Curia Salensis

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 316 — Curia Salensis. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

316 Curia Salensis
Das Reych Curia Salensis war zu Beginn des Berichtszeitraumes 33 Jahre alt und zählte 40 Sassen.
Heute, 25 Jahrungen danach, gehören 48 Sassen dem Reych an. Vorsitzender des profanen Vereins
Schlaraffia Curia Salensis war bis a.U. 144 Rt Großfürst Colomed der Lethefrohe vom Rhein. Nach
30 Jahrungen in dieser Funktion wurde Rt Töff-Töff der Nothelfer in das Amt berufen.
Am 9.3. a.U. 126 konnte die 1.000 Sippung in der Festburg „Gartengesellschaft” gefeiert werden.
Unter den Gästen befand sich der letzte Praga-Sasse, Rt L´enfant der Rüppel. Eine Freundschafts-
sippung mit den Rittern des Metisordens wurde am 16.4. a.U. 129 zelebriert, ebenfalls in der Fest-
burg „Gartengesellschaft”. Es war die 1.130 Sippung am 14.11. a.U. 130, als völlig überraschend ein
Reychseinritt des Castrum Plaviense erfolgte. Fünf Tage zuvor war die innerdeutsche Grenze geöff-
net worden. Ein historischer Moment, der alle Sassen berührte. Seitdem begehen Curia Salensis
und Castrum Plaviense an jedem zweiten Dienstag des Windmondes eine „Freundschaftssippung”,
alternierend in Hof und Plauen.
Am 23.10. a.U. 131 feierte die Curia Salensis ihren vierzigsten Geburtstag in der Festburg „Gartenge-
sellschaft”. Vom 11. bis 15.2. a.U. 135 wurden die Uhulympischen Winterspiele in den Gemarkungen
der Curia Salensis veranstaltet. Einen weiteren Höhepunkt a.U. 135 bildete die Sommersippung
am 9. d. Heumondes anlässlich der Bayerischen Landesgartenschau in der Festburg „Haus The-
resienstein”. Die 1-3-6 Reyche trafen sich am 28.10. a.U. 136 zu einer gemeinsamen Sippung in
der Clausenburgk. Beteiligt waren Budissa (136), Perla Palatina (163), Curia Salensis (316) und Am
Grimmingtor (361). In der Schlaraffiade am 5.11. a.U. 137 entschied sich die Sassenschaft, künftig
Rittermäntel zu tragen. Das erste Sommerfest der vogtländisch-thüringischen Reyche Castrum Pla-
viense, Curia Salensis und Geraha wurde am 11.7. a.U. 139 im historischen Gasthof Wiedersberg
veranstaltet. Seitdem ist es fester Bestandteil des alljährlichen Sommerprogramms der drei Reyche.
Ein großes Fest feierte die Curia Salensis am 21.10. a.U. 141 aus Anlass ihres 50jährigen Bestehens
in der Festburg „Gartengesellschaft”. Die große Gästeschar war gekrönt von der Anwesenheit der
ASR Rt Inkasso, Rt Comet und Rt Van der Goschen.
Der 8.4. a.U. 141 stand im Zeichen einer Junkertafelfehde in der Festburg „Freiheitshalle” zwischen
der Herbipolis und der Berolina. Die Junkertafel der Herbipolis ging als erster Sieger aus der Fehde
hervor. Ein weiteres Mal war die „Freiheitshalle” Schauplatz einer Junkertafelfehde. Am 13.4. a.U.
143 rangen die Junker und Knappen von Herbipolis und Norimberga um den Firlefanzhumpen. 153
Sassen kürten den Nachwuchs der Herbipolis zum ersten Sieger. A.U. 146 ereilte die Curia Salensis
ein schweres Schicksal: die Clausenburgk, seit 25 Jahrungen Heimstätte für den Uhu, musste quasi
von heute auf morgen aufgegeben werden. Als Notburg fungierte „Herpichs Culinarium”. Eine neue
Burgk wurde schließlich im Haus Unterkotzauer Weg 55, Am Teufelsberg, gefunden.
