Herbipolis

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 84 — Herbipolis. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

84 Herbipolis
Mit großem Stolz konnte das Reych Herbipolis am 13.03.a.U.126 die Gründung der Colonie ihres
zweiten Tochterreyches „Zu den Teutschherren” feiern. Am 11.10. a.U.127 fand in Bad Mergentheim
die SanktionsFeier statt im Beisein des Sprengelfürsten und Vertretern des Allschlaraffenrates und
zahlreicher befreundeter Reyche.
Ein großes Ereignis war der von der Herbipolis ausgerichtete 15. Deutsche Schlaraffentag im Lenz-
mond a.U.132. Im festlich geschmückten Congress Centrum kamen Sassen aus ca. 150 Reychen
zusammen. Nach der Sitzung des ASR/DSR und der Legatentagung wurde die Festsippung mit
zahlreichen vorzüglichen Musikdarbietungen untermalt.
Unsere tüchtige Junkertafel war bei den Turneys um den Firlefanz-Humpen sehr erfolgreich: Jeweils
im hohen Reych Curia Salensis gewann sie den „Firlefanz” am 8.4. a.U.141 gegen das hohen Reych
Berolina und am 13.04. a.U.143 gegen das hohen Reych Norimberga.
Im hohen Reych Zu den Teutschherren gewann sie am 13.03. a.U. 145 gegen das hohen Reych
Moguntia. Unser Hofregisseur Rt Mimus hatte bei allen Turneys daran maßgeblichen Anteil. Im
hohen Reych Confluentia durften wir am 14.04. a.U. 148 den „Firlefanz” an das h. Reych Porta
Arduenne abgeben. Am 1.10.a.U.145 feierte die Herbipolis freudig ihre 3.000 Sippung in festlichem
Rahmen.
Eine Besonderheit der Herbipolis sind die nunmehr in der 21. Jahrung stattfindenden Sandschöp-
fersippungen. Anstelle des Thrones fungieren an diesem besonderen Sippungsabend die drei Groß-
meister der Sandschöpfergilde. In Erinnerung an die ausgestorbene Zunft der Sandschöpfer vom
Main findet ein Wettstreit um die Sandschöpferkette statt, an dem auch regelmäßig zahlreiche
Sassen befreundeter Reyche teilnehmen.
Von den gen Ahalla gerittenen Recken sollen einige besonders erwähnt werden: ErbO Rt Däumling
II, der wesentlich zur Wiedereröffnung des Reyches nach dem Kriege und zum Wiederaufbau der
alten Falzburg beigetragen hat. Er rief auch zusammen mit Rt Crambambuli (29) und Rt Florett (11)
die beliebten Stut-As-Polis-Sippungen ins Leben.
Ebenfalls gedenken wir des Archivars ErbO Rt Poseidon, der wegen der von ihm verfassten Reychs-
geschichte anlässlich des 100. Stiftungfestes der Herbipolis besonders gewürdigt wurde, des ErbO
Rt Pisch, Inhaber von fünf Ehrenhelmen, dessen geschliffene Fechsungen in Buchform erschienen
sind und des ErbO Rt Faunus, der als einmaliger Maler, Wortfechser und Virtuose am Clavicimbel
ein Multitalent war. Auch unser Rt Offseppo bleibt durch die Stiftung der holzgetäfelten Krystalline
in der Vorburg in dankbarer Erinnerung.
Aus Freude am Theaterspiel haben sich die befreundeten Reyche Stutgardia, Asciburgia und Her-
bipolis zusammengetan, um abwechselnd alle drei Jahrungen in der Götz-Burg zu Jagsthausen
eigene Theaterstücke aufzuführen. So fand am 13.05. a.U.147 in Jagsthausen die XII. Stut-As-Polis-
Sippung statt.
An diesem Tag führte Herbipolis ihr Stück „Turney um Schlaraffine” auf, das sich eines großen
Zuspruchs von Recken aus dem gesamten Uhuversum erfreuen konnte.
Wer in die Herbipolis einreitet findet ein musikalisches und lethefrohes Reych vor, das den kom-
menden Jahrungen voller Zuversicht entgegen sieht!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
85 Vimaria
Nach den uhufinsteren Jahren des 2. Weltkrieges begannen die noch vorhandenen Sassen der Vima-
ria, wieder neue schlaraffische Aktivitäten zu entwickeln. Unter Führung der letzten OS aus der Vor-
kriegszeit, den Rtt Lieblab, Genia und Pestalozzi fanden sich bis zu 20 Sassen in öffentlichen Loka-
len, später nur noch in Heimburgen zusammen, da Schlaraffia behördlich nicht zugelassen wurde.
