Castellum Verdense

Unbekannt ·Reychsgeschichten

Beschreibung

Reych Nr. 309 — Castellum Verdense. Reychschronik aus Band IV (a.U. 126-149).

Volltext

309 Castellum Verdense
Wenn man den Weg unseres a.U. 90 gegründeten Reyches Castellum Verdense in den vergangenen
Jahren betrachtet, so kann man eine erfreuliche Entwicklung feststellen. Nach stürmischen An-
fangsjahren sind wir sicher im Fahrwasser schlaraffischer Tradition und Qualität gelandet.
Dazu beigetragen hat die Kontinuität auf dem Thron, auf dem die Rtt ErbO Eriwa-h-n, ErbO Baron
Pusteblume und ErbO Vacancio das Steuer fest in der Hand hielten und halten und das Spiel mit
ihren Ideen befruchteten.
Das Schmierbuch, seit über 20 Jahren von Rt Menhir gefechst, dokumentiert das Geschehen im
Reych in eindrucksvoller Weise. Durch die Ausrittsfreudigkeit unserer Sassen, von denen zwei Ritter
in der Berichtszeit mit dem Basta-I-Orden geschmückt wurden, bekommen wir viele Gegenbesu-
che.
Am 22. Lenzmond a.U. 140 feierten wir unser 50. Stiftungsfest, an dem wir an einem Wochentag
(Montag) Einritte von 168 Sassen aus 27 Reychen des Uhuversums verzeichnen konnten. Wir sehen
dies als Beweis der Güte unseres schlaraffischen Spiels und der Freude, die befreundete Sassen
beim Einritt in unserer Reych haben.
Bei aller Freude fällt jedoch ein Wermutstropfen in unsere Geschichte, ist doch unser Reych durch
Ahallaritte und Wegzug von Sassen in der Mitgliederzahl erheblich geschrumpft. Dies ist jedoch für
uns Anlass, noch näher zusammenzurücken und die Qualität des Spiels hochzuhalten.
Die Begeisterung unserer Sassen für Schlaraffia und seine Ideale trägt unser Reych im Verbund mit
unseren Nachbarreychen und unserer Mutter, dem hohen Reych Brema. So können und wollen
wir hoffnungsvoll in die Zukunft schauen und freuen uns auf die nächsten Jahre schlaraffischen
Spiels.
C h r o n i k B a n d I V d e r A l l s c h l a r a f f i a ® m i t I n h a l t s v e r z e i c h n i s d e r 4 C h r o n i k e n O s t e r m o n d 1 5 3 , L a n g s a m , P s e u d o - S c h w a b , T a u r r i e s e u s
310 Rio Platensis
Das Reych war in den letzten Jahrungen der starken Abnahme seines Sassenstandes von 40 auf 8
Schlaraffen ausgesetzt, die jedoch alle 14 Tage fröhlich und begeistert nach Spiegel und Ceremoni-
ale sippten. Zu den zahlreichen Ahallaritten gesellte sich das bedrohliche Problem des mangelnden
Nachwuchses, da sich die deutschen Landesbewohner zunehmend der spanischen Sprache bedie-
nen, die nicht zur Entwicklung des schlaraffischen Geistes der jungen Generation beiträgt.
Besonders schmerzlich war für uns der Ahallaritt dreier Sassen der ersten Stunde.“Unser Lyri“,
Gründer der Rio Platensis, Rt Lachmund, über 30 Jahrungen mustergültiger Kantzler und Rt Stepp-
ke, der durch 20 Jahrungen am Throne wirkte und das südlichste Reych als Botschafter auf vielen
Ausritten vertrat. Später verliessen uns nach langer Bresthaftigkeit Marschall Rt Frankenthal und Rt
Zahnrat, letzterer im Alter von über 100 Jahrungen.
Trotz allem herrschte in unserer a.U.135 umgestalteten Burg reges Leben. Einritte aus allen Teilen
des Uhuversums, wie der Flugritt „Kreuz des Südens“ (a.U.141) aus Germanien, der Nord-Südame-
rikanische Brückenritt und der Einritt der Recken des h. Reyches Herbipolis waren unvergessliche
Erlebnisse für uns und unser Schwesterreych Bonaerensis (261).Wir teilten gerne das schlaraffische
Geschehen mit unseren Uhubrüdern und freuten uns, ab und zu gemeinsame Sippungen veran-
stalten zu können.
Unser 50. Stiftungsfest wurde in festlichem Rahmen begangen. Der konstante Fluss von gegen-
seitigen Einritten ereignete sich stets in einer Aura großer Herzlichkeit und Freude im Sinne der
brüderlichen Hilfe in schweren Zeiten. Die musikalische und künstlerische Tätigkeit auf allen Ge-
bieten, wurde besonders gepflegt. Unser Clavicimbel wurde durch viele Jahrungen von einem „Eh-
renzinkenmeister“ aus dem Schwesterreych gespielt, dem leider inzwischen ebenfalls gen Ahalla
gerittenen Rt Haydn-Lärm.
Kontakte per Sendboten, Quasselstrippe und e-mail zwischen den weit auseinander liegenden
lateinamerikanischen Reychen gestalteten sich in Form angenehmer Bürokratie, nach dem Wahl-
spruch unseres Lyri Lauterich „Soll auch die Welt in ihren Fugen wanken, Schlaraffia sei der Gedan-
ke“. Anno Uhui 145 bildeten der Einritt des ASO und eine gemeinsame Sippung die Höhepunkte
der Jahrung.
Ein Jahr später war es die kolossale Festsippung, anlässlich der Tagung des LVLA in Buenos Aires.
Die Verbindungen zu anderen lateinamerikanischen Reychen waren immer Anlass zu Freude und
Optimismus. Trotz der geringen Sassenzahl waren die Sippungen stets gut besucht, die Fechsun-
gen von Niveau, sprühte der schlaraffische Geist, flog der güldene Ball durch die Burg und es
herrschte Heiterkeit und Wohlwollen. Rückblickend gedenkt man jeder Sippung mit Freude und ist
glücklich, dabei gewesen zu sein.
Infolge des Abganges alter Sassen gen Ahalla und mangels Nachwuchs , beschloss das Reych Ende
a.U.148 die Selbstauflösung. Die verbliebenen Sassen fanden im Schwesterreych Bonaerensis Auf-
nahme.
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Quelle: Chronik Band IV, S. 394-395