166 Bochumensis
Angesichts unseres 100. Wiegenfestes entsinnen wir Bochumensen uns freudig unserer 75-Jahr-
Feier, die der Großfürst Unser Sonor fast zeitgleich mit dem Erscheinen der letzten Chronik All-
schlaraffias zu einem Höhepunkt unserer Reychsgeschichte gestaltet hatte. Seither konnte sich die
Bochumensis vor- und umsichtig, aber überaus gedeihlich weiterentwickeln. Gestützt durch den
wirtschaftlichen Strukturwandel des profanen Umfeldes gelang es, nicht weniger als 42 neue Sas-
sen in unseren Freundeskreis fest einzubinden. Gleichzeitig zwang uns Ohos Wirken aber auch, die
Lichter in unserer inzwischen prachtvoll ausgestatteten Teutoburg, die sich noch immer im Haus
der Gesellschaft Harmonie befindet, zu verlöschen, um Abschied von 24 verdienstvollen Sassen zu
nehmen, von denen uns leider nur klangvolle Namen und dankbare Erinnerungen geblieben sind.
Mit derzeit 40 Freunden hat sich die Sassenschaft seit damals um ein Viertel erhöht, wovon sich
heute an der Junkertafel 13 Junker und Knappen erfrischend jugendlichen Alters begeistert um unser
herrliches Spiel verdient machen. Sie schließen damit nahtlos an die Leistungen derer an, die sich
vor ihnen, unter der bewährten Leitung des ErbJ Unser Lump-a-zius, bei vielen Junkernachtungen
und einer Fehde gegen die Junkertafel des Mutterreyches große Erfolge erstritten haben. Sie geben
uns berechtigten Grund, zuversichtlich und weitgehend sorglos in die Zukunft zu blicken.
Sorgen hingegen bereitete uns der Ahallaritt des Großfürsten Unser Polyphon, des letzten unserer
einstmals großartigen Zinkenmeister und Mitbegründer der so beliebten Kamingespräche. Dank
der Unterstützung einiger uns besonders verbundener Musensöhne, allen voran unsere Ehrenritter
Ludens (242) und Barastro (209), konnte die Musik in den Sippungen und bei den Gesprächen am
Kamin auch weiterhin beachtliche Triumphe feiern.
Im Glanz spielerisch errungenen Triumphes durfte sich a. U. 143 die Heerschar derer sonnen, die
bei der Reychsfehde gegen die wackere Ossenbrugga einen grandiosen Sieg errang. Dieses sieg-
reiche Erleben ließ die Sassenschaft bald darauf die Kämpen der trutzigen Truymannia, die die
Bochumensis zu einer neuerlichen Reychsfehde herausgefordert hatten, erfreuen und sie als Sieger
aufs Schild heben.
Siege ganz besonderer Art feierten Frohsinn und Freude, wenn der weiland ErbC Baron Don Stabilo
die Sassen und deren Tross zum jährlichen Schinkenanschnitt ins kulinarische Schlaraffenland sei-
ner Heimburg lud und der weiland Großfürst Unser Cervantes sie alle zwei Jahre in die schönsten
Gaue deutschen Landes führte. Da dabei Verbundenheit und Freundschaften trefflich gewachsen
sind, bestimmen Harmonie und vertrauensvolles Miteinander die Geschicke des Reyches heute
weit mehr als deren Oberschlaraffen, von denen der OÄ, ErbO Fürst Unser Don Attacko, seit mehr
als 25 Jahrungen Thronluft schnuppert und außerdem seit a. U. 132 als DSR für die Reyche des 3.
Sprengels unseres Landesverbandes streitet. Mehr als eineinhalb Jahrzehnte stand ihm dabei der
weithin hoch geschätzte ErbO Großfürst Unser Mers-sie getreu zur Seite und gestaltete, ebenso wie
der heutige OK, Baron Schöngeyst, und der jetzige OI, Ritter Van Tasti-Kuss, die Sippungen unserer
Bochumensis zu freudvollen Stunden beschwingten Erlebens, wovon die vielen Einritte befreunde-
ter Recken beredtes Zeugnis ablegen.
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167 Landeshuota
Das im Lenzmond a.U. 123 initiierte Ringelstecher-Turney wurde zum festen Bestandteil unserer
Sippungsfolge. Im Wonnemond a.U. 128 zelebrierten die Landeshuota Sassen, zusammen mit den
eingerittenen Gastrecken, ihre 2.000 Sippung im prächtig geschmückten Offizierskasino der Lands-
huter Schochkaserne. Am 14.10. a.U. 129, konnte in der 2.042 Sippung unser 80. Geburtstag gebüh-
rend gefeiert werden. Die Anzahl der Sassen wurde gesteigert, sodass zum a.U. 132 insgesamt 64
Sassen und 8 ER das Reych zierten. Großzügige Stiftungen, wie der mittlerweile allseits bekannte
Dreihelmen-Ahne sowie ein neues Reychsschwert, erfreuten nicht nur die Sassen der Landeshuota.