So konnte am 10.10. a.U. 147, nach monatelangem Arbeitseinsatz seitens der Curianer, die feierliche
Burgweihe vorgenommen werden. Dankbar zu erwähnen sind die Sassen, die mit Mammonspen-
den die Schaffung der neuen Burg ermöglichten. Besondere Verdienste erwarben sich Rt Töff-Töff
und Rt Allhatschi Gecko für die Gesamtleitung des Projekts, Jk Thomas für die innenarchitekto-
nische Gestaltung und Rt Picutast für die Stiftung eines neuen Clavicimbels. Die Curia Salensis
darf auf ein Vierteljahrhundert zurückblicken, das geprägt war von Harmonie, Lebendigkeit, Aus-
rittfreudigkeit, stets gut bestückten Fechsungslisten, einem zufrieden stellenden Reychsschatz und
gut besuchten SommerKrystallinen. So geht das Reych voll Freude und Zuversicht in das nächste
Vierteljahrhundert.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
317 Marpurgia Chattensis
Der dienstälteste Kantzler des Uhuversums wurde a.U. 127 unser Rt Mickefett, und erst a.U. 132
gab er das Amt an Rt Trago weiter. Rt Mickefett hat die Geschicke des Reyches in seiner Amtszeit
maßgeblich mitgestaltet, es sei hier nur an seine schon legendäre Feuerzangenbowle erinnert.
Das Reych erhielt a.U. 130 einen von ER Strichel (Im Suerland) meisterhaft kunstvoll geschnitzten
Thron, Arbeitspodeste für Marschall und Kantzler sowie einen Ahallaschrein. Wenig später stiftete
ER Eisenkeil (Bi de hoge Brüch) ein Reychsschwert mit standfester Scheide, verziert mit Geschmei-
de und Ziselierungen.
Zum 40. Stiftungsfest am 28.3. a.U. 132 wurde das Bürgerhaus in Marbach zur Festburg geweiht.
Neben einem munteren Reigen aus musikalischen und Wortfechsungen wurden sieben neue Or-
dens- und Ehrenritter des Reyches erkürt. Die 1.500 Sippung am Gründonnerstag a.U. 137 konnte
in festlichem Rahmen im Fürstensaal des Marburger Schlosses begangen werden. Eine gelungene
Inszenierung stellte unsere Patroninnen, die hl. Elisabeth und Frau Wirtin an der Lahn, in den Mit-
telpunkt, als dritter im Bunde Landgraf Phillipp der Großmütige.
A.U. 137 bedrohte die Stadtentwicklung unsere Wallotburg am Ufer der Lahn in Bahnhofsnähe.
Nach langen Verhandlungen unter wesentlicher Mitwirkung des Marburger Oberbürgermeisters
Herrn Möller konnte dem Reych eine Ersatzburg im Marburger Stadtteil Stadtwald im Tausch für
das Grundstück am Lahnufer gegeben werden. Diese neue Wallotburg ist größer und prächtiger als
die frühere, und vor allem ohne zusätzliche Kosten dem Reych als Eigentum überlassen worden.
Wieder an einem Gründonnerstag, am 26.2. a.U. 139, wurde unsere neue Wallotburg geweiht.
Besonders heiter und locker ist immer die Gründonnerstagsippung; seit a.U. 147 werden die Ein-
gerittenen mit grünen Eiern als Aufnäher und nach drei „grünen” Einritten mit dem Titel Dreireyter
geehrt.
Das Reych erkürte a.U. 148 den Maler und Zeichner Otto Ubbelohde, bekannt durch seine Illustra-
tionen von Grimms Märchen, zum ES Märchenmaler. Eine besinnlich-fröhliche Sippung mit Burg-
frauen ist jedes Jahr die Uhubaumfeier. Krystallinen in den Sommerungen konnten bei schönem
Wetter vor der Wallotburg gefeiert werden, aber auch die Gärten einiger Sassen waren schon Schau-
platz fröhlich-geselliger Abende.
Leider nahm die Sassenzahl in den letzten 20 Jahren kontinuierlich ab, und das Durchschnittsalter
stieg. Eine inzwischen wieder gut gefüllte Junkertafel konnte den vor allem durch Ahallaritte ver-
ursachten Schwund leider nicht ganz auffangen. Das Reych bemüht sich nun verstärkt und auch
erfolgreich um neue Sassen.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
Quelle: Chronik Band IV, S. 401-402