Mit der Wiederbelebung der Vimaria wurde auch der Schulterschluss zu den anderen „Ostreychen”
gesucht. Dazu diente u.a. die „Kombinierte Auferstehungssippung der Thüringer Reyche” a.U.91 in
der Heimburg des Rt Maximaro. Neben der Erforda und Geraha waren noch die Reyche Ysenaha,
Nordhusia, Molhusia, Gotaha und Kemnitzia vertreten. Von a.U.100 -112 lenkte der von Halle nach
Weimar übergesiedelte Rt Mark-Ehe auf dem Thron die Geschicke der immer kleiner werdenden
Vimaria. Der personelle Rückgang war bedingt durch den zunehmenden politischen Druck, die
vermehrte Abwanderung der fast ausschließlich im Rentenalter befindlichen Sassen in den Westen
und die altersbedingten Ahallaritte. Die einzigen jugendlichen Zugänge in diesem Zeitraum sind die
nachmaligen Rtt Aleman und Datus. Anläßlich des 90. Stiftungsfestes a.U. 117 übernimmt Rt Datus
erstmals in der Glockenburg in Apolda den Thron der Vimaria, die zu diesem Zeitpunkt noch aus 4
Sassen besteht. Das 100. Stiftungsfest wird trotz der geschrumpften Sassenzahl von nunmehr 3 mit
Hilfe unserer Tochter Erforda in deren Festburg feierlich begangen und gestaltet sich mit 87 Gästen
aus 24 Reychen zur bis dato größten schlaraffischen Veranstaltung im Osten. Nach der politischen
Wende beginnt in der Vimaria, beflügelt durch den ASR-Beschluss, den 8 in der ehemaligen DDR
noch sippenden Reychen, den Status eines „im Wiedererstehen befindlichen Reyches” zuzuerken-
nen, neue Hoffnung zu keimen. erste Pilger und Prüflinge können begrüßt werden. A.U. 133 kommt
nach über 13-jähriger Pause die Matrikelrolle der Vimaria wieder in Bewegung.
Aus der profanen Städtepartnerschaft Weimar-Trier erwächst schlaraffische Verbindung, die da­rin
gipfelt, dass 3 Sassen des Reyches Augusta Trevirorum Sassen der Vimaria werden und somit „Auf-
bauhilfe” leisten. In der Winterung 134/135 kann die Vimaria erstmals in der Mindestbesetzung
OS/K/M/J/C wieder eine Sippung aus eigenen Reihen gestalten.
Ab a.U.136 wird Rt Lum-Bazi neben Rt Datus auf den Thron gewählt und lenkt bis a.U.143 die Ge-
schicke des Reyches. Die Sassenzahl stieg kontinuierlich, die Sippungsfrequenz erhöhte sich. Das
schlaraffische Leben bewegte sich, zahlreiche Reychsein- und ausritte folgten. A.U.139 tagte der
DSR in Weimar und zeigte sich erfreut über das schlaraffische Leben im Reych. Höhepunkt der bis-
herigen Entwicklung war die feierliche Wiederaufnahme des Reyches am 21.4.a.U.142 in Allschlaraf-
fia. Im großen Saal des Weimarer Volkshauses vor annähernd 400 Gästen nahm ASR-Vorsitzender
Rt Inkasso die nunmehr 20 Sassen der Vimaria in symbolischer Umarmung in den Bund auf. Nach-
dem ab a.U.132 wieder in der Öffentlichkeit gesippt werden konnte, musste die Vimaria mehrmals
die Burgen wechseln, bis es endlich gelang, am 2.10.a.U.145 eine dauerhafte Funke-Faust-Burg im
Restaurant „Ilmschlößchen” zu weihen, deren gelungene Ausgestaltung (unter der Regie des Rt
ArtEmys) große Anziehungskraft für schlaraffische Gäste hat. Rt Datus beging a.U.147 sein 30-jäh-
riges Thronjubiläum. Neben ihm fungierten in kürzeren Zeiträumen die Rtt Lach-Muss und Elexius,
zur Zeit sind es die Rtt ArtEmys und Ginkgo-Star. Sie können auf die erfreuliche Zahl von mittlerwei-
le 35 Sassen schauen. Nicht zuletzt trugen die über 10-jährigen Tätigkeiten des K Rt Nano und des
Sch Rt Pendolino wesentlich zum kontinuierlichen Wachstum des Reyches bei. Das Reych Vimaria
ist stolz auf die vor 20 Jahrungen nie für mögliche gehaltene Entwicklung und sieht hoffnungsvoll
und erwartungsfroh dem 125. Jahrestag seiner Gründung am 12.3. a.U.152 entgegen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Quelle: Chronik Band IV, S. 283-284