„In memoriam Rt Goschelbauer”, eine würdige Gedenk- u. Festsippung, an der 62 Sassen aus 19
befreundeten Reychen teilnahmen, wurde am 03.4. a.U. 133 im Zeughaus der Förderer feierlich be-
gangen. Neben der Renovierung und dem Umbau von Vorburg und Küche konnte in dieser Jahrung
auch der Mietvertrag für unsere Apollo-Burg um weitere 10 Jahre verlängert werden. Am 24.4. a.U.
134 trat unser ER Rt Skipps (15) den Ritt gen Ahalla an. Zur Landshuter Fürstenhochzeit 1993 (a.U.
134) war die Apollo-Burg an 4 Sonntagen für Sassen und deren Familien geöffnet. Am profanen
03.7. 1993 beeindruckte eine gelenkte Krystalline die anwesenden Sassen und Gäste. Teilnehmer der
Landshuter Hochzeit, zugleich Sassen der Landeshuota, zelebrierten diese in ihren historischen
Kostümen. Die 2.222 „Schnapszahl-Sippung” a.U. 135 war den Burgfrauen gewidmet. Den zahlrei-
chen Ausritten unserer Sassen in das h.R. Rio Carioca war es zu verdanken, dass am 23.5. a.U. 135
die Du-Du-Brüderschaft mit den Freunden in Südamerika besiegelt wurde. A.U. 138 wurde Rt Betoni
zum DSR gewählt und damit als Sprengelfürst Mitglied im Deutschen Schlaraffenrat. Als Ausrichter
der XXIV. Uhulympischen Winterspiele a.U. 138 erwarben sich die jüngeren Sassen des Reyches in
der Organisation dieser Veranstaltung, an der Freunde aus 38 Reychen teilnahmen, „uhusportliche”
Verdienste. Die Meldeliste für die Festsippung a.U. 138 anlässlich der Landshuter Fürstenhochzeit
1997 im Landshuter Axthalerkeller war überwältigend und übertraf alle Erwartungen. Das 90. Stif-
tungsfest konnte am 9.10. a.U. 139 im profanen Zeughaus der Förderer mit ca. 200 Gästen gefeiert
werden. Zum 28.4. a.U. 140 betrug die Anzahl der Landeshuota Sassen 64, hierzu sind 8 ER zu
addieren. Das Durchschnittsalter der Sassen lag a.U. 140 bei 59,1 Jahren, das Durchschnittsalter der
Oberschlaraffen war mit 53,5 Jahren ebenfalls bemerkenswert. Auf Initiative von Rt Leone „konnte”
sich der ASR nach 50 Jahrungen erneut dazu entschließen, eine Sitzung in der Apollo-Burg abzu-
halten. Die anschließende Festveranstaltung krönte diesen Tag. Mit Genehmigung des ASR wurde
erstmals am 14.7. a.U. 142 eine offizielle Festsippung anlässlich der Landshuter Fürstenhochzeit
2001 im Bernlochner-Saal abgehalten. Unser friedliches Reych wurde a.U. 144 in eine Reychsfehde
mit dem h.R. Rio Carioca verwickelt, die beim 75. Stiftungsfest des h.R. Paulista (275) von unseren
Sassen erfolgreich beendet wurde. Von unschätzbarem Wert für alle Sassen war neben der - unter
Beteiligung des Kunstmalers Bernhard Kühlewein - a.U. 145 durchgeführten Burgrenovierung, auch
die Archivierung unseres schlaraffisch-historischen Schriftmaterials. Das „Geheime Staatsarchiv,
Preußischer Kulturbesitz” in Berlin, gestattete Akteneinsicht in die Originaldokumente. Die Lands-
huter Fürstenhochzeit 2005 konnte in dieser Jahrung ein Novum verzeichnen: Durch die Unter-
stützung von Rt Mikro-phon-Kabel war es erstmalig möglich geworden, dass ein Verein für sich ein
Festspiel reservieren durfte. Im Rahmen dieser äußerst gelungenen Festsippung am 02.7. a.U. 146,
wurde das Festspiel als Fechsung dargeboten. Die Landeshuota wird am 10. Lethemond a.U. 149
100 Jahre alt. Hierzu ist geplant, neben einem bunten Rahmenprogramm auch eine umfangreiche
Festschrift zu veröffentlichen.
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