Medelike

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 212 — Medelike. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

212 Medelike
Wenn der Chronist zur Feder greifen und die Periode a.U. 125 bis 149 als Erfolgsgeschichte des
Reyches vermelden darf, was, frage ich, kann ihm mehr Freude machen?! Herausragende Ereignis-
se und kleine, aber feine Tatsachen kann er berichten. So ist der Sassenstand des Reyches stetig
gestiegen und - was noch erfreulicher ist - die Jugend hat den Weg zu uns gefunden, so dass der Al-
tersdurchschnitt Medelikens knapp unter 60 Jahren liegt (obwohl etliche unsrer Sassen sich schon
über ihr 80. Wiegenfest freuen durften!).
Etwas ganz Wichtiges sei an den Beginn gestellt: nach jahrzehntelangem Vazieren durch insgesamt
sieben Burgen sind wir nun wohl endgültig sesshaft geworden: wir haben ein eigenes Gemäuer!
Als a.U. 136 wieder einmal ein Wechsel notwendig wurde, beschloss die Sassenschaft, Nägel mit
Köpfen zu machen und einen Burgkauf zu wagen. Einen Sommer und eine halbe Winterung lang
wurde eifrig gewerkt, im Eismond a.U. 137 war dann Burgweihe und nun sippen wir auf eigenem
Grund und Boden - für immer, wie wir hoffen!
Dabei war im Herbst a.U. 136 auch noch eine Großveranstaltung zu bewältigen: unser 75. Stif-
tungsfest! Wieder einmal war die Schallaburg Schauplatz eines grandiosen Festes und wir durften
erleben, dass das Uhuversum freudig mit uns feierte, denn der große Festsaal platzte wahrlich aus
allen Nähten. Die gleichzeitig laufende Ausstellung im Stadtmuseum zum Thema „Medelikens Ge-
schichte” brachte uns aus der Profanei Melks höchstes Lob ein!
Nach wie vor ist das „Goldene Dreieck” Hippolytana – Kremisia Wachaviae – Medelike ein enger
Freundschaftsbund, der sich beim alle drei Jahre stattfindenden Turney um den Nibelungenschild,
vor allem aber bei der alljährlichen Dreieckssippung von der besten Seite zeigt. Für die letztgenann-
te Sippung gibt es seit a.U. 148 sogar eine eigene, schwungvoll-moderne Hymne - die Ritterarbeit
eines medelicensischen Junkers. Insunders aber die grimmige Reychsfehde zwischen der hohen
Kremisia und uns, ausgetragen in den Gemarkungen der hohen Hippolytana, knüpfte das Band
noch fester.
Im Windmond lädt unser Reych seit Olims Zeiten stets seine Burgfrauen zur traditionellen Leopol-
di-Feier und aus nah und fern kommen liebe Freunde mit ihrem Tross zu diesem fröhlichen, der
lethereichen Wachau gewidmeten Fest. Der Fechsungsreigen ist an diesem Abend ganz besonders
der Musik gewidmet, so wie auch unser Frühjahrs-Sippungsthema „Musikanten, spielt‘s auf!” jede
Winterung für eine Versammlung der besten schlaraffischen Musizi sorgt.
Natürlich konnten auch wir uns der modernen Technik nicht verschließen und deshalb betreiben
wir seit a.U. 147 eine eigene „Heimatseite” (www.medelike.at), die stets aktuell aus dem Reyche
berichtet.
Mit voller Absicht hat der Chronist keine Namen in seinem Berichte genannt, denn wer dürfte denn
hervorgehoben werden, wenn alle gemeinsam mit bestem Können an unsrem Erfolge werken - aber
eine Ausnahme sei ihm gestattet: „Unser liaba” Rt Bio non piccolo, Verfasser der 75-Jahres-Chronik,
Reychsgewissen und Hüter der Vergangenheit, ist stets unser guter Geist - dafür sei ihm uhuherz-
lichster Dank gewidmet! Ad multos annos Medelike, du allzeyt fröhliches Reych in der Wachau!
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
215 Iscula
Die letzten 25 Jahre waren für unser kleines aber feines Reych im inneren Salzkammergut ereig-
nisreich und erfüllt mit fröhlichen und herausragenden Sippungen und Veranstaltungen, in denen
der goldene Ball zu Erbauung aller flog und auch Duelle nicht gescheut wurden. So wurde a.U. 142
das 80. Stiftungsfest und gleichzeitig die 2.000 Sippung, unter Beteiligung zahlreicher Sassen aus
befreundeten Reychen, in der Festburg zu Bad Ischl feierlich und fröhlich gefeiert. Es herrschte
Jubelstimmung, unsere drei bewährten Oberschlaraffen Rt D-Psi, Octopus und I-so-spin fungierten
fulminant und zeigten den Freunden und dem Vorsitzenden des SRA ASR Rt Riss, ASR Rt Calvados
und mehreren Mitgliedern des SRA wie Iscula zu sippen und zu feiern versteht. Neue Sippungen,
die heute nicht mehr wegzudenken sind, wurden ins Leben gerufen, so die Heurigensippung durch
Rt Fridolin, die Most- und Specksippung oder die Artenschutzsippung.
