
im Uhuversum, sowie in den Herzen der ehemaligen Nova Yorkia-Sassen!
Thron und Rostra schmücken die heutige Burg ihres Tochterreyches Brooklynia; die große Leinwand
von Rt Signorelli (Nova Yorkia-Sasse) sowie Gestühl und andere Gegenstände zieren die Burg des
h. R. Porta Pasconia; ein Porträt des Rt Schneidertöter (Nova Yorkia-Erzschlaraffe) von Rt Signorelli
fand einen Ehrenplatz bei der „Mutter” Moguntia.
Weitgreifender jedoch ist der Nachlass des wld ErbO Rt Jurifex, durch dessen unermüdliche Be-
mühungen, über welche diese Auflage der Chronik mehr im Detail berichtet, das Wiedererstehen
unserer Allschlaraffia zustande kam.
Und so schließt der Berichterstatter diesen letzten Bericht mit der ersten und letzten Strophe der
Nova Yorkia Hymne (Text: Rt Ardcadius der Hosenkavalier, Melodie: Rt Bassermann der Pultauto-
krat):
Wo ein Lied in deutschen Lauten,
Was die Praga uns gesungen,
Wo ein deutsches Wort erschallt,
Was Moguntias Geist erdacht,
Das verbunden mit dem Trauten
Nova Yorkia ist‘s gelungen,
„Lulu” uns entgegen hallt.
Nova Yorkia hat‘s vollbracht.
Wo erglüht, wo erblüht
Wo die Zeit, uns geweiht,
Freundes Herz im frohen Kreise,
Soll uns nimmer müßig finden,
Echte Kunst, Schlaraffenweise,
Banner flattern in den Winden.
Dort wo der Humor uns nah,
Hoch die Humpen, den Aha,
Dort thront Nova Yorkia!
Heil Dir Nova Yorkia!
Lulu, Praga!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s