Auch Ehrungen kamen nicht zu kurz, so wurden a.U. 125 an Rt Diagones der Lorbeer, a.U. 143 an Rt
Bahn-to-graf und a.U. 148 an Rt Pill die Brillanten und a.U. 148 an Rt Bahn-to-graf der Großkristall
zum GU-Orden verliehen. Leider trat Rt Bahn-to-graf wenige Tage nach der Ehrung den Ritt in die
lichten Gefilde Ahallas an. Unser Reych liebt offenbar keine raschen Veränderungen, was an Hand
der „Dienstjahre” von Oberschlaraffen und anderen Würdenträgern zum Ausdruck kommt. Es leg-
ten a.U. 131 Rt Pill nach 17 Jahrungen und a.U. 138 Rt D-Psi nach 29 Jahrungen am Thron, a.U. 138
Rt Dowi nach 30 Jahrungen als Junkermeister, a.U. 126 Rt Fraktur nach 30 Jahrungen als Kantzler
und a.U. 145 Rt Com-Burl nach 32 Jahrungen als Marschall ihre Wahlwürden zurück. Derzeit zieren
die Rtt I-so-spin (22 Jahrungen), Octopus (9 Jahrungen) und Re (5 Jahrungen) Isculas Thron und
führen das Reych nach ihren Ideen und mit gerechter Hand. Rt eF-De-L, obwohl erst derer 9 Jahrun-
gen am Kantzlertisch, ist der „eiserne” Kantzler und besorgt umsichtig die Reychsgeschäfte. An der
Junkertafel wächst wieder fröhlicher und hoffnungsvoller Nachwuchs heran, nachdem viel zu frühe
Ahallaritte verdienstvoller Sassen, wie die Rtt Vorwitz, Fanpharao, Fraktur, Dowi, Spans-Au, See-Rolf
und Federspiel, große Lücken hinterlassen haben. Das Reych Iscula ist auch karitativ tätig. Seit
mehreren derer Jahrungen wird ein namhafter Betrag aus der Schnorre der Uhubaumfeier an das
Haus „Schlaraffia” des SOS-Kinderdorfes Altmünster übergeben. Bedingt durch das Verhältnis zur
Vermieterin gab es Unsicherheiten bezüglich des Mietvertrages und damit auch nur die jeweils nö-
tigsten Renovierungsarbeiten an der Burg. Durch Feuchteschäden wurde ab a.U. 130 eine aufwändi-
ge Renovierung unumgänglich, die unter tatkräftiger Mithilfe aller Sassen durchgeführt wurde.
Seit a.U. 143 wird die Styxerei, nach Absprache mit dem Hospes, durch Rt eF-De-L als Reychskü-
chen- und -kellerwart in Eigenbewirtschaftung geführt. Die Einrichtung einer kleinen Küche sowie
der desolate Zustand der Elektroinstallation erzwangen eine Erneuerung der gesamten Elektroin-
stallation mit eigenem Stromanschluss. Diese Arbeiten wurden durch Rt Coh-lek-torl geplant und
mit Helfern aus der Sassenschaft in 2 Abschnitten ausgeführt, sodass die Küche als 1. Abschnitt
zur Uhubaumfeier a.U. 143 eingeweiht werden konnte. Die Kücheneinrichtung samt verschiedenen
Küchengeräten wurde unter Mithilfe von Rt Il-Fresko besorgt und installiert. Im 2. Abschnitt wurde
die Burg samt Vorburg in der Sommerung a.U. 144 neu installiert unter Federführung von Rt eF-
De-L renoviert und erstrahlte mit Winterungsbeginn in neuem Glanz. Seit a.U. 131 ist unsere Burg,
aus freien Stücken, während der Sippung schmauchfrei. Durch den Besitzerwechsel a.U. 146 wurde
ein neuer Pachtvertrag möglich, der die Zukunft der Jainzenburg absichert und uns dieser Sorge
entledigte, sodass wir weiter in gewohnter Umgebung fröhlich und im Geiste Pragas und unserer
Altvorderen sippen können und Freunde stets willkommen sind.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 341-342